Gerolzhofen

Zweigstelle der Stadtbibliothek

Gemeinsamer Weg: Die Mittelschule und die Stadtbibliothek Gerolzhofen arbeiten im Rahmen eines Kooperationsvertrages künftig zusammen. Im Bild (von links): Brigitte Vogt (Leiterin Stadtbibliothek), Bürgermeister Thorsten Wozniak, Steffen Braum (Beauftragter Leseförderung an der Mittelschule Gerolzhofen) und Schulleiter Gunnar Jüttner.
Foto: Matthias Beck | Gemeinsamer Weg: Die Mittelschule und die Stadtbibliothek Gerolzhofen arbeiten im Rahmen eines Kooperationsvertrages künftig zusammen.

Beim Lesen gehen die Mittelschule und die Stadtbibliothek Gerolzhofen fortan gemeinsame Wege. Geregelt ist das in einem Kooperationsvertrag und einer Vereinbarung, die Schulleiter Gunnar Jüttner und Bürgermeister Thorsten Wozniak am Dienstag in der Stadtbibliothek unterzeichneten. Durch den Vertrag wird die Schulbibliothek eine Zweigstelle der Stadtbibliothek. Zudem einigte man sich auf eine Leseförderung von Kindern und Jugendlichen.

Bibliotheksleiterin Brigitte Vogt und der Beauftragte für die Leseförderung an der Mittelschule Gerolzhofen, Steffen Braum, erläuterten in einem Pressegespräch die künftige Zusammenarbeit. Zunächst könnten die Schüler der Mittelschule mit nur einem Leseausweis Medien in der Mittelschule und in der Stadtbibliothek entleihen und zurückgeben.

Das gehe mit einem gemeinsamen Katalog einher, so Vogt und Braum. Die Titel der jeweiligen Einrichtung stehen in einer Liste nebeneinander. Über einen Standortvermerk könne man sehen, wo sie sich gerade befinden. So könnten Schüler beispielsweise für Referate über den PC in der Schule das erweiterte Medienangebot recherchieren. Auch ergebe sich dadurch ein Weniger an Aufwand für die Bearbeitung. Weiterhin ermögliche das gemeinsame System, dass die Stadtbibliothek problemlos den Bestand der Schulbibliothek mit Titeln ergänzen kann, so Vogt und Braum. So werde die Schulbibliothek attraktiv gehalten, weil sie sich öfter verändere.

Lesefreude wecken

Der Vertrag von Schul- und Stadtbibliothek sei, wie Braum sagte, wegweisend für andere Einrichtungen. Als Vision für die zukünftige Entwicklung könne er sich einen gesamten Pool für Gerolzhofen vorstellen.

Die Freude am Lesen bei Kindern und Jugendlichen zu fördern und zu entwickeln, sehen Schule und Bibliothek als gemeinsame Aufgabe an, so Vogt und Braum. Der Umgang mit Texten und die vorhandene Lesekompetenz seien Schlüsselqualifikationen und die Grundvoraussetzung für Erfolg in Schule und Beruf. Gemeinsam wolle man Lesemotivation und -kompetenz vermitteln und die Schüler zu einem kritischen Umgang mit medialen Informationen befähigen.

Zum Ziel habe man sich laut Vogt gesetzt, die Bibliothek als attraktive und lernunterstützende Einrichtung kennenzulernen, Leseinteresse und -freude zu wecken und stabile Lesegewohnheiten auszubilden. Daher solle jede Klasse mindestens zwei Mal im Jahr in die Bibliothek kommen, um Medien auszuleihen und an Aktionsprogrammen teilzunehmen. Letztere können zum Beispiel Buchpräsentationen, Themenrallyes, Quizangebote, Bookslams oder Autorenlesungen sein.

Schulleiter Gunnar Jüttner sprach sich positiv über die Zusammenarbeit aus. Er betrachte die Förderung der Lesekompetenz als eine dringende Notwendigkeit. Besonders plädierte er dafür, dass man die Schüler an das Lesen ganzer Sätze heranführe.

Wozniak bezeichnete Lesen als das Thema schlechthin. Die Kooperation ziele auf die Leseförderung und Stärkung der Schüler ab. Zudem sehen die Schüler, dass es in der Stadtbibliothek außer dem Buch auch andere Medien gebe.

Zukunftsweisendes Projekt

Vogt verlas ein Schreiben von Jochen Diel, einem Fachberater der bayerischen Staatsbibliothek der Landesfachstelle für das öffentliche Bibliothekswesen. Darin bezeichnete er die kooperative Zusammenarbeit in vielerlei Hinsicht als gewinnbringend und zukunftsweisend. Erfahrungsgemäß wirke sich die zu erwartende Steigerung der Leseaktivität der Schüler auch auf die Nutzung der Bibliothek aus. An immer mehr Schul- und Bibliotheksstandorten sollen solche Kooperationen geschlossen werden. Das Beispiel Gerolzhofen werde hierbei zur Nachahmung empfohlen.

Braum sagte, dass man durch den Kooperationsvertrag über die Landesfachstelle für das öffentliche Bibliothekswesen förderfähig sei. Denn Schulen hätten keinen Etat zur Neuausstattung der Schülerbücherei. Hierbei sei auch ein Beitrag von Sponsoren erwünscht.

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