Remlingen

Allianzmanager Gerstberger und Diener stellten sich vor

Der Markt Remlingen hat sich 2014 mit zwölf Gemeinden zu einer Allianz zusammengeschlossen, um gemeinschaftlich Probleme zu lösen und die Zukunft des ländlichen Raumes attraktiver und wettbewerbsfähig zu gestalten. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats informierten die Allianzmanagerin Julia Gerstberger und Jochen Diener als Manager für die Ökomodellregion Waldsassengau über die Projekte der Allianz.

Rückläufige Einwohnerzahlen und die drohende Überalterung stellen vor allem ländliche Regionen vor große Herausforderungen. Wie der Markt Remlingen versuchen viele Gemeinden mit Hilfe staatlicher Programme dem Trend entgegenzutreten. Die Initiativen dazu sind inzwischen vielfältig, wie die ILEK-Managerin in der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderates in Remlingen zeigte.

Strategie zur Baulandaktivierung

Bürgermeister Klaus Elze gab einen kurzen Rückblick auf die Arbeit der "Allianz Waldsassengau im Würzburger Westen e. V.". Unter dem Vorsitz von Hans Fiederling (Waldbrunn) wurde ein Integriertes Ländliches Entwicklungskonzept (ILEK) mit Analyse und gemeinsamer Strategie ausgearbeitet. Ein großer Erfolg, so Julia Gerstberger, seit April 2018 Managerin der Allianz Waldsassengau. Die Diplom-Geografin Gerstberger stellte dem Gremium die Strategie zur Baulandaktivierung vor, bei der auch der Markt Remlingen eine von sieben untersuchten Modellkommunen ist.

So ist Gerstberger damit beschäftigt, Leerstände und Siedlungsbrachen in Remlingen zu erfassen. Der daraus entstehende Datenbestand soll später dabei helfen, ungenutzte Flächen und Gebäude erfolgreich zu aktivieren. "Projekte gibt es viele", wie die Geografin ausführte. So sei die gemeinsame Einführung eines Informationssicherheitsmanagement-Systems auf den Weg gebracht. Hier wurde, wie Gerstberger informierte, auch von Seiten der Regierung von Unterfranken Unterstützung in Aussicht gestellt. Weitere Themen seien der Ausbau des Freizeitwegenetzes, Hausärztesicherung und die Mobilitätsverbesserung.

Zusammenlegung von Standesämtern oder Bauhöfen möglich

Der Rahmen für derartige Projekte ist weit gesteckt. In der Allianz Waldsassengau gilt die Zusammenarbeit bei den gemeindlichen Pflichtaufgaben als ein Schwerpunkt. Die Zusammenlegung von Standesämtern oder die gemeinsame Nutzung eines Bauhofs oder Lösungsansätze bei den Kläranlagen etwa könnten kleinen Gemeinden mit ihren begrenzten finanziellen Ressourcen helfen. Ein gemeinsamer Veranstaltungskalender und ein Newsletter informieren alle Bürger über Neues, Altes und Interessantes in den verschiedenen Gemeinden.

Auch Jochen Diener, Projektmanager der Öko-Modellregion, stellte seine Arbeitsschwerpunkte vor. Projekte sind etwa Informationstagungen, die jährliche Fahrradtour und die Unterstützung der Landwirte bei der Entscheidungsfindung. Diener lud zum Tag der Ökomodellregion ein, der in diesem Jahr am 15. September in Remlingen stattfinden wird.

Elze informierte auch, dass im Herbst in Zusammenarbeit mit dem Obst- und Gartenbauverein eine größere Anzahl Obstbäume auf gemeindlichen Flächen gepflanzt werden soll. Ob es hier Baumpaten geben wird oder ob das Obst direkt vom Verein vermarktet und verwertet werden soll, sei noch nicht entschieden.

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