Haßfurt

Ausgangsbeschränkung: 545 Anzeigen in Unterfranken am Osterwochenende

Grillpartys, private Feiern und ein geöffnetes Tattoo-Studio: Die Polizei kontrollierte über Ostern die Einhaltung der Ausgangsbeschränkungen – und hatte viel zu tun.
Zahlreiche Menschen tummelten sich am Ostersonntag am Mainufer in Würzburg.
Foto: Patty Varasano | Zahlreiche Menschen tummelten sich am Ostersonntag am Mainufer in Würzburg.

Vermutlich lag es auch am schönen Wetter des Osterwochenendes: Erneut hielten sich zahlreiche Menschen in Unterfranken nicht an die in Bayern geltenden Ausgangsbeschränkungen, was die Polizei auf den Plan rief. Wie das Polizeipräsidium Unterfranken am Montag mitteilte, wurden zwischen Karfreitag und Ostersonntag 545 Verfahren gegen Personen eingeleitet, die die derzeitigen Corona-Regelungen ignorierten.

Mann ignorierte zwei Platzverweise

So löste etwa eine Streife am Sonntagabend in Obernburg (Lkr. Miltenberg) eine private Feier in einer Garage auf. Laut Polizeibericht waren dort zehn Personen im Alter zwischen 23 und 58 Jahren zusammengekommen, "um lautstark zu feiern". Die Beamten sprachen Platzverweise aus. Bereits am Samstag hatte die Polizei in Marktbreit (Lkr. Kitzingen) eine Grillparty mit rund zehn Teilnehmern beendet. Auch hier wurde gegen alle Anwesenden Anzeige erstattet.

Besonders uneinsichtig zeigte sich bereits am Karfreitag ein 36-Jähriger in Bad Neustadt (Lkr. Rhön-Grabfeld). Zunächst hatte sich der Mann am Vormittag mit einem 52-Jährigen getroffen, um Alkohol zu trinken. "Dem ausgesprochenen Platzverweis kamen beide anfänglich nach, jedoch traf die Polizei 20 Minuten später wieder auf das Duo", heißt es im Polizeibericht. Nun hatten sie es sich an einer Ampelanlage "gemütlich gemacht und genossen den Sonnenschein". Während der Ältere dem erneuten Platzverweis folgte, sorgte der 36-Jährige gegen 12.40 Uhr erneut für einen Polizeieinsatz: An einer Tankstelle wollte er Alkohol kaufen und sei dort "mit seinem aggressiven Verhalten" aufgefallen. Letztlich nahmen ihn die Beamten in Gewahrsam und brachten ihn nach Hause.

Tätowierung durfte nicht stattfinden

Unterdessen kann ein Fall aus dem Landkreis Haßberge nicht auf das schöne Wetter zurückzuführen sein: Dort sollte am Samstag in einem Tattoo-Studio ein Kunde trotz der bestehenden Betriebsuntersagung tätowiert werden. Eine Streifenbesatzung stoppte das Vorhaben. Auch hier laufen nun Ermittlungen.

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