Würzburg

Abrissbagger auf dem Götz-Gelände

Großbaustelle: Die wohl prominenteste Ruine der Gemeinde Margetshöchheim wird abgetragen. Wo einst die Großbäckerei Götz stand, sollen Ärzte- und Wohnhäuser sowie Gewerbe entstehen. Doch bis dahin bleibt viel zu tun.
Bäckerei Götz       -  Die Geschichte der Bäckerei Götz ist lang. Sie begann in der Ortsmitte von Margetshöchheim, zog dann Anfang der 1930-er Jahre in den an den südlichen Rand um. So sah das Götz-Gelände im Jahr 2009 aus.
Foto: Theresa Müller | Die Geschichte der Bäckerei Götz ist lang. Sie begann in der Ortsmitte von Margetshöchheim, zog dann Anfang der 1930-er Jahre in den an den südlichen Rand um. So sah das Götz-Gelände im Jahr 2009 aus.

Es tut sich etwas in Margetshöchheim-Süd. Auf das brachliegende Götz-Gelände sind Arbeiter mit riesigen Räumgeräten vorgerückt.

Seit Wochen schon knabbern die Abrissbagger Teile des Gebäudes an der Zeller Straße ab und haben bereits einen beachtlichen Schuttberg zusammengetragen.

Nach Information der Redaktion soll das rund ein Hektar große Grundstück in zwei Teile zerlegt werden: Auf einem Teil möchte der Eigentümer Wolfgang Götz zwei Ärztehäuser bauen, die im Gemeinderat unstrittig sind. Auf dem zweiten Teil ist an Mischnutzung gedacht. Ein Verbrauchermarkt ist nicht vorgesehen.

Die geplanten Ärztehäuser sind wohl die Bausteine des Grundstückseigentümers, an der Planung hält er dem Vernehmen nach auch fest. Laut Bürgermeister Waldemar Brohm (CSU) wollen zwei Projektbetreuer die Restfläche erwerben und sie entwickeln. „Beide Interessenten wollen es nur machen, wenn sie das Gelände als Eigentum erwerben können,“ sagte Brohm. Dort sollen Wohnhäuser und kleinteiliges Gewerbe entstehen. Beide Planungen sollen dann zusammengeführt werden.

„Beide Interessenten wollen es nur machen, wenn sie das Gelände als Eigentum erwerben können.“
Waldemar Brohm Margetshöchheimer Bürgermeister

Mehr möchte der sonst mitteilungsfreudige Bürgermeister nicht sagen. Man wolle erst in die Öffentlichkeit gehen, wenn der Planungsansatz auch realisierbar sei, sagt Brohm. Soll heißen, wenn die Planungen mit der Regierung von Unterfranken und dem Landratsamt Würzburg abgestimmt sind und die Gemeinde von dort grünes Licht für das Projekt bekommt.

Lesen Sie dazu auch den Artikel von Günther Hillawoth: Von der Backstube bis zur Großbäckerei mit 40 Filialen:

In der vorausgegangenen Planung war neben zwei Ärztehäusern auch ein Verbrauchermarkt geplant. Der Projektentwickler hätte dort gern einen Vollsortimenter angesiedelt. Da machte der Gemeinderat nicht mit und schob diesem Vorhaben mit einem Beschluss einen Riegel vor.

Man habe das nicht gemacht, weil man böse sei oder die Planungsabsichten untergraben wolle, betonte Bürgermeister Brohm. Vielmehr habe ein Gutachten ergeben, dass bei Schaffung eines weiteren Vollsortimenters einer der Märkte kaputt gehen würde, weil im Umkreis ein verdichtetes Einkaufaufkommen habe – in Zell, Zellingen und eben Margetshöchheim.

Nach Auskunft von Brohm will Tegut eine erhebliche Summe in die Revitalisierung seiner Filiale in Margetshöchheim investieren. Die Rede ist von 1,3 Millionen Euro.

So sah es am Mittwochmorgen auf dem Götz-Gelände aus – doch auch das letzte Gebäude ist mittlerweile gefallen.
Foto: Thomas Obermeier | So sah es am Mittwochmorgen auf dem Götz-Gelände aus – doch auch das letzte Gebäude ist mittlerweile gefallen.
Am Morgen noch da, am Abend war auch dieser Gebäudeteil Geschichte.
Foto: Obermeier | Am Morgen noch da, am Abend war auch dieser Gebäudeteil Geschichte.
Das „E“ der Konditorei
Foto: Thomas Obermeier | Das „E“ der Konditorei
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