Karlstadt

Wiedereröffnung: Roter Teppich für Kunden im Einzelhandel

Unter strengen Auflagen durften am Montag die Geschäfte wieder öffnen. Ein Blick nach Karlstadt zeigt, wie die Einzelhändler mit der ungewöhnlichen Situation umgehen.
Noch etwas verhalten, aber dennoch hoffnungsvoll begann in Karltstadt der Start in die Neueröffnung der Ladengeschäfte der Innenstadt. Bürgermeister Paul Kruck, die Stadtmarketing-Chefin Susanne Keller und Martin Krause, der Vorsitzende des Gewerbevereins trafen sich am Montagmorgen zu einem Rundgang.
Foto: Günter Roth | Noch etwas verhalten, aber dennoch hoffnungsvoll begann in Karltstadt der Start in die Neueröffnung der Ladengeschäfte der Innenstadt.

"Willkommen zurück – Wir freuen uns, Sie wiederzusehen!" So begrüßen an vielen Türen die Inhaber ihre Kunden, seit am frühen Montagmorgen die meisten Geschäfte in der Karlstadter Innenstadt unter klaren Hygieneauflagen wieder geöffnet haben dürfen.

Den großen Ansturm auf die wieder geöffneten Geschäfte gab es zwar nicht, aber dennoch war ein reges Interesse und auch eine erfreuliche Kauflaune der Kunden nach dem wochenlangen Shutdown festzustellen. Vor einigen Geschäften bildeten sich sogar Warteschlangen. Bürgermeister Paul Kruck, der Vorsitzende des Gewerbevereins Martin Krause und Susanne Keller, die Geschäftsführerin des Stadtmarketings, machten einen Rundgang durch die Stadt, um sich einen Einblick in die Situation zu verschaffen.

Öffnung mit vielen Vorsichtsmaßnahmen

Roter Teppich und Sicherheitshinweise für die Kunden prägen derzeit die Geschäftswelt in Karlstadt. Durch die konzertierte Aktion von Stadtverwaltung, Gewerbeverein und Stadtmarketing weisen alle geöffneten Geschäfte mit Plakaten auf die Verhaltensregeln für den sicheren Einkauf hin. Es ist jeweils festgelegt, dass Mundschutz getragen werden muss und wie viele Kunden gleichzeitig im Laden sein dürfen. Fast überall markieren Aufkleber auf dem Boden die notwendigen Abstände oder auch die Laufrichtung und die meisten Kassenbereich sind mit Plexiglasscheiben abgeschirmt.

Größere Geschäfte, wie beispielsweise das "Männerrevier" in der Hauptstraße, steuern mithilfe von bereitgestellten Taschen und Körben. So auch wird rasch deutlich, wenn die Räume zu voll werden.

"Bei unserem Rundgang konnten wir feststellen, dass alles offensichtlich sehr vernünftig und gut organisiert abläuft und die Menschen sich diszipliniert verhalten", war das Fazit der Stadtmarketing-Chefin Keller.

Was tun bei Verkaufsflächen über 800 Quadratmetern?

Eine gutes Stück Unsicherheit aber gab es für Martin Krause, den Chef des Bekleidungshauses Koch. Laut Anweisung der Bayerischen Staatsregierung dürfen nur Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von weniger als 800 Quadratmetern öffnen, bei Koch sind es auf drei Stockwerken allerdings rund 1000. Deshalb galt zumindest bis gestern ein Verkaufsverbot. "Es wäre für uns ein Leichtes, beispielsweise das oberste Stockwerk unseres Hauses abzusperren, das ist bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht gestattet", bemängelte Krause noch am Montagmorgen.

Durch die jüngsten Gerichtsurteile hat inzwischen die Staatsregierung hier eingelenkt und Erleichterungen versprochen. Deshalb soll nun im Modehaus Koch die Wäscheabteilung im obersten Stockwerk aus der Verkaufsfläche herausgenommen und somit die offiziellen Vorgaben erfüllt werden.

Stadtverwaltung und -marketing haben in den letzten Wochen nach Aussage von Bürgermeister Kruck und Susanne Keller die Geschäftsinhaber, Dienstleister und die Gastronomie in Karlstadt begleitet. Sie gaben Unterstützung bei den Anträgen auf Soforthilfe, führten und begleiteten Gespräche wenn es um Mietstundungen ging und veröffentlichten einen Flyern, welche Gastronomie wie geöffnet hat. Bei der Erstellung eines Sicherheitskonzepts für die Wiedereröffnung stand man den Betroffenen zur Seite. Zuletzt wurde in Kooperation mit Lohr ein Webshop ins Leben gerufen, in dem alle Karlstadter Händler ihre Produkte anbieten können, um in der Zeit der Schließung präsent zu sein.

"Obwohl dies entgegen unserer eigentlichen Strategie ging, haben wir nur positives Feedback für diese Aktion erhalten", so Keller. Der Webshop läuft weiter, ab sofort allerdings mit dem Hinweis, dass die Produkte im Geschäft abgeholt werden sollen.

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