Höchberg

Höchberg: Leerstehendes Haus im Ortskern wird endlich saniert

Zehn Jahre lang stand in Höchberg das ehemalige Jugendzentrum im Herrenweg leer. Jetzt investiert die Gemeinde viel Geld in die Sanierung zu einem Wohngebäude.
Das ehemalige Jugendzentrum im Herrenweg 3 wird derzeit entkernt und zu einem Wohnhaus mit fünf Wohnungen umgebaut.
Foto: Conny Puls | Das ehemalige Jugendzentrum im Herrenweg 3 wird derzeit entkernt und zu einem Wohnhaus mit fünf Wohnungen umgebaut.

Eine der größeren Investitionen der Gemeinde Höchberg fließt derzeit in den sozialen Wohnungsbau. Im Herrenweg 3, unterhalb der Pfarrkirche St. Mariä Geburt, entstehen fünf Wohneinheiten mit einer Größe zwischen 50 bis 60 Quadratmetern. 

Das Gebäude stammt aus dem späten 19. Jahrhundert und wurde zunächst als Kinderverwahranstalt, dann als Schule und zuletzt als Jugendzentrum genutzt. Seit zehn Jahren steht das Haus mittlerweile leer und war im Prinzip dem Verfall übergeben. Vor drei Jahren einigte sich die Gemeinde mit der Regierung von Unterfranken schließlich darauf, das dreigeschossige Gebäude zu erhalten und mit Hilfe des Kommunalen Wohnraumförderungsprogramms umzunutzen.

Bauamtsleiterin Katja Heilmann-Rath und Bürgermeister Alexander Knahn wollen das Gelände mit der Sanierung aufwerten.
Foto: Conny Puls | Bauamtsleiterin Katja Heilmann-Rath und Bürgermeister Alexander Knahn wollen das Gelände mit der Sanierung aufwerten.

Aufwertung des gesamten Kirchengeländes

Derzeit läuft die komplette Entkernung, teilt Bürgermeister Alexander Knahn auf Anfrage dieser Redaktion mit, bezugsfertig soll es Ende Mai 2022 sein. Im Zuge dessen wird nicht nur die Treppenanlage  zum Haupteingang saniert und verängert, sondern auch der rückliegende Treppenaufgang hoch zum Kirchplatz. "Dafür haben wir einen kleinen Teil des Kirchplatzes, etwa 30 Quadratmeter, zum Gebäude dazu gekauft", so Bauamtsleiterin Katja Heilmann-Rath. Dies diene nicht nur als Aufstellfläche für die künftigen Balkone am Wohnhaus, sondern auch dem Ausbau des Treppenaufgangs zur Kirche hin. Mit der Sanierung werte man das komplette Gelände auf, sind sich Knahn und Heilman-Rath einig.  

So soll das derzeit noch leerstehende Gebäude in der Herrenstraße in einem Jahr aussehen.
Foto: Architekturbüro Stahl/Lehrmann | So soll das derzeit noch leerstehende Gebäude in der Herrenstraße in einem Jahr aussehen.

Mit 1,3 Millionen Euro Baukosten - 467 600 Euro kommen aus dem Fördertopf - sei dies zwar nicht die günstigste Lösung gewesen, so Bürgermeister Knahn, aber "es geht hier auch um Nachhaltigkeit". Auch in Zukunft müsse darauf geachtet werden, welche leerstehenden Gebäude erhalten und umgenutzt werden können, oder wo ein Abriss mit Neubau sinnvoller ist. "Fakt ist, dass sich nicht jeder einen Neubau zu einem Quadratmeterpreis von 600 Euro leisten kann. Wir müssen auch die sozial Schwächeren im Blick behalten und ihnen entsprechenden  Wohnraum bieten. Das macht für mich eine Gemeinde aus", so Bürgermeister Knahn. Im Fall Herrenweg 3 bedeutet dies, dass die Gemeinde als Bauherr und Vermieter die Kriterien festlegen kann, nach denen die Wohnungen vergeben werden. 

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