Ziegelanger

Ziegelanger: Weingut Berninger erhält „Müller-Thurgau-Award“

Bei der Preisübergabe (von links): die Familie Berninger (Johanna, Karolin, Ute und Jürgen), die Bodensee-Weinprinzessin Lea Saible, Bürgermeister Thomas Stadelmann, die Abt-Degen-Weintal-Prinzessin Anna-Lena Werb und der fränkische Weinbaupräsident Artur Steinmann.
Foto: Günther Geiling | Bei der Preisübergabe (von links): die Familie Berninger (Johanna, Karolin, Ute und Jürgen), die Bodensee-Weinprinzessin Lea Saible, Bürgermeister Thomas Stadelmann, die Abt-Degen-Weintal-Prinzessin Anna-Lena Werb ...

Das "Abt-Degen-Weintal" ist in den letzten Jahren zu einem Geheimtipp geworden, insbesondere beim Wein. Das wird auch durch die Fränkischen Weinprämierungen immer wieder bestätigt. Nun erreichte das Weingut Berninger aus Ziegelanger beim "Internationalen Müller-Thurgau Award 2020" am Bodensee eine ganz besondere Auszeichnung und kam mit seiner 2019er Müller-Thurgau Spätlese "Bassd Scho" auf einen hervorragenden zweiten Platz.

Der "Müller-Thurgau-Preis" wurde zum 16. Mal verliehen und hat sich in der Branche inzwischen etabliert. Alljährlich werden dabei von erfahrenen Weinfachleuten in einer Blindverkostung Hunderte von Weinen von dieser Rebsorte bewertet. In einer ersten Wettbewerbsrunde werden die Weine von "Vorkosterteams", bestehend aus Gastronomen, Fachhändlern, Önologen und Fachjournalisten, degustiert. Der "Award" ist damit einer der wenigen Weinwettbewerbe, der nicht-kommerziell von Winzern für Winzer durchgeführt wird. Die sechs höchst bewerteten Weine in jeder Kategorie kommen dann in die Endausscheidung. Dabei kommen die Weine nicht nur aus den deutschen Anbaugebieten, sondern auch aus der Schweiz, Italien, Österreich oder Spanien.

Winzer Jürgen Berninger reichte dabei drei Weine ein, die alle in die "Bestenliste" kamen, darunter der 2019er Steinbacher Nonnenberg Kabinett und der 2019er Ziegelangerer Ölschnabel Spätlese. Der halbtrockene Müller-Thurgau "Bassd Scho", handgelesen aus der Lage "Ziegelangerer Ölschnabel", mit 12,5 Prozent Alkoholgehalt und einer Restsüße von 15,5 g/l kam bei den halbtrockenen Weinen der Kategorie 3 auf den zweiten Platz.

Tochter Johanna Berninger, Weinprinzessin von 2015 bis 2017, betonte, dass der Müller-Thurgau auch in Franken eine altbekannte Weinsorte sei. Er sei alles andere als ein Standard-, Schankwein oder Hausschoppen. Was ihn ausmache, komme im Namen "Bassd Scho" zum Ausdruck. "Was vielleicht anderswo im ersten Moment nicht so positiv klingt, ist das größte Lob in Franken."

Winzer Jürgen Berninger war überrascht, als die Bodensee-Weinprinzessin Lea Saible in Franken auftauchte, um dem Weingut die Urkunde zu überreichen. Mit dabei waren der Präsident des Fränkischen Weinbauverbandes, Artur Steinmann, die "Abt-Degen-Weintal"-Prinzessin Anna-Lena Werb und der Vorsitzende des Vereins "Abt-Degen-Weintal", Bürgermeister Thomas Stadelmann.

Das Weingut Berninger ist seit dem Jahr 1946 im Besitz der Familie Berninger. Opa Richard und Vater Ludwig haben es aufgebaut, bevor 1993 Sohn Jürgen mit seiner Frau Ute das Restaurant übernahm. Der gelernte Koch hat dann noch eine zweite Ausbildung zum Winzer absolviert, bewirtschaftet die Weinberge und baut den Wein auch selbst aus und füllt ihn ab.

In seinem Weingut spielt der Müller-Thurgau nach wie vor eine große Rolle und die Anbaufläche liegt bei rund 30 Prozent, genauso so viel wie beim Silvaner. Auf den übrigen Flächen werden außerdem Kerner, Bacchus und Weißer Burgunder angebaut, dazu bei den roten Weinen auch Schwarzriesling und Domina.

Auf der Flasche mit dem prämierten Wein liest man 'Bassd Scho', das höchste Lob der Franken.
Foto: Tobias Körlin | Auf der Flasche mit dem prämierten Wein liest man "Bassd Scho", das höchste Lob der Franken.
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