Bad Neustadt

Sanierung in Bad Neustadt abgeschlossen: Mehr als nur ein Friedhof

Nur im kleinen Kreis konnte der Abschluss der Arbeiten am Altstadtfriedhof von Bad Neustadt gewürdigt werden.
Foto: Eckhard Heise | Nur im kleinen Kreis konnte der Abschluss der Arbeiten am Altstadtfriedhof von Bad Neustadt gewürdigt werden.

Es ist ein Problem dieser Zeit, dass erfreuliche Ereignisse nicht so gewürdigt werden können, wie sie es verdient hätten. Nicht anders erging es der Sanierung des Altstadtfriedhofs von Bad Neustadt. Rund 2,1 Millionen Euro waren in den aufwendigen Umbau des Geländes investiert worden, doch dem Abschluss der Arbeiten konnte nur im kleinen Kreis Rechnung getragen werden.

Bürgermeister Michael Werner hatte nur eine kleine Runde der wichtigsten Akteure geladen, um nach den erheblichen Investitionen wenigstens nicht direkt zur Tagesordnung überzugehen. 2017 seien die Planungen aufgenommen worden, um dann 2019 die Arbeiten einzuleiten, berichtete das Stadtoberhaupt. Nahezu die gesamte Fläche sei bearbeitet worden. Zahlreiche neue Grabstätten wurden neu geschaffen, so dass jetzt Urnenbestattungen in der Erde, in Stelen, Wänden und anonym unter der zentralen Buche möglich sind. Jetzt fehle nur noch die Aussegnungshalle, die im nächsten Jahr in Angriff genommen werden soll, was nochmals mit einer Investition von knapp 400 000 Euro verbunden sei.

Viele Gespräche mit den Angehörigen

Als eine Herausforderung habe sich das Verlegen der Grabstellen erwiesen. Viele "schwierige" Gespräche mussten von den Mitarbeitern des Bauamts und des Ordnungsamts mit Angehörigen von Verstorbenen geführt werden, um das Einverständnis zum Ortswechsel einzuholen, hob Werner hervor. Rund 160 Gräber sind umgelegt worden, präzisierte Planer Valtin Dietz die Ausführungen des Bürgermeisters. Die Verstorbenen seien jedoch an ihrem Bestattungsort verblieben, nur die Grabsteine seien verlegt worden. Nach der Umgestaltung sind jetzt etwa 140 Erdgräber und rund 130 Urnenplätze frei.

Pfarrerin Susanne Ress freut sich vor allem darüber, dass eine Fläche den  "Sternenkindern" vorbehalten ist. Damit können erstmals im Landkreis Rhön-Grabfeld Babys begraben werden, die die Geburt nicht überlebt haben, stellt die evangelische Seelsorgerin fest, die an der Gestaltung mit beteiligt war. Sie denkt, dass betroffenen Eltern sehr geholfen sei, wenn sie nun einen Platz zum Trauern haben.

Insgesamt zeigt sich der Bürgermeister sehr zufrieden mit der Gestaltung. Der Friedhof habe jetzt mit dem vielen Grün durch Rasenflächen und Bewuchs einen Park ähnlichen Charakter, wie ihm schon von Besuchern bestätigt worden sei. "Der Friedhof soll schließlich nicht nur ein Ort der Trauer sein, sondern auch der Begegnung."      

 

 

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