Karlstadt

Neue Kreuzwertheimer Mainbrücke als länderübergreifendes Projekt

Der Landkreis kann leicht zustimmen: Die Investition in den Neubau tragen andere. Und es gab hinsichtlich von Straßenbaukosten noch weitere erfreuliche Zahlen im Ausschuss.
Nicht vor 2024 wird mit dem Ersatzneubau für die alte Mainbrücke zwischen Kreuzwertheim und Wertheim begonnen werden.
Foto: Birger-Daniel Grein | Nicht vor 2024 wird mit dem Ersatzneubau für die alte Mainbrücke zwischen Kreuzwertheim und Wertheim begonnen werden.

16 Jahre nachdem die (alte) Mainbrücke zwischen Wertheim und Kreuzwertheim zur Kreisstraße (MSP 32) abgestuft wurde, zeichnet sich ein Ersatzneubau ab. Wie der Fachbereichsleiter Tiefbau am Landratsamt, Markus Krämer, im zuständigen Ausschuss des Kreistages erklärte, ist dieser aufgrund der Defizite der Brücke im Sonderlastfall "Schiffsanprall" nötig. Er sei damit Pflicht des staatlichen Bauamts Würzburg als früheren Baulastträger. Der Landkreis ist in der komfortablen Situation, nur dem Abschluss einer Verwaltungsvereinbarung zustimmen zu müssen, was der Ausschuss erwartungsgemäß tat.

Der Ersatzneubau erfolgt als Gemeinschaftsprojekt von Bayern und Baden-Württemberg mit Kostenbeteiligung der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes sowie der Stadt Wertheim und dem Markt Kreuzwertheim. Die Kommunen bezahlen dabei die Straßenbeleuchtung.

Neben der Verwaltungsvereinbarung zwischen allen Beteiligten ist ein Staatsvertrag zwischen Baden-Württemberg und Bayern nötig, der auch die rechtlichen Details der Planung regelt. Im Planfeststellungsverfahren kann die Regierung von Unterfranken als Genehmigungsbehörde dadurch mit bayerischen Recht auch Baurecht für Baden-Württemberg schaffen.

Das Straßenbauamt Aschaffenburg arbeitet schon an den Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren, das aber mindesten zwei Jahre dauern wird. Baubeginn ist deshalb nicht vor 2024, erwartet werden zweieinhalb Jahre Bauzeit.

Kreuzung bei Altfeld vor dem Abschluss

Schon so gut wie fertig ist dagegen der Umbau der Kreuzung zwischen der B8 und der Kreisstraße MSP 31 bei Altfeld. Er war wegen der gestiegenen Verkehrsbelastung und dem neuen Gewerbegebiet "Sollershöhe" der Stadt Marktheidenfeld nötig und erfolgte durch das staatliche Bauamt Würzburg. Wie der Ausschuss informiert wurde, entfallen auf dem Landkreis aufgrund des günstigen Ausschreibungsergebnisses rund 332 000 Euro an Baukosten, die Kostenberechnung hatte bei 389 500 Euro gelegen. Abzüglich 125 000 Euro Zuschuss (nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz) muss der Kreis 207 000 Euro aus seinem Haushalt aufbringen, eingestellt wurden vorsorglich sogar 600 000 Euro.

"Wie kommen die Patienten aus Hofstetten zu ihren Hausärzten in Gemünden", fragte Kreisrat Gerhard Thumes,  als es um die Auftragsvergabe für Deckenbauarbeiten auf der Kreisstraße MSP 11 zwischen Hofstetten und Gemünden ging. Auch der Notarzt aus Gemünden werde in der Bauzeit nicht nach Hofstetten fahren können. Darauf antwortete Markus Krämer, der Rettungsdienst und die integrierte Leitstelle würden selbstverständlich über die verkehrsrechtliche Anordnung informiert. Landrätin Sabine Sitter verwies auf die Helfer vor Ort-Gruppe in Hofstetten.

Den Auftrag erhielt die Firma Gebrüder Stolz aus Hammelburg für rund 95 800 Euro. Kreisrat Horst Wittstadt fragte nach den geschätzten Kosten, dieses lagen für das 1600 Meter lange Straßenstück mit 185 000 Euro fast doppelt so hoch. Das gilt auch für die Deckenbauarbeiten zwischen dem Gewerbegebiet Wiebelbach und Röttbach auf 1500 Metern der MSP 32, für die der Auftrag an die Firma Strabag aus Schwarzach für 90 220 Euro vergeben wurde, die geschätzten Kosten lagen bei 180 000 Euro. Vorgesehene Bauzeit für beide Deckenerneuerung (mit Sperrung der Strecke) ist vom 25. Mai bis 4. Juni. 

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