Bad Königshofen

Nach den Nikoläusen: Jetzt auch lustige Hasen mit Mundschutz

Konditormeister Herbert Häcker reitet nach dem Riesenerfolg vom Dezember auf der Welle weiter. Ein neuerlicher Shitstorm in den Sozialen Medien ist ihm erspart geblieben.
So sehen sie aus, die trotz Mundschutz lustig drein blickenden Schoko-Osterhasen aus der Backstube der Familie Häcker, die hier von Carola Häcker präsentiert werden. Im Hintergrund Konditormeister Herbert Häcker. 
Foto: Michael Petzold | So sehen sie aus, die trotz Mundschutz lustig drein blickenden Schoko-Osterhasen aus der Backstube der Familie Häcker, die hier von Carola Häcker präsentiert werden. Im Hintergrund Konditormeister Herbert Häcker. 

So einen Rummel möchte Herbert Häcker nicht noch einmal erleben. Obwohl der Nikolaus mit Mundschutz ihm letzten Endes neben jeder Menge Publicity auch geschäftlich einiges gebracht hat im trüben Lockdown des vorigen Dezembers. Dagegen ist die Resonanz auf die nun ebenso mit einer süßen Maske ausgestatteten Schokoladen-Osterhasen, die derzeit gegossen werden, eher bescheiden. Auch die sozialen Medien geben weitgehend Ruhe. Klar gebe es auf Facebook die eine oder andere kritische Bemerkung, was aber nicht weiter schlimm sei, sagt Ehefrau Elke Häcker.

Die wenigen Missfallenskundgebungen sind allerdings meilenweit entfernt von der Dimension des Shitstorms, der die ganze Sache Ende des vergangenen Jahres ausgelöst und eine Vielzahl von Medienvertretern nach Bad Königshofen in Häckers Backstube gelockt hatte. Die zum Teil hasserfüllten Anfeindungen damals hat er als existenzgefährdend empfunden.   

Niemand wollte mehr Nikoläuse ohne Mundschutz

Der weitere Verlauf der Geschichte ist bekannt, wurde sie doch mehrfach im Fernsehen thematisiert und quer durch die Republik in verschiedenen Medien veröffentlicht. Der Shitstorm musste alsbald einem regelrechten Hype mit Zustimmung von allen Seiten Platz machen. Die Folge war eine Unmenge an Bestellungen. "Keiner hat mehr nach Nikoläusen ohne Mundschutz gefragt", sagt Häcker,  obwohl er auch die im Angebot hatte.

Noch ohne Mundschutz: In diesen Formen werden die Schoko-Hasen gegossen.
Foto: Michael Petzold | Noch ohne Mundschutz: In diesen Formen werden die Schoko-Hasen gegossen.

Ganz verdaut hat der Konditormeister die Jahresend-Rallye eh noch nicht. Fünf Wochen lang habe er nur Nikoläuse gegossen und zusätzliches Personal einstellen müssen, die die normale Arbeit erledigt hätten. Zwei Tage lang war sein Cousin nur damit beschäftigt, alle Bestellungen, die er auf keinen Fall mehr schaffen konnte, mit ein paar freundlichen Zeilen abzusagen. "Ich könnte jetzt noch Nikoläuse verschicken", schmunzelt er, aber das wäre dann doch etwas des Guten zu viel.

Seine Auszubildende hatte die Idee mit den Mundschutzosterhasen schon voriges Frühjahr

Wenn man es genau nimmt, dann hatte Häckers Lehrling Tamara Herbert im vergangenen April die Idee, einem Schoko-Osterhasen eine Gesichtsmaske anzulegen. Der Chef ließ sich auf die Sache ein, auch wenn er bald erkannte, dass es in der Karwoche schon ein wenig spät dafür sei. "Aber dann war klar, dass es die Nikoläuse geben wird", verrät Häcker im Gespräch mit dieser Redaktion.         

Da geht es doch jetzt in der Backstube des neuen Cafés, das die Familie Häcker vor kurzem unweit ihrer früheren Betätigungsstätte eröffnet hat, deutlich ruhiger zu. Auch wenn gerade eine Kundin 20 der Mundschutz-Hasen bestellt hat. Bei der Herstellung der süßen Ostersymbole hilft auch seine Tochter Carola. Übrigens:  Es ist die gleiche Schokolade, die auch für die Nikoläuse verwendet wurde.      

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