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Antrag: Warum Rimparer mehr radeln sollen

Kurz nach der Ortseinfahrt mündet der gut ausgebaute Radweg entlang der Staatsstraße zwischen Versbach und Rimpar in einen Gehweg.
Foto: Ammon | Kurz nach der Ortseinfahrt mündet der gut ausgebaute Radweg entlang der Staatsstraße zwischen Versbach und Rimpar in einen Gehweg.

Seit Jahren drängt die Rimparer Interessengemeinschaft Umwelt-Rimparer Liste (IGU-RL) auf bessere Radweg-Verbindungen. Nun hat sie einen Antrag auf einen Ausbau im Marktgemeinderat eingebracht und verweist dabei auf die Stadt Würzburg, die ebenfalls die Verkehrswende einleiten möchte. "Die Vorschläge sind weitaus weitreichender, als die die wir stellen", kommentierte Fraktionssprecher Willi Pototzky diesen Vorstoß.

Die Forderungen der Fraktion umfassen fünf Punkte. Dazu gehören ein direkter Radweg zwischen Rimpar und Maidbronn und weiter bis Estenfeld und ins Gewerbegebiet Lengfeld, eigene Fahrradstreifen auf den Durchgangsstraßen, Fahrradabstellanlagen an öffentlichen Plätzen, ein elektrisches Lastenrad, das auch an die Bürger vermietet wird, und einen eigenen Posten im Haushalt für Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs. "Luftverschmutzung, Lärm und Sicherheit auf den Straßen" erforderten ein Umdenken. "Wir dürfen damit nicht länger warten", begründete Pototzky.

Bei SPD und CSU traf er auf offene Ohren

Umstritten waren vor allem die Fahrradstreifen, die vor allem bei starken befahrenen Straßen nur eine "Pseudosicherheit" vermittelten. Wolfram Bieber (IGU-RL) hielt dem entgegen, dass sie Autofahrer signalisierten, wie weit sie Abstand halten sollten: "Die Hemmschwelle wird größer, Radfahrer bei Gegenverkehr zu überholen." Für die SPD stellte Harald Schmid in Frage, ob Lastenrad überhaupt ausreichend genutzt wird. Ein ähnlicher Versuch mit einem Car-Sharing-Pkw sei gescheitert. Er warnte zudem vor "Scheinposten im Haushalt", die nur dem Wahlkampf geschuldet seien.

Bürgermeister Burkard Losert konnte darauf verweisen, dass die Gemeinde in Absprache mit einem Bürger, der selber Pläne entwickelt hat, bereits einen eigenen Vorschlag für einen Radweg nach Estenfeld entworfen hat. Was die Fahrradstreifen betrifft, stelle sich zudem die Frage, inwiefern die Gemeinde sie auf Kreis- und Staatsstraßen umsetzen könne. Er sagte zu, weitere Informationen zu dem Thema einzuholen. Eine Abstimmung über den Antrag gab es nicht.

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