Kürnach

René Wohlfart wünscht sich fraktionsübergreifende Zusammenarbeit

SPD-Kandidat René Wohlfart hat mit einer Stichwahl gerechnet. Doch wie möchte er sie gewinnen? Das verrät er im Interview.
Seit sechs Jahren ist René Wohlfart im Gemeinderat, jetzt strebt er nach dem Bürgermeisteramt.
Foto: SPD Kürnach | Seit sechs Jahren ist René Wohlfart im Gemeinderat, jetzt strebt er nach dem Bürgermeisteramt.

Seit sechs Jahren ist René Wohlfart im Kürnacher Gemeinderat, seit Oktober führt er die SPD-Fraktion an. Jetzt bewirbt er sich um das Bürgermeisteramt. Mit 33,2 Prozent der Wählerstimmen im ersten Durchgang zog Wohlfart in die Stichwahl ein. Wird er Bürgermeister, möchte er zunächst die Ideen aller Fraktionen auf einer Liste sammeln.

Frage: Haben Sie damit gerechnet in die Stichwahl zu kommen?

René Wohlfart: Ja, ehrlich gesagt schon. Bei den Haustürbesuchen ist mir deutlich geworden, dass die Mehrheitsverhältnisse im Ort angeprangert wurden und es eine Wechselstimmung in Kürnach gibt.

In Bayern gilt wegen des Coronavirus' der Katastrophenfall. Wie können Sie denn gerade Wahlkampf führen?

Wohlfart: Wir haben unseren Wahlkampf konsequent geändert, weil wir das Problem ernst nehmen müssen. Der Haustürwahlkampf und die Infostände waren für mich im Wahlkampf am schönsten, die für die Stichwahl geplanten Aktionen haben wir abgeblasen. Stattdessen haben wir kurzfristig Flyer gedruckt und werden den Wahlkampf zusätzlich verstärkt auf Facebook und Instagram führen.

Welche Aufgabe muss in Ihrer Gemeinde als erstes gelöst werden?

Wohlfart: Zunächst müssen wir die Gemeindeverwaltung und die Personalsituation überprüfen und gegebenenfalls Nachbesserungen vornehmen. Parallel dazu möchte ich die Hauptprogrammpunkte aller vier Fraktionen auf einer Liste zusammentragen, damit wir diese in den nächsten Jahren abarbeiten können.

Was sind Ihre wichtigsten Ziele für die nächsten sechs Jahre?

Wohlfart: Ich will möglichst bald einen Seniorenbeirat ins Leben rufen und den Familienstützpunkt und den Jugendrat zusammenführen. Außerdem müssen wir die Baugebiete im Ort weiter entwickeln, um der Wohnraumsituation und den Bedürfnissen der jungen Kürnacher Familien gerecht zu werden. Auch um die maroden Straßen im Ort müssen wir uns kümmern.

Wie stehen Sie zur Entwicklung von Baugebieten und Gewerbegebieten?

Wohlfart: Gewerbegebiete und Baugebiete müssen getrennt betrachtet werden. Für Gewerbegebiete sehe ich gegenwärtig keine Grundlage. Da sie jedoch für eine positive Ortsentwicklung hilfreich sind, weil sie Arbeitsplätze schaffen und die Gewerbesteuereinnahmen steigern, kann sich diese Bewertung in den nächsten Jahren natürlich ändern.

Gibt es eine Sache, die Ihnen in Kürnach fehlt?

Wohlfart: Ich muss sagen, wir haben in Kürnach schon sehr, sehr viel! Vor einigen Jahren wurde bereits über einen Badesee diskutiert. Ich finde, ein Freibad wäre gut für die Schule, die Senioren und die Allgemeinheit. Das muss aber nicht zwingend in Kürnach entstehen und könnte in Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden der Umgebung realisiert werden. 

Was schätzen Sie an Ihrer Gegenkandidatin Susanne John?

Wohlfart: Susanne ist absolut zuverlässig! Durch die enge Zusammenarbeit mit ihr im Dorffest-Komitee und beim Kleidermarkt haben wir einen sehr guten persönlichen Kontakt. Außerdem schätze ich an ihr, dass sie in vielen Vereinen aktiv ist und immer freundlich und offen auftritt.

René Wohlfart
Der Kommunalpolitiker ist 47 Jahre alt und tritt für die SPD als Bürgermeisterkandidat an. Er ist verheiratet, hat vier Kinder und arbeitet als Gewerkschaftssekretär.
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