Oberelsbach

Neue Vorstandschaft der Rhönklub-Region Saale-Sinn startete virtuell

Auch wenn die traditionelle Wanderjahreröffnung im Januar auf dem Kreuzberg pandemiebedingt zum geplanten Termin abgesagt werden muss, so ist die RSS-Vorstandschaft zuversichtlich, dass 2021 trotzdem ein gutes Wanderjahr werden kann.
Foto: Georg Will | Auch wenn die traditionelle Wanderjahreröffnung im Januar auf dem Kreuzberg pandemiebedingt zum geplanten Termin abgesagt werden muss, so ist die RSS-Vorstandschaft zuversichtlich, dass 2021 trotzdem ein gutes ...

Zwei Monate nach der Jahreshauptversammlung in Oberelsbach beschritt die neu gewählte Vorstandschaft der Rhönklub-Region Saale-Sinn (RSS) zwangsläufig Neuland, indem sie erstmals eine virtuelle Vorstandssitzung durchführte. Da persönliche Zusammenkünfte corona-bedingt untersagt und keine Gaststätten geöffnet sind, ließ sich die konstituierende erste Vorstandssitzung nur per Videokonferenz durchführen. Der neue RSS-Vorsitzende Bernhard Walter (Oberweißenbrunn) und die neue Schriftführerin Kathi Cavallo (Kilianshof) hatten dazu etliche technische und inhaltliche Vorbereitungsarbeiten geleistet, um nahezu alle Vorstandsmitglieder optisch und akustisch zusammenzuschließen. Nur drei der insgesamt dreizehn Vorstandsmitglieder konnten aus persönlichen Gründen nicht teilnehmen.

Nach kurzer Begrüßung und letzter Einweisung in die technische Verfahrensweise konnte die Jahresabschlusssitzung beginnen, die gleichzeitig eine Abstimmung der Vorhabenplanung zum bevorstehenden Wanderjahr war. Walters Vorgänger und jetziger Stellvertreter Konrad Tripp (Bad Königshofen) gab einige Erläuterungen zur bisherigen Arbeitsweise der vorhergehenden Regionsvorstandschaft, unterstützt vom weiteren Stellvertreter Dieter Büttner (Bischofsheim).

Kontakt zu den Zweigvereinen intensivieren

Vorerst wird die gegenseitige Korrespondenz und Abstimmung per E-Mails und Rund-Mails sowie weiterer Videokonferenzen stattfinden, je nach Sach-Thema auch in kleinerem Kreis – solange persönliche Treffen unterbleiben müssen. Die neue RSS-Vorstandschaft mit ihren sechs neuen Mitgliedern hat sich trotz aller Beschränkungen einiges vorgenommen.

Bernhard Walter strebt an, den Kontakt zu den Zweigvereinen der Region zu intensivieren, sie mit Informationen zu versorgen, die Mitgliederentwicklung zu unterstützen und Anregungen zur Weiterentwicklung zu geben. Die Fachwarte sollen Hilfestellung erhalten, wo sich Möglichkeiten ergeben. Die Regions-Vorstandschaft will auch Vermittlerin sein zwischen der Rhönklub-Basis und dem Hauptvorstand einschließlich der Geschäftsstelle in Fulda. Das Motto lautet: "Wir wollen konstruktiv, kooperativ und kommunikativ zusammenarbeiten".

Textliche Anpassung der Ehrenordnung

Der neue Regions-Vorsitzende hatte wenige Wochen nach der Wahl alle Regions-Zweigvereine angeschrieben und ihnen seine Vorstellung der zukünftigen Regionsführung und beabsichtigten Arbeitsweise erläutert. Gleichzeitig ermunterte er sie, "die Dinge anzusprechen, welche vorrangig geklärt, entwickelt und geregelt werden sollten" – auf allen drei Rhönklub-Ebenen. Beigefügt war eine von Kathi Cavallo erstellte Vorstellung der neuen Regions-Vorstandschaft mit Schrifttext und Portraitfotos.

Walter berichtete darüber, dass im Vorfeld der Sitzung des Hauptvorstands in Fulda am 3. Dezember mit einigen RSS-Vorstandsmitgliedern eine textliche Anpassung der Rhönklub-Ehrenordnung erarbeitet und Vorschläge zur Vereinheitlichung des Rhönklub-Logos gemacht wurden (Corporate Identity), und dass Kathi Cavallo ein verbessertes Antragsformular für Ehrungs-Anträge erstellt hat. Außerdem soll der Rhönklub-Kalender auf Antrag des Zweigvereins Würzburg zukünftig direkt von der Geschäftsstelle, die über alle Mitglieder-Daten verfügt, an die Rhönklub-Mitglieder nach Hause versandt werden. Diese Anliegen hat er dort vorgetragen, und der Hauptvorstand hat diesen auch zugestimmt. Nach kleinen Textanpassungen auf Wunsch des Präsidiums wurde auch die neue Ehrenordnung genehmigt. Ob der Direktversand der Kalender technisch umgesetzt werden kann, wird von der Geschäftsstelle geprüft.

Handlungsbedarf in einigen Bereichen

In der regionalen Wegearbeit, in der der Rhönklub und der Verein Naturpark & Biosphärenreservat Rhön (NBR) zusammenarbeiten, wurde in einigen Bereichen Handlungsbedarf festgestellt. Das hängt damit zusammen, dass es zwei Rücktritte zu beklagen gab, und zwei wichtige personelle Wechsel beim Verein NBR in weniger als zwei Jahren stattfanden. Die beiden neu gewählten Regionswegewarte Martin Brenner und Manfred Schreiner benötigen aktuelles Kartenmaterial vom NBR und werden deswegen mit dem neuen NBR-Wanderwege-Koordinator, Alvaro Sánchez, der vertraglich als kommissarischer Hauptwegewart fungieren soll, Kontakt aufnehmen. Nach seiner Neueinstellung und Einarbeitung wird er dem Rhönklub aber erst ab Anfang 2021 zur Verfügung stehen.

Da die RSS vier Wegeregionen hat, ist man auch noch auf der Suche nach zwei weiteren Regions-Wegewarten. Walter äußerte sich erfreut, dass die RSS nach längerer Zeit wieder einen Regionspressewart hat und nun die Öffentlichkeitsarbeit voranbringen kann. In Bezug auf die Termine 2021 ist die Angebotsplanung pandemiebedingt stark erschwert. Sie wird sich an der weiteren Entwicklung mehr oder weniger kurzfristig orientieren müssen. Das erste konkret angesetzte Wanderereignis, die RSS-Wanderjahreröffnung am 17. Januar auf dem Kreuzberg, muss bereits abgesagt werden. Was wann und wo im kommenden Jahr stattfinden kann, wird rechtzeitig in den Lokalzeitungen veröffentlicht werden.

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