Würzburg

Dagmar Dewald kämpft für die ÖDP um den Würzburger OB-Sessel

Kandidat beziehungsweise Kandidatin Nummer fünf: Dagmar Dewald will für die ÖDP Oberbürgermeisterin von Würzburg werden.
Foto: Bernd Lorey | Kandidat beziehungsweise Kandidatin Nummer fünf: Dagmar Dewald will für die ÖDP Oberbürgermeisterin von Würzburg werden.

Bei der Oberbürgermeister-Wahl im nächsten März haben die Würzburger eine weitere Alternative: Der Kreisverband Stadt der ÖDP hat jetzt Dagmar Dewald als Oberbürgermeister-Kandidatin aufgestellt. Neben ihr kandidieren bislang Amtsinhaber Christian Schuchardt (CSU), Martin Heilig (Die Grünen), Kerstin Westphal (SPD) und Sebastian Roth (Die Linke).     

Wie die ÖPD mitteilt, habe Dewald in ihrer Bewerbungsrede vor den Mitgliedern des Kreisverbands ihre Kandidatur damit begründet, dass in Würzburg die „Zeit für einen Wechsel gekommen“ sei. Der Klimawandel werde Würzburg durch seine Kessellage besonders hart treffen, sagte Dewald. "Deshalb müssen wir in den kommenden Jahren für Würzburg entschieden die Folgen von Klimaveränderungen abfedern und vor allem die Verkehrswende vorantreiben.“

Ziel: der ÖDP-Arbeit mehr Geltung verschaffen

Dewald möchte im Falle ihrer Wahl zur Oberbürgermeisterin der bisherigen ÖDP-Arbeit mehr  Geltung verschaffen: „Unsere ÖDP-Stadträte haben in den letzten Jahren viele Anträge zur Stadtentwicklung und zu einem Mobilitätsgesamtkonzept in den Stadtrat eingebracht. Damit diese Vorschläge nicht länger durch Lagerdenken blockiert werden, müssen wir nicht nur die Stadtratsmehrheit kippen, sondern in der Verwaltung auch umsetzen, was im Stadtrat beschlossen ist“, heißt es in der  Mitteilung weiter.

Bei vielen Bürgerinitiativen engagiert 

Die gebürtige Schweinfurterin Dagmar Dewald ist 54 Jahre alt und lebt seit ihrer Kindheit in Würzburg. Sie ist gelernte Journalistin, verheiratete Mutter von vier Kindern und hat in diesem Sommer an der Universität Würzburg ein Studium der Theologie und Philosophie abgeschlossen. Politisch aktiv ist sie in der ÖDP seit 2007. In der Öffentlichkeit ist Dewald bislang vor allem in Bürgerinitiativen hervorgetreten.

Bei drei Würzburger Bürgerentscheiden war Dewald als Frontfrau aktiv: für die Bürgerinititaive (BI) Alandsgrund, die gegen den Bau der Fachhochschule auf grünem Areal am Sanderheinrichsleitenweg kämpfte, für die BI Würzburg-Tunnel, die die Autobahn A3 in einem Tunnel unter dem Heuchelhof-Berg hindurchführen wollte und für das Aktionsbündnis zur Begrünung des Faulhaber-Platzes. Aktuell ist sie im Koordinationsteam des Bündnisses "Verkehrswende jetzt" aktiv.

Schwerpunkte Klima- und Stadtbildschutz

Entsprechend sieht Dewald die Schwerpunkte ihrer politischen Tätigkeit in der Bürgerbeteiligung, im Klima- und Stadtbildschutz sowie in der Familienpolitik. Die ÖDP sei "die Partei der Bürgerbeteiligung". Das habe sie nicht nur in Bayern mit dem Einsatz für den Nichtraucher- und den Artenschutz bewiesen. Das praktiziere der Kreisverband seit Jahrzehnten auch erfolgreich in Würzburg. "Für diese ökodemokratische Politik der Bürgernähe, der Nachhaltigkeit und des sozialen Miteinanders stehe ich als künftige Oberbürgermeisterin“, wird Dewald in der Mitteilung zitiert. 

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