Rothenfels

Kindergarten wird schnell teurer als gedacht

Hier sollen an das Bestandsgebäude der Anbau für den Kindergarten und die Spielfläche für 74 Kinder entstehen.
Foto: Susanne Feistle | Hier sollen an das Bestandsgebäude der Anbau für den Kindergarten und die Spielfläche für 74 Kinder entstehen.

In der jüngsten Rothenfelser Stadtratssitzung waren Bernd Müller und Bernhard Straub vom Architekturbüro bma aus Rothenfels zu Gast und berichteten vom aktuellen Stand des Bauvorhabens "Umbau und Erweiterung des ehemaligen Raiffeisenbankgebäudes in eine Kindertagesstätte" in Bergrothenfels. Die geplante Einrichtung wird für 74 Kinder, davon 50 Regel- und 24 Krippenkinder, ausgelegt.

Das Bestandsgebäude bleibt von außen weitgehend unberührt. Nebendran kommt ein Treppenturm, der aufgrund der Abstandsregeln ein abgerundetes Dach hat und nach hinten ein Anbau, der laut Müller recht kompakt sein wird.

Die Gesamtsumme liegt im Moment bei 2,87 Millionen Euro. Die Kostenschätzung lag im August noch bei 2,61 Millionen Euro. Enthalten sind bereits der Kaufpreis von Gebäude und Grundstück, sowie die Außenanlagen und Spielgeräte.

Auf Nachfrage erklärte Müller, dass auch die jetzt genannte Summe keine endgültige Kostenberechnung darstellt, da Teilbereiche wie die "Haustechnik" noch eine Kostenschätzung sind.

Markus Zinßer vom gleichnamigen Ingenieurbüro aus Marktheidenfeld war ebenfalls zu Gast und erläuterte, was im Gewerk Heizungs- Lüftungs- und Sanitärinstallation enthalten ist. So wird von Öl- auf Pelletheizung umgestellt und es wird künftig eine dezentrale Lüftung eingesetzt.

Er erklärte, warum es so schwierig ist, eine genaue Berechnung zu erstellen: "Das ist wie ein Blick in die Glaskugel. Auf manche Ausschreibungen kommen gar keine Angebote zurück. Vieles muss in die zweite Runde und mit jeder Runde steigt der Preis".

Die Sorge mancher Ratsmitglieder, dass die Gesamtsumme dann ja auch schnell bei 2,9 oder gar drei Millionen liegen könnte, bestätigte sich noch während der Sitzung. Denn das Einzige, was man im Moment einsparen könnte, wenn auch laut Zinßer sehr ungerne, wären die Lüftungsgeräte im Bestandsgebäude für rund 50 000 Euro, da die Räume hier nicht dauerhaft besetzt sind. Allerdings erklärte Zinßer, dass man dann ein Lüftungskonzept benötigen würde und jemand die Verantwortung übernehmen müsste, dass beispielsweise im Bistro alle 20 Minuten für drei bis zehn Minuten gelüftet wird – auch im Winter. "Ein sehr sensibles Thema, gerade in der jetzigen Zeit", so Zinßer.  

Die Meinungen der Ratsmitglieder ging hier auseinander. Eines meinte:  "Es kann da ruhig gelüftet werden" und ein anderes: "Die haben doch andere Aufgaben, als dauernd zu lüften". Und eines brachte es auf den Punkt: "Bei dieser Bausumme kommt es auf diese Lüftungen jetzt wirklich auch nicht mehr an". Dem schloss sich auch Bürgermeister Michael Gram an: "Das wär die falsche Ecke, an der wir sparen."

Als die Tendenz doch dazu überging, die Lüftungsgeräte auch im Bestandsgebäude mit reinzunehmen, schaltete sich Straub kurz ein und erklärte, dass in der genannten Summe aber diese 50 000 Euro aktuell nicht mehr mit einberechnet sind. Und schon war man bei den kurz vorher angesprochenen 2,9 Millionen Euro.

Nach einem kurzen Raunen entschied der Rat mit einer Gegenstimme trotzdem für die Lüftungsgeräte und einstimmig für die aktuellen Planungen. Diese werden jetzt bei der Regierung eingereicht und dann wird man auch mehr über die Förderungen erfahren.

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