"Das ist eine Erfolgsgeschichte", freute sich Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder nach dem Bericht über den Stadtbusbetrieb durch Christian Brand, den Leiter des Ordnungsamtes, am Donnerstagabend im Stadtrat. Sie räumte jedoch gleich ein: "Aber nur, weil die Stadt die entsprechenden Mittel hat und dafür einen sechsstelligen Betrag im Haushalt einstellt." Aktuell liegt der Zuschussbedarf bei rund 130 000 Euro im Jahr.
Ab Dezember wird der Stadtbus sogar elektrisch fahren. Die Vergabe des Betriebs erfolgte in der Ratssitzung zum Angebotspreis von 179 542 Euro an die Hafenlohrer Firma Grasmann. Unabhängig von dieser Ausgabe und dem Zuschussbedarf der Stadt bleibt eines laut Brand klar: "Der Tarif des Stadtbusses wird nicht erhöht." Die Entwicklung der Fahrgastzahlen, die seit 2014 an Stichtagen registriert werden, sei positiv. Fuhren 2014 mittwochs noch durchschnittlich 182,3 Personen und samstags 55,5 Personen mit dem Bus, so sind es jetzt mittwochs 225 und samstags 64.
Ändern wird sich etwas auf der Süd-Linie, kündigte Brand an. So entfallen die Haltestellen "Südring" und "Jugendzentrum", die Haltestelle "Lehmgruben" kommt neu hinzu und die Haltestelle "Neuer Friedhof" wird direkt zum Friedhof umgesetzt. Etwas zu leiden hatte der Busverkehr in diesem Jahr unter den Baustellen, so etwa am Baumhof oder in der Obertorstraße. Das geht zunächst so weiter, denn die aktuelle Baustelle an der Kreuzung Südring beeinflusst den Verkehrsfluss deutlich. Brand kündigte schon jetzt mal vorsorglich an: "Insbesondere bei der Sperrung des dritten Bauabschnitts am Südring sind Umleitungen und damit verbundene Verspätungen, auch zu den Schulen, nicht ganz vermeidbar."