Iphofen

Knauf kommt gut durch die Corona-Krise

Krise? Welche Krise? So denkt man offenbar beim mainfränkischen Weltmarktführer Knauf. Der Gips-Konzern blickte aufs Geschäftsjahr zurück – mit Pluszeichen.
Von hier aus wird die Knauf-Welt regiert:  Blick auf Hauptverwaltung des Konzerns in Iphofen.
Foto: Andreas Brachs | Von hier aus wird die Knauf-Welt regiert:  Blick auf Hauptverwaltung des Konzerns in Iphofen.

Der Baustoff-Konzern Knauf in Iphofen (Lkr. Kitzingen) trotzt mit einem Umsatzwachstum der Corona-Krise. "Trotz zum Teil sehr schwierigen Bedingungen in vielen Ländern" wird das Familienunternehmen in diesem Jahr 5,7 Prozent mehr Geschäfte machen, heißt es in einer Mitteilung. Der weltweite Umsatz liegt demnach bei 10,3 Milliarden Euro.

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2020 gehe als "wirtschaftlich sehr erfolgreiches Jahr" in die Knauf-Geschichte ein, betont man in Iphofen. Wesentlich dazu beigetragen hätten die Übernahme des US-amerikanischen Konkurrenten USG 2018 sowie von Teilen des US-Anbieters Armstrong World Industries im vergangenen Jahr, ließ der Konzern wissen. So seien Umsatzrückgänge durch ungünstige Wechselkurse und der Einfluss der Corona-Pandemie auf die Märkte ausgeglichen worden.

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Die beiden Firmenkäufe sowie die Komplettübernahme von USG Boral vor einigen Wochen haben verdeutlicht, dass Knauf massiv Gas gibt bei der Expansion. Mittlerweile sehen sich die Iphöfer als Weltmarktführer. 

Den Absatz von Gipsbauplatten steigerte der Konzern nach eigenen Angaben heuer um 8,5 Prozent. Auch die Geschäfte beim Gipsputz hätten zugelegt. Alle Erträge seien "wieder nahezu voll in das Unternehmen" investiert worden, wird Manfred Grundke in der Mitteilung zitiert. Er ist wie Alexander Knauf und Jörg Kampmeyer geschäftsführender Gesellschafter von Knauf.

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Die Konzernleitung präsentierte die aktuellen Geschäftszahlen im Rahmen der turnusmäßigen Hauptversammlung, wie Knauf das vor allem für die Belegschaft gedachte Jahrestreffen nennt. Es hatte bislang den Charakter einer Weihnachtsfeier, fand diesmal wegen Corona aber im kleinen Kreis statt – mit Online-Übertragung via Firmen-Intranet.

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