Karbach

Theatergeschichte geschrieben

Ein Foto aus vergangenen Tagen (hinten von links): Gerhard Roth, Franz Herrmann, Karl Dürr, Wilhelm Herold, Martin Laudenbacher und Oskar Herrmann. (Mitte von links): Ludwig Freimark, Dora Herbig, Richard Heilgenthal, Martha Saueracker, Roman Freund, Aloisia Ehehalt, Eduard Väthröder und Rosa Freund. (Vorne sitzend von links): Emma Hartmann, Maria Herbig, Heidi Apfelbacher, Donat Luger Dürr, Kunigunde Apfelbacher und Rosamunde Sendelbach.
Foto: Repro josef laudenbacher | Ein Foto aus vergangenen Tagen (hinten von links): Gerhard Roth, Franz Herrmann, Karl Dürr, Wilhelm Herold, Martin Laudenbacher und Oskar Herrmann.

Vor einhundert Jahren haben Theaterliebhaber und "Schauspieler" die "Humoristische Vereinigung "Jung Karbach" ins Leben gerufen. Ein erstes Foto mit den Schauspielern wurde im November 1920 gemacht.

In den meisten Haushalten gab es kaum ein Radio, von Fernsehen ganz zu schweigen. So war der Unterhaltungswert nach dem ersten Weltkrieg wohl Antriebsfeder für die Gruppierung, die auf Betreiben des örtlichen Schulleiters und späteren Bezirksschulrates sowie des Verfassers der sogenannten "Apfelbacher-Chronik", Peter Apfelbacher, ins Leben gerufen worden war. Apfelbacher wurde am 17. Januar 1859 in Schönaich geboren und starb am 9. April 1940 in Lohr. Beerdigen ließ er sich aber auf dem Friedhof in Karbach.

Apfelbacher kam 1887 als Lehrer nach Karbach und wurde später zum Ehrenbürger ernannt. Für seine Verdienste widmete ihm die Marktgemeinde Karbach am 11. November 1986 einen Gedenkstein an der nördlichen Friedhofsmauer. Von ihm stammt auch das Karbacher Heimatlied "Karbach Tal, du schönstes Plätzchen, ja Karbach Tal du schönster Ort".

Zusammenspielen diente, wie auch heute noch, der Dorfgemeinschaft und des Miteinanders. Vornehmlich werden lokale Ereignisse in das zu präsentierende Stück eingearbeitet. 

Die "Humoristische Vereinigung von 1920" hat wesentlich dazu beigetragen, ab und an mit Theaterstücken die schwere Nachkriegszeit und die Inflation zu überbrücken. Die Vorstellungen reichten bis zum Beginn des Dritten Reiches. Ab da übernahmen HJ und Jungvolk die Gestaltung jährlicher Veranstaltungen der NSDAP, Zelle Karbach, Birkenfeld, Urspringen.

Aber schon bald nach dem zweiten Weltkrieg schrieben der Gesang- und Sportverein, eine Laienspielgruppe der Pfarrei, der Spielmannszug oder ab 1985 die "Karwer Scheckäbühnä" Theatergeschichte. 

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