Burgpreppach

Warum die Brücke in Hohnhausen zum Problem wird

Was wird aus der Brücke über den Sabelsbach in Hohnhausen? Ein an sich nötiger Neubau kommt laut dem Entwurf eines Planungsbüros deutlich teurer, als sich Bürgermeister Hermann Niediek und seine Ratsmitglieder gedacht hätten.
Foto: Stefanie Brantner | Was wird aus der Brücke über den Sabelsbach in Hohnhausen? Ein an sich nötiger Neubau kommt laut dem Entwurf eines Planungsbüros deutlich teurer, als sich Bürgermeister Hermann Niediek und seine Ratsmitglieder ...

Eine ganze Reihe von Gästen war am Donnerstag zur jüngsten Gemeinderatssitzung ins katholische Pfarrheim in Burgpreppach gekommen. Nicht zuletzt wohl, weil die umfangreiche Tagesordnung auch die Entscheidung über die Anschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeuges für den Gemeindeteil Hohnhausen umfasste. Ebenfalls bei der Sitzung vertreten war das Ingenieurbüro Zwerne, um dem Gremium die Konzeptplanung für die Brücke über den Sabelsbach in Hohnhausen vorzustellen. Laut einem Beschluss aus dem Februar vergangenen Jahres war Bürgermeister Hermann Niediek beauftragt, sich um einen standorttreuen Neubau der Brücke zu kümmern und den entsprechenden Zuschussantrag zu stellen. Damals war man von Kosten in Höhe von rund 198 000 Euro ausgegangen.

Viel Geld für eine Brücke

Leider weit gefehlt. Denn nach Ausarbeitung der Entwurfsplanung und einer Baugrunduntersuchung stellte das Ingenieurbüro eine stattliche Mehrung der Kosten fest. Nach aktuellem Stand soll der Bau der Brücke nun mit 273 000 Euro (ohne Baunebenkosten) zu Buche schlagen. Am Ende käme man so auf über 300 000 Euro, bilanzierte Niediek. Das sei einfach zu viel. "So viel Geld für eine Brücke auszugeben – das sehe ich nicht ein", erklärte das Gemeindeoberhaupt und drängte darauf, nach einer Alternativlösung zu suchen. Da ein Zuschussantrag nur gestellt werden kann, wenn der Bau definitiv beschlossen ist, wurde diesbezüglich bisher nichts unternommen. Die Höhe der möglichen Förderung ist also ungewiss. Eine Schätzung dazu gab Andreas Dellert ab. Der Geschäftsleiter der Verwaltungsgemeinschaft Hofheim meinte, rund 200 000 Euro würden an der Gemeinde hängen bleiben. Das Gremium entschied, dass die Verwaltung genauere Angaben zur Förderung erfragen solle und man parallel dazu nach einer alternativen und vor allem günstigeren Lösung sucht.

Feuerwehr bekommt ein Fahrzeug

Bessere Nachrichten gab es für die Besucher aus den Reihen der Feuerwehr: Das Gremium gab grünes Licht für die Anschaffung eines gebrauchten Fahrzeugs für die Wehr in Hohnhausen. 11 000 Euro soll das wasserführende Fahrzeug der Marke Mercedes (Baujahr 94) mit neun Sitzplätzen kosten. Ersetzt wird hierdurch ein Tragspritzenanhänger aus dem Baujahr 1959. Doch nicht nur der Antrag der Feuerwehr Hohnhausen fand die Zustimmung des Gremiums. Auch der Antrag des TSV Burgpreppach auf Beteiligung der Gemeinde an der Anschaffung eines neuen Ballfangnetzes wurde bewilligt. Mit 1000 Euro darf der Sportverein rechnen. Das Netz hatte 4000 Euro gekostet.

Wie soll der Gutschein aussehen?

Etwas länger gestaltete sich die Diskussion um einen Geschenkgutschein. Bisher gab es für neugeborene Kinder 100 Euro zum Besuch des Kindergartens oder der Krippe in Burgpreppach. Diese Zuwendung ist mit der Beitragsentlastung durch den Freistaat hinfällig geworden. Der Beschlussvorschlag des Bürgermeisters lautete, künftig für Neugeborene einen Geschenkgutschein für den Dorfladen im Wert von 50 Euro zu verschenken. Das Gremium hielt dies jedoch für ungerecht, da so alle anderen Geschäfte in der Gemeinde unberücksichtigt blieben. Dellert machte auf den Verwaltungsaufwand aufmerksam, sollte man hier alle Gewerbetreibenden einschließen wollen. Einfach nur Geld zu geben fanden die Räte aber auch nicht zielführend. Schließlich solle das Geld in der Gemeinde bleiben. Noch in der Sitzung einigte man sich darauf, dass es bei 100 Euro bleiben solle. In welcher Form der Gutschein gestaltet wird, damit er für alle Geschäfte in der Gemeinde eingesetzt werden kann, darüber will das Gremium nochmals beraten.

Um die Legalisierung eines Holzlagerplatzes ging es in einem weitern Tagesordnungspunkt. Bereits seit Jahrzehnten wird ein Grundstück am Ortsausgang Richtung Bischwind hierfür genutzt. Knackpunkt ist, dass der Grund dem Landschaftsschutzgebiet (LSG) zugeschlagen ist. Die Fläche könnte aber durchaus für den Schutzzweck des LSG entbehrlich sein, so Niediek. Die Gemeinde beschloss einen entsprechenden Antrag auf Herausnahme der Fläche beim Landratsamt zu stellen.

Richtlinien für Freiflächen Fotovoltaikanlagen

Viele Gemeinden und Städte haben sich in der jüngsten Zeit damit befasst, Richtlinien für Freiflächen Fotovoltaikanlagen zu erstellen. Auch in Burgpreppach einigte man sich in der Sitzung darauf, entsprechende Kriterien festzulegen. So dürfen in Landschaftsschutzgebieten, Ökokatastern, Biotopen oder ähnlichem keine Anlagen errichtet werden. Es darf keine technische Überprägung des Landschaftsbildes entstehen und je Gemarkung darf die Anlage höchstens 15 Hektar umfassen. In einem ersten Schritt sollen nicht mehr als 1,5 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche des Gemeindegebiets für PV-Anlagen genutzt werden. Die Kriterien sollen in regelmäßigem Abstand überprüft und gegebenenfalls angepasst werden.

Bürgermeister dankt Gremium und Verwaltung

Abschließend dankte Bürgermeister Niediek seinen Ratsmitgliedern und der Verwaltung für die Unterstützung im fast abgelaufenen Jahr. Er ließ durchgeführte und begonnene Projekte Revue passieren und erklärte: "Ein großartiges und positives Jahr mit viel Aktivitäten und Entscheidungen liegt hinter uns und ich muss sagen, dass ich trotz der einen oder anderen Negativmeldung sehr zufrieden bin." Man könne es nicht jedem recht machen, aber insgesamt sehe er, dass es in der Marktgemeinde weiter aufwärts gehe.

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