Bischofsheim

Peter Lauffer nimmt Abschied, aber seine Kunst bleibt

Die Balken-Stammarbeiten in Schulgarten erinnern an das Wirken Peter Lauffers als Fach- und Klassenlehrer an der Berufsfachschule für Holzbildhauer in Bischofsheim.
Foto: Marion Eckert | Die Balken-Stammarbeiten in Schulgarten erinnern an das Wirken Peter Lauffers als Fach- und Klassenlehrer an der Berufsfachschule für Holzbildhauer in Bischofsheim.

 Die Schüler und Kollegen der Bischofsheimer Holzbildhauerschule haben ihren Dank und Respekt für seine Lebensleistung an Berufsfachschule ausgesprochen. Als markante Lehrerpersönlichkeit hinterlasse Peter Lauffer ein Erbe, auf dem weiterhin gewinnbringend im Schulalltag aufgebaut werden könne.

Selbst Schüler gewesen

Lauffer war seinerzeit selbst Schüler in Bischofsheim, es war die Zeit des Schulneugründers Phillip Mendler. Später kam er als junger Holzbildhauermeister als Assistenzlehrer an die Schule zurück. Das war zu Zeiten von Uwe Günther. Als Fachlehrer und Klassenleiter prägte er in der Ära Rudolf Schwarzer mit Hand und Verstand, verlässlich für Schüler und Kollegen, den Schulalltag. Untrennbar sei er mit dem Schulleben verbunden und trug Mitverantwortung für eine gute Schulentwicklung, die in gestalterisch-handwerklicher Kompetenz mit überzeitlicher Aussagekraft zu finden sei.

Vorliebe für die Schriftgestaltung

Eine Vorliebe Lauffers war die Schriftgestaltung, bei der  Aphorismen in lateinischer Sprache auszuführen waren. Gut möglich, dass die Vorliebe zur Schriftgestaltung in seiner eigenen schulischen Vorbildung, der eines  humanistischen Gymnasiums, in Bad Wurzach, zu finden sei. Dies sei aber nur einer der vielen pädagogischen Impulse, die Lauffer an die ihm anvertrauten Schüler weitergab.

Begeisterungsfähige Persönlichkeit

Als begeisterungsfähiger Mensch und Lehrerpersönlichkeit werde er in der Berufsfachschule für Holzbildhauer in Erinnerung bleiben. Er könne sich selbst und seine Mitmenschen für alles begeistern, was in der Natur neu, bedeutend, selten oder ungewöhnlich sei. Erfahrungen in und mit der Natur – nicht zuletzt auch mit dem Naturwerkstoff Holz - , Biologie, Mathematik und logisches Denken seien Grundlagen der Lehre seiner Person und ihm als Talente mitgegeben. So seien aufmerksames Beobachten und ständige Reflexionsbereitschaft das Fundament seiner Arbeit und auch Zusammenarbeit. Durch die kongeniale Kooperation mit dem ebenfalls sehr versierten ehemaligen Kollegen Josef Steinhübel bildete er über Jahrzehnte eine der beiden Säulen, die das ideelle Gebäude der Schule trugen.

Stets hilfsbereit

Hilfsbereit und umsichtig stellte er sich und seine Stärken in den Dienst der Berufsfachschule: Akquise des Holzbedarfs, Kundengespräche mit Sägewerken, Preisverhandlungen, Kalkulationen, Reparaturaufträge ausführen, seien Grundlagen für einen reibungslosen Schulablauf.  Entwicklungen von Regal-, Tisch- und weiterer Möbelformen wurden mit den Schülern erstellt, ebenso Grabmalentwürfe und -ausführungen. Auch im Modellbau leistete er Großartiges, zum Beispiel das von ihm geleitete Unterrichtsprojekt "Architekturmodell Kirchenburg Ostheim/Rhön", dort in einer Dauerausstellung zu besichtigen und mit herausragendem Engagement der ehemaligen Schüler Max Binnen und Artem Haag erstellt. Als Klassenleiter führte er Balken-Stammarbeiten ein, Beispiele stehen im Schulgarten, am Marktplatz in Bischofsheim und am Kloster Wechterswinkel und werden über seine aktive Zeit an der Bischofsheim Berufsfachschule für Holzbildhauer die Erinnerung an ihn wachhalten.

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