Schweinfurt

Kultursommer 2021 in Schweinfurt: Vorfreude bei OB Sebastian Remelé

Die Planungen für den Kultursommer 2021 auf einer Open-Air-Bühne am Kessler Field laufen auf Hochtouren. Wie viele Besucher kommen könnten und wo sich Veranstalter melden sollen.
Rechts vom Gebäude der DDC-Factory (Bildmitte) am Kessler Field wird auf der Wiese die Open-Air-Bühne für den Schweinfurter Kultursommer 2021 ab Anfang Juli aufgebaut.
Foto: Anand Anders | Rechts vom Gebäude der DDC-Factory (Bildmitte) am Kessler Field wird auf der Wiese die Open-Air-Bühne für den Schweinfurter Kultursommer 2021 ab Anfang Juli aufgebaut.

Konzerte, Kabarett, Comedy, Breakdance oder Chorgesang auf großer Bühne mit mehreren hundert Besuchern in neun Wochen? Wer jetzt auf die Corona-Lage in Schweinfurt schaut, dürfte daran seine Zweifel haben. Doch auch wenn die 7-Tage-Inzidenz pro 100 000 Einwohner mit 295,7 am 5. Mai die fünfthöchste in Deutschland war, ist Oberbürgermeister Sebastian Remelé (CSU) nicht zu unrecht optimistisch.

"Wir wollen ab Juli dem Kulturleben in der Stadt neuen Atem einhauchen."
Oberbürgermeister Sebastian Remelé (CSU) über die Pläne für den Kultursommer 2021.

Gerade die stark steigende Zahl an Impfungen in Deutschland lässt nach Expertenmeinung einen deutlich entspannteren Sommer möglich erscheinen. Und darauf setzt auch Schweinfurt seine Hoffnung: "Wir wollen ab Juli dem Kulturleben in der Stadt neuen Atem einhauchen", erklärte der OB.

Wie, das schilderte Kulturamtsleiter Christian Federolf-Kreppel in der Kulturausschusssitzung am Mittwoch Nachmittag. Mit "heißer Nadel gestrickt" sei das Konzept, das immer weiter wachse. Man wolle ganz bewusst "einen Impuls setzen für die städtische und vor allem die freie Kultur", betonte er.

Ein Impuls, der im übrigen auch mit Wohlwollen von den Stadtrats-Fraktionen aufgenommen wird, auch von denen, die der Haltung der Stadt gegenüber der freien Kultur zu Beginn der Corona-Pandemie im vergangenen Jahr kritisch gegenüber standen. Man merke eine deutliche Veränderung und konstruktive Herangehensweise, konstatierte SPD-Fraktionsvorsitzender Ralf Hofmann.

Konzerte, Kabarett, Comedy, Breakdance-Programme – die Vielfalt der Angebote ist groß, die ab Mitte Juli beim Kultursommer 2021 geboten werden soll.
Foto: Oliver Schikora | Konzerte, Kabarett, Comedy, Breakdance-Programme – die Vielfalt der Angebote ist groß, die ab Mitte Juli beim Kultursommer 2021 geboten werden soll.

Die Idee zum Kultursommer 2021 kam auch dadurch auf, dass im Februar bekannt wurde, dass das städtische Theater nach Beendigung des Lockdowns wegen Problemen mit dem Brandschutz nicht öffnen wird. Da ohnehin eine Sanierung des Theaters für 42 Millionen Euro geplant ist, die im Herbst 2022 beginnen soll und bis Mitte 2024 dauert, wird derzeit die Zeit genutzt für Vorarbeiten und verstärkte Planung.

Nichts desto trotz will die Stadtverwaltung natürlich ein Ersatzprogramm ermöglichen, für das ein Team mit Kulturamtsleiter Christian Federolf-Kreppel, Ralf Väth (Organisation), Philipp Riedl von der Firma PASE und DDC-Geschäftsführer Marcel Geißler verantwortlich ist.

Große Bühne und Platz für bis zu 500 Besucher am Kessler Field in Schweinfurt

Veranstaltungsort ist das Kessler Field, die Wiese neben der DDC-Factory. In den Räumen der Dancefloor Destruction Company sind die Toiletten für die Besucher sowie die Künstler-Garderoben. Auf dem Kessler Field hatte vor vielen Jahren auch die amerikanische Armee Konzert-Events veranstaltet. Die geplante Bühne hat eine Spielfläche von zehn mal acht Metern, eine Grundausstattung an Licht und Beschallung sowie LED-Leinwände an den Seiten. Außerdem stellt die Stadt einen Techniker zur Betreuung. Vor der Bühne ist Platz für bis zu 500 Besucher, bestuhlt für 250.

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Die Bühne zahlt die Stadt. Man hat laut Federolf-Kreppel für den Kultursommer auch Fördergelder aus einem neuen Programm des Bundes beantragt, über die Mitte Mai entschieden wird. Die einzelnen Kulturveranstaltungen, die ab 9. Juli beginnen und bis Mitte September gehen sollen (jeweils freitags bis sonntags), werden nicht von der Stadt selbst veranstaltet, sondern sie vermietet die Bühne. Institutionen wie die Disharmonie, der KulturPackt oder die DDC haben schon Veranstaltungen angemeldet, "da sind auch hochkarätige Sachen dabei", will der Kulturamtsleiter aber noch nicht zu viel verraten. Die Stadt übernimmt auch die Werbung mit Flyern, Plakaten und einer eigens erstellten Internetseite.

Ticketverkauf geht über den jeweiligen Veranstalter

Der Ticketverkauf läuft über den jeweiligen Veranstalter, der der Stadt einen Obolus für die Nutzung der Bühne zahlen muss. Die Höhe muss noch vom Stadtrat genehmigt werden, soll sich aber am Eintrittspreis orientieren und nicht mehr als 500 Euro betragen. Sollte die Veranstaltung wegen schlechten Wetters abgesagt werden müssen, plant die Stadt, auch keine Gebühr für die Bühne zu erheben.

Der Kulturamtsleiter wies darauf hin, dass die Planung im Hintergrund komplex ist, da man natürlich in Absprache mit dem Ordnungs- und dem Gesundheitsamt ein Hygienekonzept erarbeite und die Hilfe der SWG, der Stadtwerke und des Servicebetriebs Bau- und Stadtgrün beim Aufbau und der Infrastruktur brauche.

Informationen und Anfragen zum Kultursommer gibt es bei Kulturamtsleiter Christian Federolf-Kreppel (c.federolf-kreppel@schweinfurt.de) oder bei Ralf Väth (info@rv-orgaservice.de).

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