Unsleben

Unsleben:In den nächsten Jahren könnte es eng werden

Unerwartet wurde ein Förderprogramm für die Sanierung von Schülerhorten aufgestellt, das Unsleben jetzt unter Zugzwang setzt.
Foto: Eckhard Heise | Unerwartet wurde ein Förderprogramm für die Sanierung von Schülerhorten aufgestellt, das Unsleben jetzt unter Zugzwang setzt.

"Es hätte viel schlechter aussehen können", beschrieb Bürgermeister Michael Gottwald den Haushalt für die Gemeinde Unsleben. Angesichts der allgemeinen Rahmenbedingungen sei die finanzielle Lage der Gemeinde akzeptabel, erst in den nächsten Jahren könnten die großen Vorhaben die Gemeinde überfordern, deutete Kämmerin Christina Saal bei der Beratung des Zahlenwerks an.  

Förderprogramm setzt Gemeinde unter Zugzwang

Mit einem Gesamtvolumen von 4,8 Millionen Euro überschreitet die Gemeinde den Ansatz des Vorjahres um 1,3 Millionen Euro, was vor allem aus den größten Bauprojekten resultiert, aber auch dem Umstand geschuldet ist, dass die Sanierung des Schülerhorts rascher kommen könnte, als ursprünglich vorgesehen. Durch die unerwartete Aufstellung eines Förderprogramms für derartige Einrichtungen bietet sich für die Gemeinde mit Unterstützung der anderen VG-Mitgliedsgemeinden an, die energetische Sanierung jetzt schon anzugehen. Die Kosten wurden auf rund 650 000 Euro geschätzt. Die Arbeiten werden aber nur aufgenommen, wenn die Förderung zugesagt wird – später segneten die Mitglieder formell einen entsprechenden Förderantrag ab.

Ebenfalls ein großer Zuschuss steht für die Sanierung des Alten Pfarrhauses aus. Für das Vorhaben wird an Ausgaben in diesem Jahr ein Betrag von etwas über einer halben Million Euro angesetzt, die Förderung könnte sich in einer ähnlichen Höhe bewegen. Insgesamt könnten aus den verschiedenen Förderprogrammen rund 1,5 Millionen nach Unsleben fließen. Weitere größere Vorhaben sind die Herstellung des Radwegs nach Wechterswinkel mit Ausgaben in Höhe von 400 000 Euro und Tiefbauarbeiten in der Bahnhofstraße und im Bereich Beetländer, die zusammen rund eine halbe Million Euro ausmachen.

Rücklagen werden nahezu aufgebraucht

In diesem Jahr können die Vorhaben noch nahezu komplett aus eigenen Mitteln finanziert werden. Allerdings werden die Rücklagen nach der Entnahme von einer halben Million Euro nahezu aufgebraucht sein. Größere Darlehensaufnahmen müssten in den nächsten Jahren folgen, weil dann noch weitere Vorhaben – wie etwa die Erweiterung des Kernwegenetzes - auf der Agenda stehen. Dabei könnte dann allerdings die Finanzaufsicht der Gemeinde einen Strich durch die Rechnung machen, wenn sie der Ansicht ist, dass eine Verschuldung, wie sie zur Umsetzung notwendig wäre, für die Gemeinde nicht tragbar sei. In diesem Fall müssten Prioritäten gesetzt werden.

In diesem Jahr kann sich die Gemeinde weiterhin auf solide Einnahmequellen stützen, die bei einem Volumen von 2,2 Millionen Euro im laufenden Geschäft einen Überschuss von knapp 100 000 Euro produzieren. Sollten sich die Vorhaben wie geplant entwickeln, sei zum Jahresende mit einem leichten Anstieg des Schuldenstands zu rechnen, der zum Ende des Jahres 2020 bei 480 Euro je Einwohner lag.

Nachdem das Gremium das Zahlenwerk abgesegnet hatte, befürwortete der Gemeinderat nach ein Bauvorhaben zur Errichtung eines Einfamilienhauses im Taubenfleck. Ferner berichtete der Bürgermeister, dass die NES-Allianz künftig mehr öffentliche Präsenz zeigen will. Dazu sollen eventuelle Banner oder Hinweisschilder in den Mitgliedsgemeinden aufgestellt werden. Zu guter Letzt gab Gottwald bekannt, dass der Friedhof hergerichtet worden ist und sich nun wieder in einem passablen Zustand befinde.

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