Mellrichstadt

Ära Grosser: 120 Millionen Euro in den Netzausbau investiert

Helmut Grosser (Dritter von rechts, mit Ehefrau Helga) lenkt seit 25 Jahren die Geschicke des Überlandwerks Rhön mit. Zum Betriebsjubiläum gratulierten (von links) Wolfgang Stumpf (Betriebsratsvorsitzender), Manfred Kaiser (Technischer Leiter), Landrat Thomas Habermann (Aufsichtsratsvorsitzender) sowie (von rechts) Thomas Merker (Geschäftsführer Bayerische Rhöngas) und Joachim Schärtl (Prokurist).
Foto: Tonya Schulz | Helmut Grosser (Dritter von rechts, mit Ehefrau Helga) lenkt seit 25 Jahren die Geschicke des Überlandwerks Rhön mit.

Der Geschäftsführer der Überlandwerk Rhön GmbH in Mellrichstadt, Helmut Grosser, feierte am 1. April sein 25. Dienstjubiläum beim kommunalen Stromversorger. Über 16 Jahre führt der Diplom-Ingenieur bereits als Geschäftsführer die Geschicke des Unternehmens. Aufsichtsrat, Gesellschafter und Mitarbeiter beglückwünschten den Mellrichstädter bei einer kleinen Feierstunde.

In einer Pressemitteilung blickt das Unternehmen auf die berufliche Laufbahn Grossers in der Rhön zurück. Am 1. April 1993 wechselte er aus leitender Funktion in der hessischen Kaliindustrie als neuer Technischer Leiter zum regionalen Stromversorger. Den Naturliebhaber reizte, wie es heißt, von Beginn an, dass das Überlandwerk sowohl im Netzbetrieb wie auch in der Strombelieferung gut aufgestellt war und sich das Unternehmen am Markt behaupten konnte.

Einmalige Unternehmensgeschichte

Bei seinem Start im Überlandwerk kurz nach der Grenzöffnung wurde Grosser sogleich mit der als einmalig in Deutschland geltenden Geschichte des Unternehmens, das in der bayerischen, hessischen und thüringischen Rhön tätig ist, konfrontiert. 1920 als Solidargemeinschaft von den Rhöner Städten und Gemeinden gegründet – schon damals wollte keiner der großen Regionalversorger aus ökonomischen Überlegungen die Rhön mit Strom versorgen – war der thüringische Teil des Versorgungsgebiets 1952 vom Unternehmen netztechnisch getrennt worden.

Nach der Grenzöffnung bemühte sich das Unternehmen intensiv darum, die ehemaligen Gesellschaftergemeinden in Thüringen und deren Bürger wieder ans Netz der Überlandwerk Rhön GmbH anzuschließen. Fast alle thüringischen Gesellschafter kehrten wieder in den Kreis der vom Unternehmen versorgten Städte und Gemeinden zurück, denn sie waren zu DDR-Zeiten nie enteignet worden und immer Gesellschafter des ÜWR unter Verwaltung der ehemals in Bonn ansässigen Ausgleichsbank geblieben.

Insgesamt wurden in der Ära Grosser rund 120 Millionen Euro in die netztechnischen Anlagen des mit rund 1200 Quadratkilometer sehr weitläufigen Versorgungsgebiets investiert.

Wettbewerb am Strommarkt

Mit der Liberalisierung des Strommarkts 1998 stand für Grosser eine weitere Herausforderung vor der Tür, die er gemeinsam mit dem damaligen Geschäftsführer Hartwig Beckhaus bewältigte. Die Kunden konnten sich nun frei am Markt für einen Stromlieferanten entscheiden. Grosser richtete das Unternehmen erfolgreich auf den zunehmenden Wettbewerb am Strommarkt aus, wie das Unternehmen mitteilt.

Im Dezember 2001 wurde Helmut Grosser zum Geschäftsführer des Überlandwerks bestellt. 2005 wurde er zudem zum kaufmännischen Geschäftsführer der Bayerischen Rhöngas GmbH berufen und vertritt dort die Interessen der kommunalen Gesellschafter, die die Hälfte der Anteile an dem bayerischen Gasversorger in Rhön-Grabfeld halten.

Konzessionsverträge verlängert

Aktuell besteht eine wesentliche Aufgabe von Grosser darin, eine für das Unternehmen bedeutende Grundlage für die nächsten zwei Jahrzehnte neu zu vereinbaren – den Neuabschluss der Konzessionsverträge mit den Gesellschaftergemeinden. Das Überlandwerk will damit weiterhin ein verlässlicher Partner in der Stromversorgung in der Region sein.

Ehrenamtlich ist Grosser seit September 2001 für die Arbeitgebervereinigung Bayerischer Energieversorgungsunternehmen (AGV Bayern) in der Verhandlungskommission und seit Juni 2008 als Vorsitzender des Vorstands tätig.

Zum Betriebsjubiläum überbrachte der Aufsichtsratsvorsitzende Landrat Thomas Habermann die Glückwünsche des Überlandwerks und würdigte die erfolgreiche Arbeit Grossers, wie es abschließend heißt.

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