Karlburg

Karlburgs Trainer muss in Vilzing einen Leistungsträger ersetzen

Nach einer langen Anreise hat es der TSV mit einem Gegner zu tun, den Markus Köhler trotz einiger Rückschläge in jüngerer Vergangenheit für das stärkste Team der Bayernliga hält.
Trainer Markus Köhler und sein TSV Karlburg haben nach dem Spiel am Samstag in Vilzing die weiten Auswärtsfahrten in der Fußball-Bayernliga Nord für dieses Jahr hinter sich.
Foto: Hans Will | Trainer Markus Köhler und sein TSV Karlburg haben nach dem Spiel am Samstag in Vilzing die weiten Auswärtsfahrten in der Fußball-Bayernliga Nord für dieses Jahr hinter sich.

Die weiteste Anfahrt der gesamten Saison steht für Fußball-Bayernligist TSV Karlburg (12./11) an diesem Samstag an. 272 Kilometer sind es bis zum Sportgelände der DJK Vilzing (5./21) in der Huthgartenstraße. Ein Handicap für den Gast? "So etwas darf nicht als Ausrede herhalten", sagt TSV-Trainer Markus Köhler, angesprochen auf die lange Anreise, die seinen Spielern vor dem Anstoß um 15 Uhr bevorsteht.

Außerdem kam seine Mannschaft mit weiten Auswärtsfahrten ja bislang gut zurecht. Ihre einzigen beiden Saisonsiege holten die Karlburger nämlich in der Oberpfalz – beim SV Seligenporten und beim ASV Cham, dessen Sportplatz nur zwei Kilometer von dem der DJK Vilzing entfernt liegt. Nach der Begegnung in Vilzing stehen dann für den TSV in diesem Jahr nur noch Bayernliga-Spiele in der näheren Umgebung an: in Bamberg, in Sand, in Würzburg oder in Großbadorf.

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Ein TSV-Akteur wird diese Partien aber alle nicht bestreiten können: Wie sein Trainer mitteilte, hat sich Adrian Winter einen Anriss des Kreuzbandes zugezogen. Ob der 20-jährige Verteidiger operiert werden muss oder ob die Verletzung konservativ behandelt wird, war am Freitag noch offen. Fest steht aber: Winter wird eine lange Zeit ausfallen.

Das trifft die Karlburger, hatte sich der variabel einsetzbare Verteidiger doch in den letzten Wochen zum Leistungsträger entwickelt. In den bisherigen zehn Saisonpartien stand Winter jede einzige Spielminute auf dem Platz. "Sein Ausfall ist bitter", meint sein Trainer.

Für ihn rückt aller Wahrscheinlichkeit nach Cedric Fenske ins Team, den zuletzt muskuläre Probleme plagten, die aber nach den Worten seines Trainers behoben sind. Da zudem neben Stürmer Andreas Hetterich auch Außenverteidiger Maurice Kübert aus privaten Gründen verhindert ist, muss Markus Köhler seine Hintermannschaft umbauen. Die hat in den bisherigen zehn Spielen nur 13 Treffer kassiert, weniger Gegentore fing sich kein Team der unteren Tabellenhälfte ein.

Viel Arbeit für die Hintermannschaft

Auf die umformierte TSV-Deckung dürfte einige Arbeit zukommen. "Vilzing ist für mich immer noch die stärkste Mannschaft der Liga", macht Markus Köhler klar. Zwar hatten die Oberpfälzer vor ihrem jüngsten 2:0-Erfolg über den SC Feucht dreimal in Folge verloren, doch diese Niederlagen kamen auf mitunter recht eigenartige Weise zustande.

Beim 0:3 bei Schlusslicht Vatan Spor Aschaffenburg und beim 0:4 daheim gegen die DJK Ammerthal erspielten die Vilzinger haufenweise Chancen, brachten den Ball aber einfach nicht im Tor unter. "Trotzdem haben die Vilzinger noch alle Chancen. Gegen uns wird sich zeigen, ob sie die Wende geschafft haben", meint Köhler, der besonders die Qualität von DJK-Angreifer Andreas Jünger heraushebt.

Seinem Team will der Karlburger Trainer, obwohl es beim jüngsten Heimspiel nur zu einem 1:1 gegen Vatan Spor gereicht hat, keine Vorhaltungen machen. Nach dem Kunstschuss des Aschaffenburgers Gökhan Aydin, der aus 40 Metern Torentfernung zum 1:1 getroffen hatte, seien seine Spieler geschockt gewesen, so dass ihnen fortan kaum was gelang.

"Wir haben eine junge Mannschaft, die das Gegentor nicht gut weggesteckt hat. Aber solche Tage gibt es", sagt Köhler in der Hoffnung, dass es für sein Team in Vilzing wieder besser laufen werde.

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