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BAD KÖNIGSHOFEN: Auch zur Kommunion gehen will gelernt sein

BAD KÖNIGSHOFEN

Auch zur Kommunion gehen will gelernt sein

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    Vorerst nur eine Übung mit ungeweihten Hostien. Gemeinsam, mit dem Kaplan wurde die richtige Handstellung  einstudiert.
    Vorerst nur eine Übung mit ungeweihten Hostien. Gemeinsam, mit dem Kaplan wurde die richtige Handstellung einstudiert. Foto: Foto: Hanns Friedrich

    Hand- oder Mundkommunion, stehend oder kniend? Wie ist das mit dem Gebet danach und wie geht überhaupt eine Kniebeuge?

    Fragen über Fragen, auf die Kaplan Sebastian Krems und Pastoralassistent Johannes Krebs Antworten parat hatten. Für die Kommunionkinder aus Merkershausen, Althausen, Aubstadt und Bad Königshofen war es in der Hauskapelle des Elisabethaspitals deshalb am Mittwochnachmittag eine ganz besondere Vorbereitungsstunde auf die Erstkommunion.

    Für einige von ihnen gab es allerdings auch Hausaufgaben: Übt bitte die Kniebeuge und lernt das Glaubensbekenntnis, sagte Kaplan Krems.

    „Wir wollten heute einmal üben wie das ist, wenn am Tag der Erstkommunion Jesus in der Gestalt der Hostie zu euch kommt“, sagte der Kaplan. Er sprach von einem würdigen Empfang, zeigte, wie man es nicht machen sollte und auch wie die linke Hand zu einem Teller geformt wird, auf die der Priester dann die Hostie legt. Darunter sollte die rechte Hand liegen.

    Wenn der Priester die Worte „Der Leib Christi“ gesprochen hat, lautet die Antwort: „Amen.“ Erst dann kann man zur Seite treten, sich kurz verneigen und zurück zur Bank gehen.

    Wie geht eine Kniebeuge?

    Neben der Hand- gibt es auch die Mundkommunion. „Normalerweise streckt man ja einem Priester nicht die Zunge heraus, aber bei der Mundkommunion darf das sein, denn die Hostie wird ja auf die Zunge gelegt.“

    Ja und dann gab es schon die ersten Schwierigkeiten, als es darum ging, die Hostie kniend zu empfangen. Wie geht eine Kniebeuge, ohne dass man zur Seite oder nach vorne kippt?

    „Das müssen wir doch noch üben“, meinte Pastoralassistent Johannes Krebs – Also: Das rechte Knie berührt den Boden, das andere ist leicht gebeugt. „Gibt es einen Unterschied bei Links- und Rechtshändern“, wollte ein Mädchen wissen. „Das hat überhaupt nichts zu sagen, immer berührt das rechte Knie den Boden“, erklärte der Pastoralassistent. Was man keinesfalls darf? Mit der Hand in der Hosentasche nach vorne gehen und eine Hand zum Priester hinhalten. Kaplan Sebastian Krems nahm dann die freilich noch nicht geweihte Hostie und steckte sie in die Hosentasche. „Das geht ganz und gar nicht. Wenn du deiner Oma die Kommunion mitbringen möchtest, wäre das nur in einem geeignetem Etui möglich und das geschieht meist durch Kommunionhelfer“, erläuterte Kaplan Krems den Kindern.

    Anstellen beim Austeilen

    Wie geht man zum Kommunionempfang? Die Kinder wussten, dass man sich in Zweierreihen aufstellt. Der Kaplan sagte in diesen Zusammenhang, dass es nicht passend sei, wenn man in der Reihe steht, in der der Kommunionhelfer austeilt, dann plötzlich auf die andere Seite wechselt, weil dort der Pfarrer ist.

    Anders ist es, wenn auf der einen Seite noch viele Leute stehen, auf der anderen aber niemand mehr. „Dann sollte man sogar wechseln.“

    Was macht man nach dem Empfang der Kommunion? „Sicher nicht, sich über das Fußballspiel am Tag zuvor unterhalten oder über etwas diskutieren, sondern zur Ruhe kommen, ein Gebet sprechen oder auch nur still sein, denn Jesus ist jetzt bei dir.“ Der Pastoralreferent hatte für die Kinder Texte ausgesucht, die sie beten könnten. „Wenn euch eines gefällt, lernt es auswendig und sprecht es nach dem Empfang der Kommunion.“

    Sitzen, stehen oder knien

    Auch das Verhalten bei einer Messfeier wurde durchgesprochen. Hier ging es Kaplan Sebastian Krems um die Antworten. Was sagt ihr nach dem Evangelium? Richtig: Lob, sei dir Christus und welches Kreuzzeichen macht man beim Evangelium? Teils Ratlosigkeit bei den Kindern. „Wir machen jeweils ein kleines Kreuz mit dem Daumen auf Stirn, den Mund und das Herz“, erläuterte Johannes Krebs. Gut zu wissen sei auch, dass, steht der Priester auf, man sich stellt, sitzt er, kann man sich auch setzen. „Ja, wie ist das bei der Wandlung?“ Krems schaut in die Runde, als alle Kinder in den Bänken stehen. „Wir knien uns natürlich.“

    Interessant, als der Kaplan zum Schluss die Frage stellte, wie denn die erste Beichte war? Die Antworten der Kinder: Schön... wunderschön... hat mir gefallen....

    Eine Anregung hatte der Kaplan zum Ende dieser Vorbereitungsstunde auf die Erstkommunion für die Kinder: „Ihr könnt übrigens öfter beichten... und ihr könnt auch öfter zur Kommunion gehen und in die Kirche kommen.“

    Johannes Krebs zeigte abschließend den Tabernakel, in dem die geweihten Hostien aufbewahrt werden. „Wenn ihr in eine Kirche kommt oder diese verlasst, solltet ihr nicht nur Weihwasser nehmen und das Kreuzzeichen machen, sondern auch eine Kniebeuge in Richtung Tabernakel machen. „So und das üben wir jetzt gleich einmal beim Hinausgehen.“

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