Würzburg

Test, Masken, Alkohol: Diese Regeln gelten beim Kickers-Spiel

Vor der Partie gegen den SV Meppen beantworten wir nicht nur organisatorische Fragen, sondern verraten auch welche Rothosen-Spieler nach Verletzungen ins Team drängen.
Ob die Ränge am Samstag genauso voll werden? Beim Heimspiel gegen Meppen gelten andere Regeln als bei der letzten Partie am Dallenberg gegen Türkgücü München (im Bild).
Foto: foto2press/Frank Scheuring | Ob die Ränge am Samstag genauso voll werden? Beim Heimspiel gegen Meppen gelten andere Regeln als bei der letzten Partie am Dallenberg gegen Türkgücü München (im Bild).

Vier der fünf Partien, die für die Drittliga-Fußballer der Würzburger Kickers in diesem Jahr noch auf dem Programm stehen, finden im heimischen Stadion am Dallenberg statt. Den Auftakt der Heimspielwochen macht die Partie gegen den Überraschungsdritten SV Meppen an diesem Samstag (14 Uhr) – das erste Kickers-Spiel, bei dem aufgrund der Corona-Pandemie die 2G+-Regel angewendet werden muss. Was das für die Zuschauer bedeutet und wie die Aussichten für die Rothosen sind.

Alle Stadionbesucher und Stadionbesucherinnen müssen am Samstag geimpft oder genesen und zusätzlich getestet sein. Können sich Fans direkt am Stadion testen lassen?

Ja. Die eigens von den Kickers eingerichtete Teststation auf dem Parkplatz am Dallenberg öffnet am Samstag um 10.30 Uhr. Dafür braucht es allerdings eine Online-Registrierung. Die entsprechenden Informationen gibt es auf der Internetseite der Kickers. Eine Terminbuchung ist nicht möglich. Allerdings bittet der Klub dringend darum, auch von anderen Testmöglichkeiten Gebrauch zu machen, weil am Stadion nicht ausreichend Kapazitäten vorhanden sind, um alle Zuschauer und Zuschauerinnen zu testen. Fest steht: Ein einfacher Selbsttest reicht nicht aus. Es braucht einen offiziellen Nachweis über einen negativen Schnelltest. Ein PCR-Test ist nicht erforderlich.

Herrscht im Stadion Maskenpflicht?

Ja. Und zwar nicht nur auf dem Weg bis zum Platz, sondern auch dort und während des laufenden Spiels. Über die gesamte Dauer bis zum Verlassen des Stadiongeländes muss eine FFP2-Maske getragen werden.

Wird im Stadion Alkohol ausgeschenkt?

Nein. Es wird im Stadion weder Bier noch Glühwein verkauft werden. Auf die Stadionwurst müssen die Besucher und Besucherinnen aber nicht verzichten. Einen Essens- und Getränkeverkauf wird es geben.

Wie viele Zuschauer dürfen ins Stadion?

25 Prozent der Karten dürfen verkauft werden. Das wären gut 3300 Tickets. Doch die Kickers rechnen nicht mit allzu vielen Besuchern. Am Samstag werden wohl noch nicht einmal alle Dauerkarteninhaber kommen. Bei den Rothosen rechnet man mit einer Zuschauerzahl im dreistelligen Bereich. Angesichts der notwendigen Maßnahmen könnte die Partie also aus finanzieller Sicht ein Draufleg-Geschäft für die Rothosen werden. Bei einem Geisterspiel wären die Kosten für den Klub deutlich geringer.

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Zumindest derzeit schon. Sechs Siege holte das Team aus dem Emsland aus den letzten sieben Spielen. Der Klub, der in der vergangenen Saison bereits abgestiegen war und nur durch den Lizenz-Entzug für den KFC Uerdingen in der Liga blieb, hat eine erstaunliche Entwicklung hingelegt, auch weil der 30-jährige Mittelfeldmann Luka Tankulic heuer in Topform ist. Sechs Treffer gelangen ihm bereits. Einen "sehr unangenehmen Gegner" erwartet Kickers-Trainer Danny Schwarz, der glaubt, dass Meppen sich zunächst einmal zurückziehen und das eigene Tor verteidigen wird, um dann blitzschnell zu kontern. "Wenn wir da nicht wach sind, wird es sehr schwierig."

