Schweinfurt

Streit um 1. Mai: Richard Graupner kritisiert Frank Firsching

AfD-Landtagsabgeordneter und Stadtrat Richard Graupner erhebt Vorwürfe gegen DGB-Regionsgeschäftsführer und Linken-Stadtrat Frank Firsching.
Impression der zweiten SWADS-Demo im April auf dem Volksfestplatz. Die für den 1. Mai geplante Veranstaltung wurde kurzfristig abgesagt.
Foto: Anand Anders | Impression der zweiten SWADS-Demo im April auf dem Volksfestplatz. Die für den 1. Mai geplante Veranstaltung wurde kurzfristig abgesagt.

Im Vorfeld des 1. Mai hat DGB-Regionsgeschäftsführer Frank Firsching in einem exklusiven Interview mit dieser Redaktion unter anderem erläutert, warum aus seiner Sicht der 1. Mai als Tag der Arbeit der Tag der Gewerkschaften ist und dabei auch Kritik an anderen Veranstaltern geübt, die Kundgebungen angekündigt hatten wie das Bündnis "Schweinfurt auf die Straßen" (SWADS) oder die Neonazipartei "Der III. Weg". Das Bündnis SWADS ist aus Sicht Firschings unter anderem auch von der AfD beeinflusst. Man präsentiere sich als "Hüter demokratischer Werte", verhalte sich in Wirklichkeit aber unsolidarisch, wenn man die Abschaffung der Corona-Maßnahmen der Regierung fordere.

Am Samstag waren bekanntlich nur zwei (DGB und Schweinfurt ist bunt) der vier angekündigten Veranstaltungen, da SWADS in der Nacht auf Samstag nach einem verlorenen Gerichtsverfahren am Verwaltungsgericht Würzburg wegen des städtischen Verbots eines Demonstrationszuges seine Kundgebung auf dem Volksfestplatz abgesagt hatte und auch "Der III. Weg" im Laufe des Samstags seine Veranstaltung in den Wehranlagen absagte.

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In einer Mitteilung meldete sich am Wochenende der Schweinfurter AfD-Landtagsabgeordnete Richard Graupner zu Wort und kritisiert Firschings Aussagen im Interview mit scharfen Worten. Der Versuch, "Kritikern der Corona-Maßnahmen die demokratische Legitimität abzusprechen, ist ebenso dreist wie arrogant“, so Graupner.

Aus Sicht Graupners sei es "Augenwischerei", wenn Firsching den 1. Mai für die Arbeiterbewegung reklamiere, da aus Sicht Graupners nicht die Gewerkschaften die Interessen der Arbeitnehmer verträten, sondern seine Partei. Des Weiteren wirft er Firsching vor, der Bürgerinitiative SWADS die demokratische Legitimität abzusprechen. Graupner hatte sich im Schweinfurter Stadtrat mit einem Eilantrag kürzlich dafür ausgesprochen, dass SWADS auch den von der Stadt mit Verweis auf die hohen Corona-Inzidenzzahlen abgelehnten Demonstrationszug erlaubt bekommt. Er war mit dem Antrag klar gescheitert und wurde für den Antrag unter anderem von Frank Firsching und der dritten Bürgermeisterin Ayfer Rethschulte (Grüne) deutlich kritisiert.

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