Neubrunn

"Hennen rennen": Betriebsbesichtigung bei Familie Dengel

Rund 700 Legehennen hält Familie Dengel in ihrem Bio-Betrieb 
Foto: Jochen Diener | Rund 700 Legehennen hält Familie Dengel in ihrem Bio-Betrieb 

Große Aufregung bei den Freilandhennen von Familie Dengel, als sich die Besuchergruppe dem mobilen Zaun nähert. Trotz zunehmender Dämmerung sind die rund 700 Bio-Hennen noch draußen unterwegs und machen dem Titel der Info-Veranstaltung "Hennen rennen" alle Ehre, hieß es in einer Pressemeldung der Öko-Modellregion Waldsassengau. Diese hatte zu einer Betriebsführung und zum Dialog mit der Landwirtschaft vor Ort eingeladen.

Neben Gemeinderatsmitgliedern nutzten interessierte Landwirte und Verbraucher das Angebot, den Naturland-Betrieb von Familie Dengel in Neubrunn näher kennenzulernen. Im Jahr 2018 stellte Peter Dengel, der den Betrieb zusammen und gleichberechtigt mit seiner Tochter Yvonne Dengel leitet, von konventioneller Landwirtschaft auf Bio-Landbau um. Er habe seine Entscheidung bisher noch keinen Tag bereut und betrachtet das Wirtschaften nach den ökologischen Richtlinien als positive Herausforderung. Yvonne Dengel erweiterte den Betrieb um die Legehennenhaltung. In mobilen Hühnerställen leben laut der Pressemeldung mittlerweile 700 Hennen und einige Hähne.

Der Absatz der Eier und anderer Eier-Produkte läuft über den Ab-Hof-Verkauf sowie über diverse Wiederverkäufer in Würzburg, Wertheim und Umgebung. Laut der Pressemeldung ist die Wertschätzung für ihre Bio-Produkte groß. Auch in der Diskussion mit den Teilnehmern der Besichtigung sei deutlich geworden, dass es genau auf diese Wertschätzung der Lebensmittel und letztlich der Arbeit der Landwirte ankommt. "Wir Landwirte ernähren euch", betonte Yvonne Dengel laut der Pressemeldung bei der Betriebsbesichtigung und appelliert an die Verbraucher, sich ihrer Verantwortung an der Ladentheke bewusst zu sein.

Dass der ökologische Landbau betriebswirtschaftlich funktioniere, liege indes vor allem an den Fördermitteln, ohne die es nicht gehen würde, wie Peter Dengel feststellte. Allerdings seien aus seiner Sicht nicht die Bio-Preise zu hoch, sondern die konventionellen Preise zu niedrig.

Gespräche und Diskussion zwischen Landwirten und Gesellschaft zu fördern, sei ein zentrales Ziel der hiesigen Öko-Modellregion, dazu brauche es offene Höfe sowie interessierte Verbraucher, resümierte laut der Pressemeldung Projektmanager Jochen Diener bei der Veranstaltung.

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