Bad Neustadt

Bad Neustadt: Corona-Einschränkungen auf Marktplatz angedacht

Mit verschiedenen Maßnahmen und Aktivitäten geht der Landkreis Rhön-Grabfeld die vierte Pandemie-Welle an. Dazu gab es auch eine Bitte an die Polizei.
So leer wie auf dem Bild aus der Lockdown-Zeit  im vergangenen Jahr ist es vor Almhütte derzeit nicht. Wegen des hohen Besucheraufkommens auf dem Marktplatz wird im Landratsamt gerade über Beschränkungen nachgedacht.
Foto: Stefan Kritzer | So leer wie auf dem Bild aus der Lockdown-Zeit  im vergangenen Jahr ist es vor Almhütte derzeit nicht. Wegen des hohen Besucheraufkommens auf dem Marktplatz wird im Landratsamt gerade über Beschränkungen ...

In einer Situation, da die vierte Corona-Welle "zuschlägt" und ihr Ende nach den Worten von Landrat Thomas Habermann noch nicht absehbar ist, sieht man bei den Verantwortlichen einigen Handlungsbedarf. Aber nicht nur der Landkreis, auch die Bürger seien gefordert, so der Landrat. Entscheidend sei es erstens, die Zahl der Erstimpfungen zu erhöhen, und zweitens die Älteren möglichst schnell zu boosten. Daneben appelliert der Landrat an alle Bürgerinnen und Bürger, nicht dringend erforderliche Kontakte - auch im privaten Bereich - so weit als möglich zu reduzieren.

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"Mit Sorge" sieht er in diesem Zusammenhang das Geschehen außerhalb der Almhütte auf dem Bad Neustädter Marktplatz. Die Hütte selbst unterliege den Regelungen für Gaststätten. Was sich aber im Umfeld abspiele und worauf der Wirt keinen Einfluss habe, ist für den Landrat in diesen Zeiten bedenklich. Hier gebe es Überlegungen zu weiteren Einschränkungen, die in den nächsten Tagen beschlossen werden könnten. Bei Gaststätten, Sportstätten oder Sportheime verweist man vonseiten des Landratsamtes auf die Regelungen der Bundes- und der Landesregierung. Weitere Einschränkungen, so Habermann, halte der Krisenstab derzeit nicht für erforderlich. 

Hohe Strafen bei Verstößen

Neben der Ausweitung der Impfkapazitäten wurde der Landkreis zum Beispiel aktiv, indem er die Quarantänezeiten für ungeimpfte enge Kontaktpersonen verlängert. In Absprache mit benachbarten Landkreisen wurde übereinstimmend festgelegt, dass diese künftig mindestens zehn Tage in Quarantäne bleiben müssen und sich frühestens am elften Tag freitesten können.

Weiter sei der Landkreis an die Polizei herangetreten und habe sie um verstärkte Kontrollen zur Einhaltung der Corona-Regeln gebeten, so Habermann. Er bitte darum, die Regeln im eigenen Interesse einzuhalten. Verstöße würden mit erheblichen Bußgeldern geahndet. Die Strafen würden auch vollstreckt.

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Weiter wurde und wird das Personal des Gesundheitsamts aufgestockt, so Habermann. Im Amt selbst, im Impfzentrum und auf der Teststrecke würden die Mitarbeiter das enorme Arbeitsaufkommen aufopferungsvoll angehen. Wenn man so am Limit arbeite, könne es zu Fehlern kommen, bat Habermann um Verständnis, falls solche vorkämen. Weiter würden jetzt 15 Soldaten das Contact Tracing Team verstärken. Dafür seien die Räumlichkeiten gegenüber des Landratsamts in der Spörleinstraße freigemacht worden.

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