Haßfurt

Staatsminister Roth lobt Integrationsleistung des MGH

Michael Roth (rechts vorne) hörte sich interessiert die Lebensgeschichten von Berihua Bahlbi aus Eritrea (links) und Dima Zaid aus dem Irak (Zweiter von links) an.
Foto: Christian Licha | Michael Roth (rechts vorne) hörte sich interessiert die Lebensgeschichten von Berihua Bahlbi aus Eritrea (links) und Dima Zaid aus dem Irak (Zweiter von links) an.

Gerade noch im West-Balkan und dann auf dem Weg nach Brüssel legte Michael Roth (SPD), der Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt, einen Zwischenstopp in Haßfurt ein. Im Mehrgenerationenhaus (MGH) informierte er sich am Montag auf Einladung des SPD-Landtagskandidaten René van Eckert über soziale Angebote. Auch Europaabgeordnete Kerstin Westphal, Bundestagsabgeordnete Sabine Dittmar, Kreisrat Bernhard Ruß, Haßfurts Bürgermeister Günther Werner und Dritter Bürgermeister Stephan Schneider begrüßten den Gast. Auch ins Goldene Buch der Stadt Haßfurt trug sich Roth ein.

MGH-Leiterin Gudrun Greger stellte das Programm „Zusammenhalt fördern, Integration stärken“ des Bayerischen Sozialministeriums vor. Die Integration von Flüchtlingen werde im MGH „hervorragend gelebt“: „Wir hoffen, dass das Programm auch nach der Landtagswahl bestehen bleibt.“

Im Gespräch mit Menschen mit Migrationshintergrund erfuhr Roth deren Lebensgeschichte. Dima Zaid aus dem Irak wohnt mit ihrer Familie seit 2015 in Haßfurt. Die 15-Jährige besuchte den M-Zweig der Mittelschule und hat den Qualifizierenden Abschluss mit 1,9 bestanden. Sie, die sehr gut Deutsch spricht, hat noch mehr vor: Sie möchte ihr Abitur am Haßfurter Gymnasium machen, Medizin studieren und Chirurgin werden.

Im MGH erfahre sie Hilfe, wenn sie Probleme und Fragen hat. Ein Bildungspate kümmere sich um sie und hilft bei Hausaufgaben. Auch ihre Mutter hat sich gut integriert und absolviert eine Berufsausbildung, die auch das MGH vermittelt hat.

Nur positive Erfahrungen hat Berihua Bahlbi aus Eritrea gemacht. Dem 20-Jährigen, der seit 2014 in Deutschland lebt, wurde im MGH auch viel während seiner Schulzeit geholfen. Als unbegleiteter Flüchtling gekommen, ist er heute bereits verheiratet. Der junge Mann macht eine Ausbildung zum Maurer, während seine Frau Konditorin lernt.

„Bei so vielen negativen Nachrichten in unserer heutigen Welt, ist es gut, wenn man auch mal das Gegenteil sieht“, sagte Roth und wünscht sich, dass so wie in Haßfurt, die Integration in ganz Bayern und Deutschland gelebt werde. Auch für die berufliche Zukunft Mohameds wird der Bundespolitiker versuchen, eine praktikable Lösung zu finden. So hat der Syrier zwar in seiner Heimat das Abitur gemacht, das aber in Deutschland nicht anerkannt wird. Für seine angestrebte IT-Ausbildung ist dieser Abschluss jedoch notwendig.

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