Marktheidenfeld

Stadtrat Marktheidenfeld diskutiert Resolution zum Krankenhaus

Die proMAR-Fraktion wünscht sich vom "Masterplan" des Klinikums Main-Spessart konkretere Aussagen zur Nachnutzung des Krankenhauses. Am Donnerstag ist das Thema im Stadtrat.
Was passiert mit dem Krankenhaus in Marktheidenfeld? proMAR wünscht sich dafür klare Ansagen vom Landkreis.
Foto: Joachim Spies | Was passiert mit dem Krankenhaus in Marktheidenfeld? proMAR wünscht sich dafür klare Ansagen vom Landkreis.

Der Masterplan für das Klinikum Main-Spessart ist noch nicht im Kreistag diskutiert und wirft doch schon Fragen auf. Coronabedingt wurde die Beratungen im Klinikausschuss des Landkreises, die eigentlich am vergangenen Montag stattfinden sollten, verschoben. Diesen Aufschub will die Marktheidenfelder Stadtratsfraktion von proMAR nun nutzen: In einem Antrag, der der Redaktion vorliegt, fordert sie die Stadt auf, die Nachnutzung des Marktheidenfelder Krankenhauses baldmöglichst auf die Tagesordnung zu setzen."Die Stadt sollte nicht zum Spielball des Landkreises werden", begründet proMAR-Fraktionsvorsitzender Heinz Richter den Vorstoß.

"Der Stadtrat der Stadt Marktheidenfeld fordert den Landkreis [...] auf, den vorgelegten Masterplan 2025 bezüglich der Nachnutzung des Krankenhauses Marktheidenfeld zu konkretisieren", ist der Wortlaut der Resolution, die proMAR vorschlägt. Außerdem soll der Landkreis festlegen, dass im ehemaligen Krankenhaus eine Einrichtung geschaffen wird, die "vorklinische Aufgaben der ärztlichen Versorgung" übernimmt und außerhalb der üblichen Sprechzeiten geöffnet ist. Dafür sollen Mittel im Haushalt eingestellt werden; eine Abstimmung über den Masterplan soll erst erfolgen, wenn die Pläne für Marktheidenfeld konkret festgeschrieben wurden, heißt es in der vorgeschlagenen Resolution weiter. 

Eingang des Krankenhauses soll modernisiert werden

Klinikreferent René Bostelaar sagte im Pressegespräch zum Masterplan am Montag unter anderem, der Eingangsbereich des Marktheidenfelder Krankenhauses solle modernisiert werden, das sei nötig für das dort geplante Ärztehaus. Auch die geriatrische Reha wolle man ausbauen. 

Richter und proMAR war das, was aus den Gesprächen mit der Klinikleitung über die Pläne in Marktheidenfeld bekannt wurde, nicht konkret genug. Seines Wissens seien im Masterplan keine konkreten Mittel für die Nachnutzung eingeplant, so Richter. "Wenn nur der Eingang renoviert werden soll, haben wir davon nicht viel für das Ärztezentrum."

Die Stadtratsfraktion kritisiert in ihrem Antrag, dass für Lohr konkrete Projekte finanziell im Masterplan eingestellt seien. Für Marktheidenfeld sei dagegen lediglich für 2020 die Entfernung des ungenutzten OPs und für 2021 die erwähnte Erweiterung der geriatrischen Reha vorgesehen. Maßnahmen, die die Gesundheitsversorgung in Marktheidenfeld sichern, seien dort nicht festgeschrieben. 

Details des Masterplans noch nicht öffentlich

Auf Anfrage dieser Redaktion teilte die Pressestelle des Klinikums mit, dass "natürlich" auch die Zukunft des Hauses in Marktheidenfeld im Masterplan behandelt werde. Die Frage, ob finanzielle Mittel und konkrete Pläne dafür im Masterplan festgeschrieben sind, wollte das Klinikum zum jetzigen Zeitpunkt nicht verraten. Dafür müsste das Konzept erst in den zuständigen Gremien diskutiert und beschlossen werden. 

Die Stadt Marktheidenfeld folgte dem Antrag der Fraktion und macht die Nachnutzung des Krankenhauses zum Thema in der nächsten Stadtratssitzung. Ob der Stadtrat eine entsprechende Resolution erlässt, entscheidet sich also am kommenden Donnerstag. Der Klinikausschuss des Landkreises tagt erst am 3. Februar 2021 wieder. 

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