Co-Trainer Benjamin Schwarz (links) und Chefcoach Danny Schwarz (Mitte) können gegen Meppen wieder Fanol Perdedaj einsetzen, der nach seiner Corona-Erkrankung wieder im Training ist.
Foto: Frank Scheuring | Co-Trainer Benjamin Schwarz (links) und Chefcoach Danny Schwarz (Mitte) können gegen Meppen wieder Fanol Perdedaj einsetzen, der nach seiner Corona-Erkrankung wieder im Training ist.

Wie ist die Personallage bei den Kickers?

Der Corona-Ausbruch ist erst einmal überstanden. Alle betroffenen Spieler sind zurück im Training, auch Fanol Perdedaj und Robert Herrmann, die zuletzt beim 1:1 bei Viktoria Berlin noch fehlten. "Sie stehen mit Sicherheit im Kader.", sagt Schwarz über die Beiden, die allerdings kräftemäßig noch etwas Nachholbedarf hätten. Definitiv ausfallen werden der langzeitverletzte Nzuzi Toko und Saliou Sané, der nach einem Hexenschuss mit dem Training aussetzen muss. Dildar Atmaca musste am Donnerstag das Training wegen Problemen am Hüftbeuger abbrechen, auch er wird wohl nicht zur Verfügung stehen. Genauso wie Lars Dietz. Der Abwehrmann hat sein schmerzendes Knie in dieser Woche noch einmal gründlich untersuchen lassen. Am Donnerstag stand er zwar auf dem Platz, Hoffnung auf einen Einsatz macht sich Schwarz aber kaum.

Wer drängt derzeit ins Team?

Ob er sich bereits aufdrängt? Auf jeden Fall ist Daniel Hägele nach langer Verletzungspause für Schwarz nun wieder "eine Option". Seit zwei Wochen trainiert der 32-Jährige wieder mit dem Team, dürfte, nachdem er seit dem Sommer mit Problemen am Schambein aussetzen musste, wohl erst einmal ein möglicher Einwechselspieler sein. Nach seiner Muskelverletzung noch nicht in Tritt gekommen ist bislang Angreifer Maximilian Breunig. "Er hat große Qualität. Das sehe ich jeden Tag auf dem Trainingsplatz. Aber zum Fußball gehören auch Athletik und Fitness. Die letzten Tage war er aber sehr gut. Er kämpft sich derzeit aus dem Loch raus", sagt Schwarz über den Lokalmatador.

Steht vor dem Comeback: Daniel Hägele (rechts neben Kickers-Athletiktrainer Philipp Kunz)
Foto: Silvia Gralla | Steht vor dem Comeback: Daniel Hägele (rechts neben Kickers-Athletiktrainer Philipp Kunz)

Schaffen die Kickers in der Englischen Woche den Sprung aus der Abstiegszone?

"Es wird ein Marathon. Wir werden nicht innerhalb von zwei Monaten aus dem Schlamassel raus sein", glaubt der nach vier Spielen noch immer unbesiegte Trainer Schwarz. Die Kickers laufen weiter den fehlenden Zählern vom Saisonbeginn hinterher. Nur drei Tage nach dem Spiel gegen Meppen kommt mit Eintracht Braunschweig das nächste Team aus dem Vorderfeld der Tabelle an den Dallenberg. Der Blick aufs Tableau, in dem die Rothosen noch immer auf Rang 19 liegen, ist für Schwarz dabei noch nicht so entscheidend: "Ob wir über oder unter dem Strich stehen, ist derzeit nicht so entscheidend. Wir müssen einfach weiter punkten."

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