Würzburg

Trotz Corona: Gibt es ein Kiliani-Reitturnier vor Publikum?

Der Reitverein in der Mergentheimer Straße in Würzburg plant für sein Kiliani-Reitturnier im Juli derzeit ohne Publikum. Warum vielleicht doch Zuschauer zugelassen werden.
Ein Foto aus dem Jahr 2019 mit Zuschauern. Der Würzburger Reitverein hofft, dass in diese Jahr wieder Besucher kommen dürfen, plant aber derzeit das Kiliani-Reitturnier noch ohne Zuschauer. Die Entscheidung darüber fällt erst später im Jahr.
Foto: Michael Endres | Ein Foto aus dem Jahr 2019 mit Zuschauern. Der Würzburger Reitverein hofft, dass in diese Jahr wieder Besucher kommen dürfen, plant aber derzeit das Kiliani-Reitturnier noch ohne Zuschauer.

Nachdem es im vorigen Jahr Corona zum Opfer gefallen ist, soll es wie berichtet in diesem Jahr  wieder ein Kiliani-Volksfest geben, wenn auch wegen Corona in reduzierter Form. "Die endgültige Entscheidung wird aber erst Mitte Mai fallen", sagt Uwe Zimmermann, Leiter des Fachbereiches Allgemeine Bürgerdienste der Stadt.

"Die endgültige Entscheidung wird aber erst Mitte Mai fallen"
Uwe Zimmermann, Leiter des Fachbereich Allgemeine Bürgerdienste

Nach derzeitiger Planung soll das Fest am 2. Juli beginnen, also eine Woche vor der Heiligsprechung des Frankenapostels Kilian am 8. Juli. Schluss wäre dann am 18. Juli. Weil die Talavera aber mit dem Impfzentrum belegt ist, wird das Volksfest auf die Mainwiesen verlegt.  "Das Gelände wird aus Sicherheitsgründen umzäunt, um einen kontrollierten Einlass am Zugang Friedensbrücke zu gewährleisten", sagt Zimmermann.

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 Antreten dürfen 44 Schausteller und damit weniger als die Hälfte als gewohnt. Zugelassen werden auch Großfahrgeschäfte wie das Riesenrad oder die Wildwasserbahn und Kinderfahrgeschäfte. "Ein Bierzelt wird es wohl nicht geben", bedauert Zimmermann. Immerhin aber soll es einen größeren Biergarten geben. "Vermutlich wird eine Zugangsregistrierung unumgänglich sein", meint der Fachbereichsleiter.

Das Plakat für das Kiliani-Reitturnier im Juli ist schon gedruckt

Große Hoffnung herrscht auch beim Reit- und Fahrsportverein Würzburg und Umgebung, dass sein traditionelles  Kiliani-Reit- und Springturnier wieder stattfinden kann, sagt Vorsitzender Jochen Klingler. "Derzeit plant die Vorstandschaft ein Turnier ohne Publikum. Wir hoffen aber sehr, dass Gäste wieder zugelassen werden können", sagt er. Das Hygienekonzept des Vereins für das Turnier soll Mitte Mai bei der Stadt eingereicht werden. "Aber selbst wenn das Reitturnier wieder ohne Zuschauer und mit hohen Auflagen stattfinden sollte, will sich der Verein dieser Herausforderung stellen", so Klingler.

Es wäre das 72. Kiliani-Reitturnier in ununterbrochener Reihenfolge

Es wäre das 72. Turnier in ununterbrochener Reihenfolge, das am Wochenende 16. bis 18. Juli auf der Reitanlage des Vereins an der Mergentheimer Straße stattfinden soll. Das Plakat dafür ist jedenfalls schon entworfen und gedruckt.

Vorsitzender Jochen Klingler (links) präsentiert mit Reitlehrer Lars Niebuhr das neue Plakat für das Kiliani-Reit- und Springturnier, rechts Geschäftsführerin  Andrea Kranig mit dem Pferd 'Leikas Lausejunge'.
Foto: Herbert Kriener | Vorsitzender Jochen Klingler (links) präsentiert mit Reitlehrer Lars Niebuhr das neue Plakat für das Kiliani-Reit- und Springturnier, rechts Geschäftsführerin Andrea Kranig mit dem Pferd "Leikas Lausejunge".

Zum Reit- und Springturnier erwartet der Vorsitzende wieder 200 Reiter aus Bayern und benachbarte Bundesländer, die an Springprüfungen bis Klasse S* teilnehmen. Schon jetzt bedankt sich der Vorsitzende bei den ehrenamtlichen Mitgliedern, Jugendlichen und den vielen treuen Sponsoren und Gönnern wie der Würzburger Hofbräu, der Sparkasse Mainfranken, der Firma Max Meister & Sohn und dieses Jahr wieder dem Porsche Zentrum Würzburg.

Auch im Reitverein hat die Corona-Krise zu einem Mitgliederschwund geführt

Auch im Reitverein hat die Corona-Krise zu einem Mitgliederschwund geführt, bedauert der Vorsitzende. Aktuell zählt er rund 240 Freunde des Reitsports, darunter 150 Jugendliche. Von November 2020 bis Anfang März 2021 hatte der Verein aus dem Schulbetrieb wieder keinerlei Einnahmen, da Reitunterricht sowohl einzeln als auch in Gruppen nicht erlaubt war.

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Aber trotzdem sind hohe Kosten für die zehn vereinseigenen Pferde, für Futter, Einstreu, Hufschmied, Tierarzt, Pfleger und anderes entstanden, so der Vorsitzende. Derzeit darf nur in Zweiergruppen und nur im Freien trainiert werden. "Diese Beschränkung ist vor allem für unseren jungen Reiter schlimm, weil ihnen das gemeinsame Erlebnis fehlt", bedauert Klingler.

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