Stetten

Aus dem Dorf- und Vereinsleben nicht wegzudenken

Dem Ehrenkommandant die Ehre erwiesen: Der Stettener Kommandant Julian Speth (links) gratulierte Friedrich Heß (rechts) am vergangenen Mittwoch zu seinem 80. Geburtstag.
Foto: Julian Speth | Dem Ehrenkommandant die Ehre erwiesen: Der Stettener Kommandant Julian Speth (links) gratulierte Friedrich Heß (rechts) am vergangenen Mittwoch zu seinem 80. Geburtstag.

Nicht wegzudenken aus dem Dorf- und Vereinsleben ist Friedrich Heß aus Stetten. Mitten in die Zeit des Corona-Lockdowns fiel am vergangenen Mittwoch sein 80. Geburtstag. Einige wenige Gratulanten wie Bürgermeister Thilo Wehner und der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr, Julian Speth, ließen es sich trotzdem nicht nehmen, ihm zeitversetzt die Ehre zu erweisen.

Nachdem Friedrich Heß am 20. Januar 1941 in Bettenhausen das Licht der Welt erblickte, wurde seine Familie schon in jungen Jahren umgesiedelt nach Gotha. Dort erlernte er die Landwirtschaft, bevor er im Alter von 16 Jahren von zuhause ausriss. Über Aachen landete er schließlich in Hausen/Rhön. Dort übernahm er im Jahr 1960 die Führung der Gaststätte "Rhönlust". Mit der Heirat seiner Frau Heidi wurde er im Jahr 1962 ein echter "Steedemer".

Mit Leib und Seele Feuerwehrmann

Als im Jahr 1964 in Stetten ein neuer Feuerwehrkommandant gesucht wurde, ließ Bürgermeister Edwin Strohmenger nicht locker, bis er die Zusage von Friedrich Heß zur Übernahme der Führung der Feuerwehr Stetten bekam. 15 Jahre bekleidete er dieses Amt mit Tatkraft und Stolz. Mit ihm wuchs und gedieh die Feuerwehr, die Gerätschaften wurden auf den aktuellen Stand gebracht, ein neues Feuerwehrfahrzeug wurde beschafft und zwei große Feuerwehrfeste, darunter die Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen, wurden unter seiner Führung abgehalten. Als mit Dietmar Zink, der heutige stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde, ein Nachfolger herangereift war, übergab er 1979 die Kommandantur. Dank seiner Verdienste wurde Friedrich Heß alsbald zum Ehrenkommandanten ernannt.

Beruflich war Friedrich Heß 20 Jahre lang beim Naturpark Rhön als Vorarbeiter tätig. Die Natur war und ist seine Leidenschaft. So wundert es nicht, dass er Anfang der 1980-er Jahre die Initiative ergriff und den Obst- und Gartenbauverein zusammen mit Gleichgesinnten gründete. 24 Jahre lang stand Friedrich Heß dem Verein vor. Sitzgruppen wurden gebaut, Bäume ausgeschnitten, für die Ortsverschönerung gesorgt, der beliebte Grillplatz betreut und vieles mehr. Wo eine Hand gebraucht wurde, packte Heß wie selbstverständlich an. "Friedrich Heß war im Dorfleben immer sehr engagiert", lobt ihn Dietmar Zink. "Er sagt immer: Wir im Dorf müssen zusammenhalten."

Naturliebhaber und Wanderfreund

27 Jahre lang war Friedrich Heß außerdem Mitglied im Gesangverein und Kirchenchor, über zwei Jahrzehnte war er im Rhönklub-Zweigverein "Rother Kuppe" als Wegewart engagiert und besuchte auch gern das Stettener Schützenhaus. Seine große Liebe zur Natur drückte sich auch in kleinen Kunstwerken aus, die Heß in seiner Freizeit in Wurzeln schnitzte. Zusammen mit seiner Frau Heidi genießt er heute sein Rentnerleben immer noch gerne und oft an der frischen Luft beim Wandern und Spazierengehen. 

Aus der Ehe stammen drei Kinder, fünf Enkel sowie die kleine Urenkelin Ella. Erst vor zwei Jahren hatten die beiden einen Schicksalsschlag mit dem frühen Tod der Tochter zu bewältigen. Im Alter von 80 Jahren hofft Friedrich Heß auf weiterhin beste Gesundheit und dass er "sein Rentnerdasein noch lange genießen kann".

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