THÜNGEN

Trinkwasser in trockenen Tüchern

Reines Trinkwasser: Seit vier Tagen wird das Trinkwasser der Marktgemeinde Thüngen mit Hilfe einer Umkehrosmose-Anlage technisch aufbereitet. Bei der Inbetriebnahme waren mit dabei: von links Michael Zehetner (Firma Asana), Bürgermeister Klaus Enzmann, Christian Dehmer (verantwortlicher Planer) und der Wasserwart Helmut Friedrich.
Foto: Roth | Reines Trinkwasser: Seit vier Tagen wird das Trinkwasser der Marktgemeinde Thüngen mit Hilfe einer Umkehrosmose-Anlage technisch aufbereitet.

Die Trinkwasserversorgung des Marktes Thüngen ist nun auf lange Zeit hinaus gesichert. Einen Tag vor dem Jahreswechsel setzte der Bürgermeister Klaus Enzmann mit den Planern und Bauausführenden die neue Umkehrosmose-Anlage am Bauhof in Betrieb. Künftig werden die Parameter des Wassers den gesetzlichen Vorgaben voll entsprechen.

„Es hat uns einige Nerven und Anstrengungen gekostet, dass diese Anlage noch in diesem Jahr fertig gestellt werden konnte“, sagte Enzmann sichtlich erleichtert beim Start. Zu guter Letzt hatte auch noch das anhaltende strenge Winterwetter für Nervenkitzel gesorgt, doch die Baufirmen schafften es dann doch rechtzeitig in sehr kurzer Bauzeit.

Im April 2010 war die Bauvergabe erfolgt, der Baustart dann im August. Jetzt konnte Dirk Rieb vom Gesundheitsamt Karlstadt zufrieden feststellen, dass alle Proben negativ ausgefallen seien, das heißt, die Ergebnisse waren allesamt sehr gut im Rahmen der Festsetzungen.

Nötig war die rund 750 000 Euro teure Kraftanstrengung vor allem wegen des für das Werntal typisch hohen Nitratwerts des Grundwassers, der teilweise deutlich über der gesetzlichen Höchstmenge von 50 Milligramm pro Liter gelegen hatte. Die Ausnahmegenehmigung für den laufenden Betrieb wäre zum Jahreswechsel 2010/11 endgültig ausgelaufen. Für die Marktgemeinde standen als Alternativen nur die aufwändige und in ihren Folgekosten unabsehbare Suche nach einem neuen Brunnenstandort oder aber die technische Aufbereitung des Riedbrunnens an der Wern im Raum.

Für die jetzt in Betrieb genommene Anlage gibt es allerdings noch einige Provisorien. Der Raum für die Computersteuerung muss noch vollends ausgestattet werden, und einige vorläufige Rohrleitungen im Haus werden noch endgültig verlegt. Auch die Steuerung, die die Vorgänge zu 99 Prozent vollautomatisch regelt, muss noch endgültig justiert und einige Zeit überwacht werden. Danach erfolgt der Ablauf im Nachtstrombetrieb, um Kosten zu sparen, sagte Bürgermeister Enzmann. Die offizielle Einweihungsfeier soll im Frühjahr mit einem Tag der offenen Tür stattfinden.

Die Inbetriebnahme der Umkehrosmose-Anlage sei nur ein Schritt in Richtung der Sanierung der Trinkwasserversorgung der Marktgemeinde, betonte der Bürgermeister. Als Nächstes muss auch die Instandsetzung der Hochbehälter an der Buchenhölle in Angriff genommen werden.

Mit einem Mirabellenschnaps aus Thüngener Produktion stießen die Bauherren, Planer und Bauleute auf das Werk an. Bauausführende Firmen waren Ulrich-Bau aus Elfershausen, die Firma Löhe und Stahlbau Uhl, beide aus Würzburg.

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