Lohr

"Der Himmel ist in Franken"

Großer Andrang: Staatsminister Markus Söder (unterm Schirm) eröffnete am Sonntagnachmittag das Himmelstadter Weihnachtspostamt unter den Augen vieler Zuschauer. In der Menge mit dabei (von links) Landtagsabgeordneter Thorsten Schwab, die Klinikclowns Nudel und Jojo, der Nikolaus (Reinhard Lamprecht), der Himmelstadter Weihnachtsengel (Alina Kuhn) und neben Söder der Knecht Rupprecht (Heinz Pappenberger) sowie Bürgermeister Gundrum Gehrsitz und „Weihnachtspostminister“ Werner Scheller.
Foto: Jürgen Kamm | Großer Andrang: Staatsminister Markus Söder (unterm Schirm) eröffnete am Sonntagnachmittag das Himmelstadter Weihnachtspostamt unter den Augen vieler Zuschauer.

„Für mich ist es ab heute offiziell“, sagte Markus Söder auf der Bühne: „Der Himmel ist in Franken.“ Der bayerische Minister für Finanzen, Landesentwicklung und Heimat war am Sonntag der Ehrengast zur Eröffnung des 30. Himmelstadter Weihnachtsamtspostamtes.

Lag es an den beiden anderen Ehrengästen, Jojo und Nudel von den Klinikclowns Würzburg, die die Leiterin des Weihnachtspostamtes Rosemarie Schotte für die Kinder mitgebracht hatte, dass der Mittelfranke Markus Söder recht locker drauf war? „Wenn ich gewusst hätte, dass das in Arbeit ausartet“, scherzte er beim fotogerechten Setzen des Ersttagsstempels. Andererseits kamen die Organisatoren dem hohen Gast vielfach entgegen, ließen auch wegen des Regens die Kutschen vom Rathaus statt von der anderen Mainseite aus losfahren und starteten das offizielle Eröffnungsprogramm eine Viertelstunde früher.

Dort ging es Minister Markus Söder wie allen Ehrengäste der vergangenen Jahre: Er musste erst einmal warten, weil die Bühne den Kindern gehörte. Die Zweitklässler der Himmelstadter Volksschule zeigten zusammen mit Doris Weise und Musiklehrer Manfred Feser-Lampe ihren Weihnachtsrap

„Weihnachten ist in diesen Wochen überall, wo sich Menschen versammeln um gemeinsam zu feiern und Freude zu verbreiten“, sagte Himmelstadts Bürgermeister Gundrum Gehrsitz zur Begrüßung. Es freuten sich alle sehr darüber, dass der Bayerische Heimatminister den Weg in die Heimat des einzigen bayerischen Weihnachtspostamtes gefunden habe.

1,2 Millionen Briefe in 30 Jahren

Das Weihnachtspostamt und die daraus entstanden Himmelstadter Weihnachtserlebnisse seien eine Erfolgsgeschichte. In 30 Jahren seien rund 1,2 Millionen Briefe aus 118 Ländern der Welt von vielen ehrenamtlichen Helfern beantwortet worden. Dahinter stünden neben der Gemeinde und der Deutschen Post seit 22 Jahren Rosemarie Schotte als Leiterin und seit einiger Zeit auch Jutta und Reinhard Steinmetz als Organisatoren der Weihnachtserlebnisse. „Mit Briefen ans Christkind vergeht das Warten auf Weihnachten wie im Flug“, schloss Gehrsitz.

Minister Söder sparte in seinem Grußwort nicht mit Pointen. Mit Blick auf die Clowns meinte er, in München gebe es auch auch Komödianten – aber wenige Engel. Das einzige bayerische Weihnachtspostamt beweise einmal mehr: „Franken ist halt doch etwas ganz Besonderes.“ Als Kind habe er sich immer gefragt, wie es das Christkind schaffe, seine Wünsche zu erfüllen. Jetzt gebe es dieses wundervolle Weihnachtspostamt. Seine Kinder hätten ihm gesagt, man könne ja gleich eine Vorratsliste für nächste Jahr anfügen, das Christkind speichere das bestimmt.

Er könnte noch eine Rede zur tieferen und langfristigen Bedeutung der Adventszeit von etwa einer Stunde halten, sagte Söder, aber das wolle er den Kindern nicht antun. In seiner Kindheit habe er mal derart lange Reden erlebt, dass er Angst bekam, es wäre schon bald Silvester.

Zum Ende wurde der Minister noch einmal ernst: „Auch wenn es manchen in der Welt gibt, dem es nicht gefällt, dass wir friedlich Weihnachten feiern, sollten wir uns ganz besonders und gerade deswegen zu unseren Werten, zu unserem Leben, bekennen.

Himmelstadt als Regierungssitz?

Moderator Richard Steinmetz machte Söder daraufhin Himmelstadt als Regierungssitz schmackhaft. Allerdings seien einige Regierungssessel hier schon besetzt. Etwa mit Rosemarie Schotte, der Leiterin des Weihnachtspostamtes. Sie grüßte besonders die Kinder hier und in der ganze Welt und wünschte allen Menschen ein friedliches Fest. Dankeswort richtete sie an alle, die sich für das Gelingen des Weihnachtspostamtes stark machen und alles geben, um die Briefe zu beantworten, nötigenfalls Trost und Hoffnung zu spenden. Gemeinsam schafften es die Deutsche Post, die Gemeinde und das Briefbeantworterteam, Kindern und Eltern jedes Jahr ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

Das gelang auch den Klinikclowns Jojo und Nudel mit allerlei Witzen über Haustiere im Allgemeinen, ein Eichhörnchen und den Himmelstadter Goiker im Besonderen.

Der Himmelstadter Weihnachtsengel alias Alina Kuhn sagte in seinem Prolog, auch in fernen Ländern wisse man, dass das Christkind in Himmelstadt ein offenes Ohr hat.

„Wir haben 30 Jahre durchgehalten und wir machen weiter“, bekräftige Weihnachtspostamtsminister Werner Scheller und bestellte Grüße vom Konzernvorstand der Deutschen Post: „Die freuen sich, dass jedes Jahr in Himmelstadt noch mehr die Post abgeht in jedem Sinne.“

Ein Frohes Fest wünschten der Nikolaus samt Knecht Rupprecht allen Kindern, bevor sie zusammen mit dem Weihnachtsengel kleine Geschenke in Form von Süßigkeiten an die Kinder verteilten.

Weihnachtsrap: Mit bunten Tüchern und Tanz peppten die Himmelstadter Zweitklässler ihren Sprechgesang zur Eröffnung des Weihnachtspostamts auf.
| Weihnachtsrap: Mit bunten Tüchern und Tanz peppten die Himmelstadter Zweitklässler ihren Sprechgesang zur Eröffnung des Weihnachtspostamts auf.
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