Bad Neustadt

Zwei junge Rhönerinnen für ein Jahr als freiwillige Helfer in Peru

Lena Gräfenschnell (links) und Maja Büttner werden ein Jahr im Partnerbiosphärenreservat in Peru arbeiten. Das Bild zeigt sie mit Michael Geier, dem Leiter der Bayerischen Verwaltung des Biosphärenreservats Rhön.
Foto: Anna-Lena Bieneck | Lena Gräfenschnell (links) und Maja Büttner werden ein Jahr im Partnerbiosphärenreservat in Peru arbeiten. Das Bild zeigt sie mit Michael Geier, dem Leiter der Bayerischen Verwaltung des Biosphärenreservats Rhön.

Einmal um die Welt: Für die beiden Rhönerinnen Lena Gräfenschnell (18) und Maja Büttner (19) aus Bad Neustadt geht es dieser Tage für ein Jahr nach Peru. Im Rahmen des entwicklungspolitischen Freiwilligendienstes „weltwärts“ werden sie im Biosphärenreservat Oxapampa-Ashanika-Yanesha – kurz: BIOAY – eingesetzt. Wie es in einem Bericht des Biosphärenreservats Rhön heißt, helfen sie im neuen Partnerreservat in der Verwaltung und in einer Schule mit.

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Im Mai hatten die Biosphärenreservate Rhön und BIOAY eine Partnerschaft unterzeichnet. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit konnte die Bayerische Verwaltung zwei Freiwillige aus der Rhön für Projektstellen von „weltwärts“ vermitteln. Die Entscheidung, nach dem Abitur ein Jahr ins 10 000 Kilometer entfernte Peru zu reisen, haben Lena Gräfenschnell und Maja Büttner ganz spontan getroffen. Als sie im Sommer durch Zufall auf den Freiwilligendienst im BIOAY aufmerksam wurden, „war das genau das Richtige für uns“. In Bad Neustadt sind die beiden keine Unbekannten: Sie organisieren dort die Ortsgruppe der weltweiten Bewegung „Fridays for Future“ mit.

Mitarbeit beim Aufbau nachhaltiger Strukturen

Für beide war es klar, dass sie sich nach der Schulzeit „irgendwo für etwas Sinnvolles und für Nachhaltigkeit“ engagieren wollen. „Klimaschutz zum Beispiel ist für mich eine Herzensange-legenheit“, sagt Maja Büttner (19), die plant, später Medizin zu studieren. Sie ist am Bereich Forschung interessiert und kann sich für die Zukunft etwa ein Engagement bei „Ärzte ohne Grenzen“ vorstellen. Auch Lena Gräfenschnell (18) möchte studieren – sie interessiert sich für Ethnologie und Philosophie, die Themen Umwelt, Menschenrechte und humanitäre Hilfe. „Es geht um das Ziel: Meine Tatkraft auf etwas lenken zu können, hinter dem ich stehe und mit dem ich etwas bewegen kann.“

Das wollen beide nun in einem Biosphärenreservat tun, in dem die Umstände anders sind als in der Rhön. Die Freiwilligen arbeiten hier aktiv daran mit, funktionierende nachhaltige Strukturen aufzubauen – ob im Bereich Tourismus, Landwirtschaft, Naturschutz oder Bildung. Ob der Auslandseinsatz stattfinden kann, stand allerdings erst mal in den Sternen. Wegen Corona war lange nicht klar, ob Visa ausgestellt werden. Vor ein paar Wochen kam dann aber grünes Licht: Am 17. Oktober kann es losgehen. Die beiden sind vor allem gespannt auf die neue Kultur und die Menschen, die sie erwarten. Auf ihren Aufenthalt sind die Jugendlichen mit einem achttägigen Präsenzseminar und zwei digitalen Seminarabenden vorbereitet worden.

In Peru werden die Bad Neustädterinnen etwa vier Stunden voneinander entfernt wohnen. Eine der beiden Einsatzstellen ist die Biosphärenreservatverwaltung in Oxapampa. Hier wird Maja Büttner die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter anderem in den Bereichen Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit sowie im Programm „Nachhaltige Gemeinden“ unterstützen. Lena Gräfenschnell wird in einer staatlichen Sekundarschule beim Englischunterricht und im schulischen Gemüsegarten mithelfen. Auch die Mitarbeit in der Umweltbildung, an Aufforstungsaktionen oder an Aktionen zur Förderung des Tourismus ist möglich.

Von ihren Erlebnissen und Eindrücken während ihres Auslandsjahres in Peru werden Maja Büttner und Lena Gräfenschnell regelmäßig berichten. Den Link zum Blog sowie weitere Infos zur Projektpartnerschaft mit BIOAY finden Interessierte auf der Webseite des Biosphärenreservats, https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/bioay.

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