Schönau

Ursachen für schlechte Wasserqualität im Burgwallbacher See gesucht

Die Wasserqualität des Burgwallbacher Badesees ist nicht zufriedenstellend. Nun sollen Untersuchungen vorgenommen werden, um die Ursachen zu finden und mögliche Maßnahmen zur Verbesserung zu ergreifen.
Foto: Marion Eckert | Die Wasserqualität des Burgwallbacher Badesees ist nicht zufriedenstellend. Nun sollen Untersuchungen vorgenommen werden, um die Ursachen zu finden und mögliche Maßnahmen zur Verbesserung zu ergreifen.

Die Wasserqualität des Badesees Burgwallbach ist nicht zufriedenstellend. Unter anderem bestehen Probleme mit Blaualgen und trübem Wasser.  Aus diesem Grund haben bereits Besprechungen zwischen Bürgermeisterin Sonja Rahm, Vertretern des Bauernverbands und des Amts für ländliche Entwicklung sowie drittem Bürgermeister Andreas Herleth stattgefunden. Zum anderen befasste sich nun der Gemeinderat mit dem Thema.

Die genaue Ursache für die mangelhafte Wasserqualität habe bisher jedoch noch nicht eindeutig identifiziert werden können. Ursache könnten Faktoren wie Landbewirtschaftung, Wald, fehlender Nährstoffrückhalt, fehlende Wasserzufuhr, zu viele Nährstoffe im See, Fischbesatz und ähnliches, erklärte Rahm dem Gremium. "Bevor Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität in Erwägung gezogen werden, müssen zunächst die Ursachen gefunden werden", betonte Rahm.

Gemeinde entscheidet über Umsetzung 

Über die Initiative boden:ständig, eine Initiative der Bayerischen Verwaltung für Ländliche Entwicklung, sei es möglich, Untersuchungen vornehmen sowie einen Bestands- und Bewertungsplan erarbeiten zu lassen. Vorgesehen seien diverse Untersuchungen des Sees, der Wasserzuläufe zum See und des Absetzbeckens. Mit diesen Untersuchungen wurde das Büro GeoTeam aus Bayreuth beauftragt. Die Kosten von rund 9000 Euro für die Untersuchungen, die Planung von bis zu drei Maßnahmen mit Abstimmung der notwendigen behördlichen Genehmigungen, werden komplett vom Amt für ländliche Entwicklung übernommen.

Welche der vom Büro GeoTeam vorgeschlagenen Maßnahmen im Anschluss konkret umgesetzt werden, darüber entscheide die Gemeinde zum gegebenen Zeitpunkt und abhängig von den zur Verfügung stehenden Haushaltsmitteln. Maßnahmen vor Ort können vom Amt für ländliche Entwicklung gefördert werden, allerdings nur anteilig. Die Gemeinderäte stimmten dieser Vorgehensweise zu. Die Bürgermeisterin bat um Geduld, da die Untersuchungen sich über Monate hinziehen werden.

Einstimmig für Förderprogramm

In der Januar-Sitzung des Schönauer Gemeinderats fand die erste Vorstellung der Gestaltungssatzung statt. Als Anreiz für private Maßnahmen soll, ergänzend zur Gestaltungssatzung, ein kommunales Förderprogramm aufgelegt werden, das beschlossen die Gemeinderäte jetzt einstimmig. Zunächst sind nun die Förderrichtlinien, insbesondere die Formulierungen über Zweck und Ziel, Gegenstand und Fördervolumen zu erarbeiten.

Die Förderrichtlinien werden dann als Anhang der Gestaltungssatzung beigefügt. Wie auch die Erstellung der Gestaltungssatzung werde auch die Erarbeitung des kommunalen Förderprogramms über die Städtebauförderung bezuschusst.  

In der Diskussion um die Genehmigung des Protokolls der öffentlichen Januar-Sitzung wurde darauf hingewiesen, dass die Gestaltungssatzung schon im Entwurfsstadium auf der gemeindlichen Homepage veröffentlicht werden soll, um betroffenen Bürgern Einsicht und ein Mitspracherecht zu ermöglichen. Die Bürgermeisterin versicherte, dass sie Dementsprechendes verlassen werde.

Auf Antrag von Eberhard Märkert wurde über die Fahrtkostenpauschale von Bürgermeisterin Sonja Rahm öffentlich beraten. Wie der stellvertretende Bürgermeister Reinhold Nöldner berichtete, habe die Bürgermeisterin von Mai bis Juli Fahrtenbuch geführt und bekam monatlich 379 Euro pauschal ersetzt. Da sie das Amt als Bürgermeisterin in Vollzeit ausübe und vermehrt überörtliche Termine wahrzunehmen habe, schlug er vor, sie von der Pflicht, ein Fahrtenbuch zu führen, zu entbinden und eine Pauschale von 400 Euro monatlich zu gewähren. An ihren Vorgänger, der das Bürgermeisteramt nicht hauptamtlich ausübte, seien 350 Euro monatlich gezahlt worden.

Eberhard Märkert sprach sich gegen Nöldners Vorschlag aus. Seiner Ansicht nach seien für Sonja Rahm keine weiteren Aufgaben hinzugekommen. Dr. Georg Vogel stellte sich auf  Nöldners Seite, um die Bürgermeisterin einerseits von der Pflicht ein Fahrtenbuch zu führen zu befreien, anderseits war er der Ansicht, dass in der halben Arbeitszeit nicht das gleiche Pensum geleistet werden könne, wie in der vollen. Mit zwei Gegenstimmen wurde schließlich Nöldners Vorschlag angenommen. Unklarheit herrschte allerdings über Informationen aus der Verwaltungsgemeinschaft Bad Neustadt,  nach denen an den Vorgänger 175 Euro gezahlt wurden. Die Gemeinderäte baten, dass sie über die korrekten Zahlen informiert werden.

Lob für Schneeräumer

Grundsätzlich habe das Schneeräumen in der Gemeinde Schönau gut funktioniert. "Die Anwohner sind diszipliniert", lobte die Bürgermeisterin. Ewald Johannes bat die Eigentümer unbebauter Grundstücke auf ihre Räum- und Streupflicht hinzuweisen. Johannes machte die Bürgermeisterin darauf aufmerksam, dass es schon zum dritten Mal zu Problemen mit der Straßenbeleuchtung kam. Lampen seien in Flammen aufgegangen. Hier müsse das Überlandwerk schnell tätig werden, um größere Schäden zu verhindern.

Angeregt wurde von Johannes die Anschaffung eines Defibrillators, hierfür gebe es auch Fördermittel. Die Bürgermeisterin erklärte sich einverstanden, dass er Angebote einholt und dem Gemeinderat vorlegt.

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