Rieneck

Die Rienecker Göikel spielten ihre Rolle mit Bravour

Das Aufnahmeteam des BR und die Darsteller vom RFK besprechen den Ablauf der kleinen Show auf dem Schulhof.
Foto: K-H. Wiesenfelder | Das Aufnahmeteam des BR und die Darsteller vom RFK besprechen den Ablauf der kleinen Show auf dem Schulhof.
Gelassen und fast routiniert spielten die Hähne Markus I. und Horst I. ihre Rolle und beäugten verwundert das Geschehen.
Foto: K-H. Wiesenfelder | Gelassen und fast routiniert spielten die Hähne Markus I. und Horst I. ihre Rolle und beäugten verwundert das Geschehen.

Mit dem "tierischen Prinzenpaar" Horst I. und Markus I. hatte das Rienecker Fasenachts Komitee im Vorfeld seiner zwei Prunksitzungen für einigen Wirbel gesorgt. Das bayerische Fernsehen berichtete, mehrere Tageszeitungen, darunter sogar die Süddeutsche Zeitung, verfassten darüber Berichte und Glossen.

Bei dem Göiker-Pärchen handelt es sich um zwei fast eineinhalb Jahre alte Hähne, die zunächst als "erstes gleichgeschlechtliche Prinzenpaar" in Rieneck tituliert wurden. Dies wurde dann korrigiert, denn vor rund 30 Jahren waren bereits die Damen Rosl und Agnes mangels anderer Bewerber bei den Prunksitzungen als Prinz und Prinzessin eingesprungen.

Die Idee mit den zwei Hähnen, anspielend auf den Zank vom früheren Ministerpräsidenten Horst Seehofer und dem heutigen Markus Söder, hatten Bürgermeister Wolfgang Küber und Sitzungspräsidentin Karin Ullrich bei den Planungen zum Fasenachtsstart 11.11. Während der zwei  Prunksitzungen waren die jungen Hähne natürlich zuhause in ihrem Stall und nur in Pappe als Dekoration im Saal der Turnhalle. Und jetzt trat das Bayerische Fernsehen nochmals an das RFK heran und machte den Vorschlag, einen weiteren Dreh mit den Hähnen und einer Schar Narren in Rieneck aufzuzeichnen.

"Der Sinn ist, diese wirklich pfiffige Idee mit den Streithähnen Horst und Markus nochmals zu beleben und in einer weiteren Aktion vorzustellen", so Josef Lindner vom Studio Mainfranken des BR, der mit Kameramann und Tonmeister angereist war. Als "Schauspieler" wurden neben Bürgermeister und Sitzungspräsidentin noch der Elferrat, Präsidiumsmitglieder und die Mädchen der Prinzengarde aktiviert, und um 11 Uhr erschallte für eine Stunde vom Schulhof hoch über Rieneck ein kräftiges "Rieneck - Helau!" über die Dächer des Städtchens. Auch ertönte aufgeregtes Hahngegackere, denn so einfach machten es die zwei Hähne zunächst dem Aufnahmeteam und dem Besitzer nicht, sie aus ihrem vertrauten Käfig auf den Laufsteg mit rotem Teppich zu kriegen.

Die Gardemädchen bildeten ein buntes Spalier, dazu noch sicherheitshalber eine dünne Drahtabsperrung links und rechts, aber am Ende des Laufstegs wartete ja ein Teller mit lockenden Körnern. Aber die Hähne schauten zwar zunächst ziemlich verwundert, doch dann marschierten sie vorsichtigen Schrittes gemächlich die etwa zehn Meter zum neuen Stall mit dem Futter, hinter ihnen auf Knien Regisseur und Kameramann. Große Erleichterung herrschte, als das geschafft war, doch der Redakteur des BR-Fernsehens war noch nicht ganz zufrieden nach Studieren der Aufnahme, und so gings nochmals von vorne los. Doch auch das meisterten die Komparsen mit den Hähnen erneut prima, und der kurze, wohl nur zweiminütige Film war im Kasten.

Der Beitrag wird am kommenden Freitagabend im BR 3 in der Abendschau gesendet, kurz nach 18 Uhr, wie Josef Lindner erklärte, sozusagen als närrische Einstimmung auf die ab 19 Uhr folgende Sendung "Fasenacht in Franken".

Einen weiteren Auftritt haben die inzwischen "berühmten Hähne" aus Rieneck am Fasenachtsdienstag beim Rienecker Fasenachtszug, wo sie dann in echt und sicher vielbestaunt zur Attraktion in einer Motivgruppe werden. Als "pfiffige Idee" zur Fasenachtseröffnung beim Rathaussturm vorgestellt, haben Horst I. und Markus I. für viel Schlagzeilen, Medienberichte und Keiler-Glossen gesorgt, aber auch für Spaß bei den beteiligten Narren und dem Besitzer der Hähne, Bürgermeister Wolfgang Küber, der jetzt zwei kleine Fernsehstars in seinem Stall hinter dem Haus hat.

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