Karlstadt

Karscht macht mobil: Radfahrer und Fußgänger sind keine Minderheit

In einer Stellungnahme verteidigt Verena Frey den Einsatz ihrer Initiative für mehr Fahrrad- und Fußgängerfreundlichkeit in Karlstadt.
'Karscht macht mobil' setzt sich  für die Interessen von Radlern und Fußgängern ein. (Symbolbild)
Foto: Christian Kitz | "Karscht macht mobil" setzt sich  für die Interessen von Radlern und Fußgängern ein. (Symbolbild)

Verena Frey von "Karscht macht mobil" nimmt wie folgt Stellung zu dem in dieser Zeitung erschienen Leserbrief von Thomas Obert zur  Gestaltung des Verkehrs in Karlstadt: "Danke für die kritische Stimme! Eine lautstarke Meldung ist konstruktiver als stillschweigende Unzufriedenheit." Dennoch widerspricht Frey dem Leserbriefschreiber, der strikt dagegen ist, den Autoverkehr weiter einzuschränken. Als ersten Punkt führt Frey an, dass das Verkehrssystem zwar gut sei - aber nur aus Sicht der Autofahrenden.

Ihr zufolge handelt es sich bei "Zufußgehenden und Radfahrenden" auch nicht um eine Minderheit, zumindest nicht in der Kernstadt Karlstadts. Als Beispiele dafür nennt sie Kinder und Jugendliche, Ältere oder Menschen mit Einschränkungen, die nicht (mehr) mit dem Auto, sondern dem Rollator, Rollstuhl oder dem Elektromobil unterwegs sind sowie Eltern, "die ihre Kinder nicht mit dem Auto chauffieren wollen".

1300 Parkplätze rund um Altstadt müssen reichen

Frey sagt weiter: "Uns ist natürlich bewusst, dass Personen aus dem Umland meist auf das Auto angewiesen sind – viele Eußenheimer, Stettener, Wiesenfelder zum Beispiel. Klar ist aber doch auch, dass genau die auf das Auto angewiesenen Menschen ebenso davon profitieren, wenn andere mit dem Rad fahren oder zu Fuß gehen. Wenn Karschter aus der Kernstadt, aus Mühlbach, Laudenbach und Karlburg kürzere Strecken mit dem (Lasten-)Rad fahren oder zu Fuß unterwegs sind, bleiben mehr Parkplätze für alle anderen frei." Weniger Autoverkehr auf den Straßen sei daher nicht nur für das Klima, sondern für alle am Verkehr Teilnehmenden gut. Die 1300 Parkplätze rund um die Altstadt sollten dann mehr als ausreichen, so Verena Frey.

Die "Karschter Innenstadt" soll lebendig bleiben, betont sie. "Es sollte uns allen ein Anliegen sein, den ortsansässigen Handel zu unterstützen. Jeder, dem die Bedeutung der Nahversorgung bewusst ist, kommt nach Karscht zum Einkaufen – so oder so. Wer es bevorzugt, bequem vom Sofa aus Amazon zu unterstützen, tut das auch – so oder so", meint Frey.

Karscht macht Mobil wolle zwar "weg von der rein autogerechten Stadt". Dabei soll sich jedoch "niemand überfahren fühlen". Das Ziel ist laut Frey ein Verkehrssystem, in dem sich alle "respektiert und gleichberechtigt fühlen und ohne Angst mobil sein können".

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