Salz

Keine Maskenpflicht an den Grundschulen während des Unterrichts

Schulleiter Gerhard Stumpf (links) mit Schulsekretärin Birgit Ofenhitzer und Hausmeister Michael Bätz (rechts) testen vor Schulbeginn die Einbahnstraße im Schulhaus.
Foto: Sandra Herleth | Schulleiter Gerhard Stumpf (links) mit Schulsekretärin Birgit Ofenhitzer und Hausmeister Michael Bätz (rechts) testen vor Schulbeginn die Einbahnstraße im Schulhaus.

Michael Bätz, Hausmeister an der Grundschule in Salz, hat kurz vor Schulstart am Dienstag einiges zu tun. So gilt es die Wege innerhalb und außerhalb des Gebäudes so zu gestalten, dass sich die Klassen möglichst nicht begegnen. „Mit Kreativität und  Engagement, setzt Bätz die Hygienevorschriften ausgezeichnet um und ist damit eine sehr große Stütze für die Schulgemeinschaft", lobt Schulleiter Gerhard Stumpf.

Wie in Salz geht es aktuell allen Schulen in der Region. „Wir haben ganz klare Vorgaben vom Kultusministerium, die einheitliche Verhaltensrichtlinien beschreiben“, berichtet Schulamtsdirektor Klaus Jörg. Dennoch sei er froh, dass diese Richtlinien individuell angepasst werden dürfen und damit auf die Bedürfnisse vor Ort eingegangen werden kann. Diese Unterschiede entstünden beispielsweise durch bauliche Gegebenheiten, die Anzahl der Schüler bzw. Klassen, Pausenhofgrößen oder unterschiedliche Klassenstärken.

Schulstart im Regelbetrieb

„Wir freuen uns, im Regelbetrieb in das neue Schuljahr starten zu können und solange die Fallzahlen so gering bleiben, sehen wir positiv in die Zukunft und haben keinen Distanzunterricht zu erwarten“, erklärt Schulrätin Inga Palma. Aus dem neuen 3-Stufen-Plan des bayerischen Kabinetts für den Unterricht in Corona-Zeiten geht nämlich hervor, dass die Hürden für die Einführung von Maskenpflicht und Distanzunterricht jetzt höher sind, als ursprünglich vorgesehen war. Ein Wechsel von Präsenz- und Distanzunterricht wäre hiernach erst bei Stufe drei, also bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von 50, vorgesehen. Bei aktuell niedrigem Infektionsgeschehen sind beispielsweise Pausen für das Lüften der Klassenzimmer sowie Abstandsregeln zwischen einzelnen Lerngruppen ausreichend.

Auch die vom Schulamt organisierten freiwilligen Reihentestungen der Lehrkräfte seien sehr gut angenommen worden. Dennoch zeigen sich die Schulräte nicht ganz unbesorgt, denn die Zeiten seien ungewiss und welche weiteren Entwicklungen Corona noch mit sich bringen wird, sei nicht absehbar.

Lehrerversorgung als Herausforderung

Eine besondere Herausforderung stellte in diesem Schuljahr die Sicherstellung der Lehrerversorgung dar. Denn nicht nur die allgemein bekannte Problematik des Lehrermangels machte die Einsatzplanung schwierig. „Die Besetzung der Klassen ist zudem dadurch erschwert, dass einige Lehrer coronabedingt zur Risikogruppe gehören und damit nicht im Unterricht eingesetzt werden können“, erklärt Jörg. Trotzdem sei es zum heutigen Stand gelungen, jede Klasse mit einem Klassenlehrer zu versorgen. Nicht zuletzt, weil auch im Schuljahr 20/21 weiterhin Lehrkräfte aus den Schularten Realschule und Gymnasium an den Grund- und Mittelschulen im Rahmen von Sondermaßnahmen zur Nachqualifizierung eingestellt werden.

Positive digitale Entwicklung

Positive Rückmeldung gibt es im Digitalisierungsbereich. So konnten die Schulen die zur Verfügung stehenden Fördermittel konstruktiv einsetzen – ob Dokumentenkameras, Tablets oder digitale Tafeln, die digitale Welt hat und wird weiterhin verstärkt Einzug in die Schulen nehmen. Und natürlich fanden in der Vergangenheit und finden in Zukunft Lehrerfortbildungen dazu statt, um hier sowohl die Bereitschaft als auch den Umgang der Pädagogen mit den neuen Medien zu unterstützen.

Klassendurchschnitt von 19 Schülern

„Mit einem Klassendurchschnitt von 19 Schülern können wir weiterhin gute pädagogische und unterrichtliche Voraussetzungen gewährleisten.“, freut sich Jörg. Die Anzahl der Schulanfänger sei zwar im Vergleich zum Vorjahr von 646 auf 611 Erstklässler gesunken, was mit dem Einschulungskorridor zusammenhinge, erklärt Palma, insgesamt besuchen in diesem Jahr jedoch 2632 Schüler die Grundschulen, also 41 mehr als im Vorjahr.

Auch die Zahl der Mittelschüler ist auf 1403 angestiegen, was sich Jörg unter anderem mit den in Rhön-Grabfeld entstandenen Schulzentren erklärt, in denen die Mittelschüler ein breites fachliches und pädagogisches Angebot erwartet. Ferner bieten die Praxisklassen an den Standorten Hohenroth, Mellrichstadt und Bad Königshofen eine besondere Begleitung bei der Berufsvorbereitung.

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