Bad Königshofen

Corona-Krise: In diesem Jahr keine Bürgerversammlungen mehr

Thomas Helbling rechnet frühestens Anfang nächsten Jahres mit der Neuansetzung. Die Bürger können sich bei dringenden Fragen direkt an die Stadt wenden.
In vollem Gange: die letzte Phase der Dorferneuerung in Ipthausen. Der Stadtrat beschloss am Donnerstagabend, den Auftrag für die letzten Leistungsphasen und die örtliche Bauleitung für den Straßenbau an die Planungsschmiede Würzburg zu vergeben.
Foto: Alfred Kordwig | In vollem Gange: die letzte Phase der Dorferneuerung in Ipthausen. Der Stadtrat beschloss am Donnerstagabend, den Auftrag für die letzten Leistungsphasen und die örtliche Bauleitung für den Straßenbau an die ...

Vor wenigen Tagen informierte die Stadt Bad Königshofen alle Haushalte darüber, dass in diesem Jahr im November coronabedingt anstatt sieben nur zwei Bürgerversammlungen stattfinden – eine für die Stadt und Ipthausen, die andere für die Stadtteile. Nach dem Anstieg der Neuinfektionen und dem neuerlichen Lockdown hat die Stadt nun die Reißleine gezogen: Bürgermeister Thomas Helbling teilte in der Stadtratssitzung am Donnerstagabend mit, dass in diesem Jahr aufgrund der aktuellen Situation keine Bürgerversammlungen mehr stattfinden werden.

Freikarten für alle Grundschüler

Angepeilt werden laut Helbling nun Termine im Februar oder März kommenden Jahres – sollten es die Infektionszahlen dann wieder zulassen. Die Mitteilung wurde von allen Stadträten ohne Diskussionen akzeptiert, zumal der Bürgermeister zusicherte, dass sich die Bürger jederzeit mit ihren Anliegen oder auch Kritik an die Stadtverwaltung wenden können. Keine Einwände gab es in der Sitzung auch gegen einen Wunsch von Petra Friedl. Die Stadträtin hatte den Antrag gestellt, dass die Stadt allen Grundschülern aus Bad Königshofen eine Freikarte für die Frankentherme spendiert. Ihre Begründung: Seit März ist der Schwimmunterricht an der Grabfeldschule weitestgehend eingestellt. Die Freikarten, die auch Schüler bekommen sollen, die in die Grundschule Untereßfeld gehen, will der Elternbeirat zusammen mit einem von ihm finanzierten Präsent am Nikolaustag an die Schüler verteilen.

Neues Ingenieurbüro beauftragt

Im Zusammenhang mit der Dorferneuerung in Ipthausen, wo vor einigen Wochen mit der Neugestaltung der Plätze, Straßen und Wege der letzte große Bauabschnitt  in Angriff genommen wurde, gibt es ein Problem: Im September hat das mit der Betreuung der Baustelle beauftragte Ingenieurbüro Demling (Bad Neustadt) der Stadt mitgeteilt, das Büro zum 30. November aus gesundheitlichen Gründen schließen zu müssen. „Das trifft die Stadt sehr hart“, meinte Bürgermeister Helbling.

Das Büro habe in den vergangenen 10 bis 15 Jahren für den gesamten städtischen Tiefbau die Planungen und Bauleitungen gemacht. Glücklicherweise sei es gelungen, nach etlichen vergeblichen Anfragen bei anderen Büros mit der Planungsschmiede Würzburg einen neuen Auftragnehmer für die noch ausstehenden Ingenieurleistungen zu gleichen Honorarkonditionen zu engagieren. Der Stadtrat stimmte der Auftragsvergabe an das Würzburger Büro einstimmig zu. Stadtrat Oliver Haschke sprach von einem Glücksfall, dass so schnell überhaupt ein neues Büro gefunden werden konnte, dass sich auch noch so fair gegenüber der Stadt verhalten habe.

Weiterer Auftrag vergeben

Die Planungsschmiede Würzburg, die von Diplomingenieur (FH) Frank M. Braun betrieben wird, bekam auch den Auftrag für Planungsleistungen, die im Zusammenhang mit dem Ausbau der Ortsstraße Gabolshausen, speziell der städtischen Nebenflächen, erforderlich werden. Der Stadtrat genehmigte einstimmig ein Honorar in Höhe von 24 868,16 Euro für die Planung und die Bauleitung. Das Würzburger Büro hatte bereits vor geraumer Zeit einen Vertrag zu gleichen Honorarbedingungen mit dem Landkreis abgeschlossen, das für die Straßenbaumaßnahmen zuständig ist.

Zu Beginn der Sitzung hatte Stadträtin Petra Friedl angekündigt, dem zuvor von Bürgermeister verlesenen Protokoll über die vorausgegangene Sitzung nicht zuzustimmen. Es fehlten einige Informationen, zudem sei das Protokoll den Stadträten erst sehr spät online zugänglich gemacht worden – eine Kritik, die auch Sabine Rhein und Angelika Wilimsky teilten. Thomas Helbling meinte, dass man versuchen werde, die Protokolle künftig etwas schneller zu verfassen, bevor die Abstimmung über das aktuelle Protokoll ein klares Ergebnis brachte: 13 Stadträte stimmten für die Protokollgenehmigung, sieben dagegen.

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