Würzburg

Würzburg: Wann über die Parkplätze hinter dem Dom entschieden wird

Um die Parkplätze hinter dem Dom und auf dem Paradeplatz ging es am Dienstag im Ausschuss für Planung, Umwelt und Mobilität des Stadtrates. Was dabei beschlossen wurde.
Sollen Autos weiterhin hinter dem Dom und auf dem Paradeplatz parken dürfen?
Foto: Silvia Gralla | Sollen Autos weiterhin hinter dem Dom und auf dem Paradeplatz parken dürfen?

Die Diskussion über den Wegfall von Pkw-Stellplätzen und die Aufwertung der Touristenachse zwischen Residenz und Dom ist vertagt: Der Ausschuss für Planung, Umwelt und Mobilität (Puma) hat das Thema in die Sitzung des Stadtrats am 28. Januar verlegt.

Wie berichtet, fordern zum einen die SPD und zum anderen Grüne, Linke, ÖDP und ZfW gemeinsam, die 2013 mit knapper Mehrheit abgelehnten Pläne zur Aufwertung des Bereichs Hofstraße und Paradeplatz wieder aufzunehmen. Konkret geht es um Planungsleitlinien zur Reduzierung der Pkw-Stellplätze sowie zur Begrünung und Verbesserung der Aufenthaltsqualität, die die Stadtverwaltung bis zu den nächsten Haushaltsberatungen im November vorlegen soll.

"Es geht darum, wie unsere City in der Zukunft aussehen wird."
Josef Hofmann - Freie Wähler

Einige kurzfristige Forderungen, wie die Einrichtung von provisorischen Fußgängerzonen am Kardinal-Döpfner-Platz und im unteren Teil der Hofstraße, hatten die Antragsteller noch vor der Sitzung zurückgezogen, "um den Zeitdruck herauszunehmen", wie Grünen-Stadtrat Patrick Friedl erläuterte.

Bei der Touristenachse zwischen Residenz, Kiliansdom und Lusamgärtchen handele es sich um einen Bereich, "der ein Schmuckkästchen und eine grüne Oase sein könnte", so Friedl weiter. Statt dessen sei das Areal mit rund 130 Oberflächenstellplätzen täglich von morgens bis abends vom Parksuchverkehr dominiert.

Die Diskussion und Entscheidung wurden vertagt

Bevor es zur Diskussion und zur Entscheidung darüber kommen konnte, ob die Anträge weiterverfolgt werden, beantragte Josef Hofmann (Freie Wähler) die Vertagung: "Es geht darum, wie unsere City in der Zukunft aussehen wird. Dieses Thema rührt am Innersten unserer Stadt, deshalb gehört es ins Plenum", sagte Hofmann. Er vermisst bisher ein konkretes "Konzept für die Verkehrslenkung", außerdem müsse zunächst die Bürgerbeteiligung durchgeführt werden.

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Seit Dienstag und noch bis Mitte Februar können die Bürger auf der Webseite "wuerzburg-mitmachen.de" ihre Wünsche und Anregungen zu möglichen Veränderungen in verschiedenen Teilbereichen des südlichen Bischofshuts abgeben – dazu gehören auch die Hofstraße, der Paradeplatz und die angrenzenden Bereiche.

Der Ausschuss folgte Josef Hofmanns Vorschlag

Der Ausschuss folgte Hofmanns Vorschlag und beschloss, die beiden Anträge in Sachen Touristenachse erst in der Stadtratssitzung am Donnerstag kommender Woche zu behandeln. Im Vorfeld der Puma-Sitzung hatten der Einzelhandelsverband und der Stadtmarketing-Verein "Würzburg macht Spaß" in Stellungnahmen die beantragte Stellplatz-Reduzierung abgelehnt.

Am Dienstag hat sich auch die Industrie- und Handelskammer Würzburg-Schweinfurt mit einem Schreiben an Oberbürgermeister Christian Schuchardt zu Wort gemeldet. Darin appelliert der stellvertretende Hauptgeschäftsführer Sascha Genders an den OB, dass es aus Sicht der IHK "nicht um eine Begunstigung oder Benachteiligung eines spezifischen Verkehrsträgers gehen darf".

IHK: Ein Mobilitätskonzept für Würzburg muss allen Bedürfnissen gerecht werden

Ein Mobilitätskonzept für Würzburg muss nach Auffassung der IHK allen Bedürfnissen gerecht werden, um Nachteile für die Erreichbarkeit der Innenstadt und die dort ansässigen Unternehmen zu vermeiden. Genders betont daher, dass "Maßnahmen, die Auswirkungen auf einen spezifischen Verkehrsträger haben, stets gleichwertig durch Alternativangebote kompensiert werden mussen".

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