Gerolzhofen

Hochwasser-Soforthilfe: Über 12 000 Euro wurden ausgezahlt

Nach den starken Regenfällen im Juli kam es im südlichen Landkreis Schweinfurt zu erheblichen Überschwemmungen. Der Freistaat stellte Gelder für Betroffene zur Verfügung.
Das Hochwasser der Volkach stieg im Gerolzhöfer Stadtgebiet im vergangenen Juli so hoch an wie schon seit Jahrzehnten nicht mehr. Im Bild die damals überflutete untere Saarstraße.
Foto: Alexander Haas | Das Hochwasser der Volkach stieg im Gerolzhöfer Stadtgebiet im vergangenen Juli so hoch an wie schon seit Jahrzehnten nicht mehr. Im Bild die damals überflutete untere Saarstraße.

Das über mehrere Tage hintereinander auftretende stark Hochwasser hatte im vergangenen Juli insbesondere in den Ortschaften entlang der "Volkach" und der "Schwarzach" erhebliche Schäden angerichtet. Der Freistaat stellte  nach dem extremen Wetter bayernweit 50 Millionen Euro als Soforthilfe zur Verfügung. Diese Hilfsgelder sind auch in den südlichen Landkreis Schweinfurt geflossen. 

Maximal 5000 Euro

Als Soforthilfe gab es für betroffene Haushalte bis zu 5000 Euro und eine Soforthilfe bei Ölschäden an Gebäuden von bis zu 10 000 Euro. Bei Versicherbarkeit der Schäden galt für Nichtversicherte jeweils ein Abschlag von 50 Prozent. Versicherungsleistungen wurden auf die staatlichen Hilfen angerechnet. Die Soforthilfe wurde über die jeweiligen Landratsämter abgewickelt.

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Am 30. September lief die Antragsfrist für diese Soforthilfe aus – Zeit also, um eine erste Bilanz zu ziehen: Beim Landratsamt Schweinfurt gingen elf Anträge von Bürgern ein, teilt Pressesprecher Andreas Lösch auf Anfrage dieser Redaktion mit. In fünf Fällen sei die Hilfe bewilligt worden, vier Fälle wurden abgelehnt. Zwei Verfahren sind noch nicht abgeschlossen.

Auch Spendengelder werden verteilt

Bis jetzt wurden 12 350 Euro an betroffene Haushalte im Landkreis ausgezahlt. "Für Anträge von Firmen ist die Regierung von Unterfranken zuständig", erklärt Lösch. Es seien aber keine Anträge vom Landratsamt Schweinfurt an die Regierung weitergeleitet worden.

Am Abend des 7. Juli 2021 stand die Zeilitzheimer Ortsdurchfahrt im Bereich der Brücke über die Volkach nach Starkregen unter Wasser.
Foto: Danzberger | Am Abend des 7. Juli 2021 stand die Zeilitzheimer Ortsdurchfahrt im Bereich der Brücke über die Volkach nach Starkregen unter Wasser.

Neben der Soforthilfe stehen zusätzlich auch Spendengelder des Freistaats in Höhe von 28 752 Euro zur Verfügung. Das Geld soll denjenigen vom Hochwasser geschädigten Privathaushalten und Personen im Landkreis Schweinfurt zugute kommen, die sich in einer besonderen Notlage befinden und bei denen die Soforthilfe nicht ausreicht oder nicht gewährt werden kann. Außerdem kann das Geld an vom Hochwasser betroffene soziale, gemeinnützig anerkannte oder mildtätige Organisationen gehen. "Über den Verteilungsschlüssel wurde aber noch nicht entschieden", teilt Landratsamt-Pressesprecher Lösch mit.

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Vom Hochwasser besonders stark betroffen war auch der nordöstliche Landkreis Kitzingen, hier vor allem die Region um Prichsenstadt, Schwarzach und Wiesentheid. Hier ist die Nachfrage nach der Hochwasser-Soforthilfe deutlich höher gewesen. 165 Anträge wurden gestellt. Zur Auszahlung kamen rund 375 000 Euro. Außerdem hat das Landratsamt Kitzingen weitere 112 000 Euro an Spendengelder für besondere Härtefälle vom Freistaat zugewiesen bekommen.

Kostenlose Sperrmüll-Abholung

Als das Hochwasser im Juli zurückgegangen war, stand so mancher Betroffene auch vor der Frage, wohin mit dem unbrauchbar gewordenem Mobiliar. Der Landkreis Schweinfurt habe deshalb als Ausnahmeregelung eine schnelle und unbürokratische Hilfe angeboten, zum Beispiel mit einer außerplanmäßigen und kostenfreien Entsorgung von Sperrmüll, sagt Pressesprecher Lösch. Die dabei angefallene Müllmenge sei aber verhältnismäßig gering gewesen, so dass es dafür keine eigene "Müll-Bilanz" gibt. 

Dies sieht im Nachbarlandkreis Kitzingen anders aus. Dort kamen in den eigens aufgestellten 20 Abfallcontainern des Kreises knapp 90 Tonnen Hochwasser-Müll zusammen, ein Großteil davon im Raum Prichsenstadt. Private Dienstleister sammelten weitere 30 Tonnen ein.

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