Gössenheim

Gössenheim fördert Bauen und Leben im Altort mit bis zu 10.000 Euro

Die erste Maßnahme zur Beseitigung von Leerständen im Altort bezuschusst die Gemeinde Gössenheim jetzt mit bis zu 10 000 Euro. In der Simonsgasse soll ein seit 15 Jahren nicht mehr genutztes Wohnhaus abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden.
Foto: Herbert Hausmann | Die erste Maßnahme zur Beseitigung von Leerständen im Altort bezuschusst die Gemeinde Gössenheim jetzt mit bis zu 10 000 Euro.

Über einem gemeindlichen Zuschuss von bis zu 10 000 Euro kann sich ein Ehepaar freuen, das in Gössenheim der Simonsgasse ein seit 15 Jahren leer stehendes Haus abreißen und an gleicher Stelle ein neues Wohnhaus bauen will. Der Gemeinderat gab in seiner ersten Sitzung des neuen Jahres grünes Licht für den Antrag der Eheleute, die mit Gesamtkosten von rund 300 000 Euro rechnen.

Die Gemeinde Gössenheim will die Leerstände im Ortskern beseitigen und somit wieder mehr Leben ins Zentrum bringen. Dazu hatte sie zusammen mit anderen Orten der Allianz MainWerntal ein entsprechendes Förderprogramm zur Aktivierung von Leerständen und Baulücken in den Altorten aufgelegt. Dieses trägt nun erste Früchte.

Anfang des 20. Jahrhunderts war das Gebäude einst auf dem Grundstück Flurnummer 80 in der Simonsgasse errichtet worden. Seit rund 15 Jahren war es jedoch nicht mehr bewohnt worden. Durch diese lange Zeit ohne Nutzung ist "eine Renovierung oder Sanierung leider nicht mehr möglich", teilten die Eigentümer der Gemeinde mit. Deshalb bleibt für sie nur noch ein Abriss des alten Gebäudes und ein Neubau an gleicher Stelle. Die benötigte Abrissanzeige reichten sie gleich mit ein bei der Gemeinde.

Sowohl die Kosten für den Abriss des alten Gebäudes, die Entsorgung des Bauschutts sowie die Kosten für den Wohnhausneubau sind damit förderfähig, teilte das Bauamt der Verwaltungsgemeinschaft Gemünden nach Prüfung des Antrags der Gemeinde Gössenheim mit. Grundsätzlich beträgt die Förderhöhe 30 Prozent nachgewiesenen Sanierungskosten, maximal jedoch bis zu 10 000 Euro je Anwesen. Allerdings muss das Gebäude mindestens fünf Jahre lang so genutzt werden, wie es in den Antragsunterlagen geplant war. Ausgezahlt wird der Förderbetrag, wenn die Antragsteller die Rechnungskopien, einen Grundbuchauszug sowie eine Meldebestätigung über den Einzug bei der Gemeinde vorgelegt haben.

Zahl der Fledermäuse auf der Burg hat zugenommen

Die Fledermauspopulation auf der Burgruine Homburg hat wieder leicht zugenommen, berichtete Bürgermeister Klaus Schäfer in der Sitzung. Nach einem Bericht des Fledermausbeauftragten wurden zuletzt 18 Fledermäuse im Keller der Burgruine gezählt. Drei verschiedene Arten haben derzeit dort ihr Winterquartier. Beobachtet werden die Fledermäuse seit dem Jahr 1992. Ab 1995 konnte jeweils eine Steigerung festgestellt werden.

Einen Antrag des Schülers Simon Bald aus Sachsenheim auf Einrichtung eines Fußgängerüberwegs hatte der Gemeinderat in seiner Sitzung im Dezember behandelt und zur weiteren Bearbeitung an das Landratsamt Main-Spessart gerichtet. Von dort kam jetzt allerdings ein ablehnender Bescheid. In der Begründung steht, dass für einen Fußgängerüberweg mindestens 100 Personen pro Stunde erforderlich sind, die die Straße in diesem Bereich queren wollen.

Starker Umleitungsverkehr über Gössenheim 

Gestellt worden war der Antrag des Schülers, als im Bereich der Bergstraße in Gemünden diese vollkommen gesperrt war und die Stadt Gemünden den Stadtteil Adelsberg nahezu komplett abgeriegelt hatte. Somit musste neben dem Schwerlastverkehr auch der gesamte Pkw-Verkehr aus dem Bachgrund nach Gemünden und umgekehrt über Gössenheim und Sachsenheim umgeleitet werden. Dasselbe droht nun wieder am dem Monat April bis wahrscheinlich zum Jahresende, wenn der zweite Abschnitt der Bergstraße erneuert wird. Zusammen mit den Bauverantwortlichen will die Gemeinde Gössenheim rechtzeitig vor dem Baubeginn nach einer Lösung suchen, die Belastung der Gemeinde im erträglichen Rahmen zu gestalten.

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