Gössenheim

Weg-Gottesdienst an Heiligabend auf der Homburg

Vor allem Familien mit ihren "Kindern" im jugendlichen oder jungen Erwachsenenalter waren zu einem Stationengottesdienst an Heiligabend auf die Burgruine Homburg eingeladen.
Foto: Simon Fecher | Vor allem Familien mit ihren "Kindern" im jugendlichen oder jungen Erwachsenenalter waren zu einem Stationengottesdienst an Heiligabend auf die Burgruine Homburg eingeladen.

Einen Gottesdienst der besonderen Art unter Corona-Bedingungen konnten die 40 Teilnehmer an Heiligabend auf dem Gelände der Burgruine Homburg bei Gössenheim erleben. Angeboten wurde er von der Ehe- und Familienseelsorge im Dekanat Karlstadt und dem Pastoralen Raum Gemünden. Zielgruppe waren vor allem  junge Menschen zwischen 13 und 30 Jahren mit ihren Eltern.

Das Pastoralreferentenpaar Burkhard und Edith Fecher luden auf der ersten Wegstrecke die Teilnehmenden ein, den Weg von Maria und Josef nach Bethlehem ins Heute zu übersetzen. Waren die beiden damals mit einem Esel unterwegs, so sind es heute andere, motorisierte Verkehrsmittel. In einem Text kam eine Berliner Taxifahrerin mit ihren Erfahrungen und Gesprächen mit Menschen in unterschiedlichsten Situationen zu Wort. Im stillen Laufen waren dann alle eingeladen, sich an Begegnungen mit beeindruckenden und prägenden Personen in diesem Jahr zu erinnern. Das neue Lied „Wandern“ von Nena brachte die unterschiedlichen Wegerfahrungen in modernem Gewand zum Ausdruck. In den Ruinen der Hauptburg, wo sich die Familien auf den verschiedenen Ebenen verteilten, ging es um das Thema „Sehnsucht nach Sicherheit und Frieden“. Der Blick richtete sich auf die Menschen um die Zeitenwende, die sich unter der römischer Herrschaft nach Befreiung, Selbstbestimmung und einem Retter sehnten. Gerade mit den Erfahrungen der diesjährigen Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen und Verlusten können viele Menschen diese Sehnsucht nachempfinden. Edith Fecher gab den Impuls, in der Körpergeste der beiden Hände auf dem Herzen der eigenen Sehnsucht nachzuspüren. In der offenen Kapelle neben einer Krippe zeigte Burkhard Fecher das erste Erkennungszeichen des neugeborenen Jesusknaben. Mit einer Windel in der Hand beschrieb er, wie Gott in der Geburt Jesu die Alternative zu den Mächtigen dieser Zeit aufzeigte. Ohne Hofstaat, ohne Soldaten und ohne Palast machte sich Gott greifbar in einem Baby, das in einem Stall geboren wurde. Dieser „Windelkönig“ sei angewiesen auf Menschen, die ihn annehmen und in die Welt tragen. Dieser Blick auf das Kleine und der Einsatz für eine friedliche und gerechte Welt sei auch die Botschaft des erwachsenen Jesus an uns. Ein gemeinsames Segensgebet und das eingespielte Lied „Stille Nacht“ beendeten den weihnachtlichen Stationen-Gottesdienst. Manche Familien stärkten sich nach der Feier noch mit mitgebrachtem Gebäck und warmen Getränken.

Von: Burkhard Fecher, Pastoralreferent im Pastoralen Raum Gemünden

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