Kultur

    
    

Zwischen Hassknecht und Heinz Erhardt

Er beginnt ruhig. Dann regt er sich immer mehr auf über irgendwelche Machenschaften der Mächtigen und zetert und schreit – bis eine Einblendung auf dem Fernsehschirm erscheint: „ZDF – Wir bitten um Geduld“. Gernot Hassknecht ist wieder mal ausgerastet. Der Schauspieler, Regisseur und Kabarettist Hans-Joachim Heist (65) ist in der Rolle des wütenden Kommentators der ZDF-Nachrichtensatire „heute-show“ zur Kultfigur geworden. Demnächst kommt er mit seinem Bühnenprogramm „Das Hassknecht-Prinzip“ nach Würzburg und Grafenrheinfeld (siehe Kasten). »mehr
    
    

SOMMERHAUSEN
Sommerhaus: Undurchsichtige Gestalten und Geheimnisse der Vergangenheit

Das sieht auf den ersten Blick doch ganz nach einem romantischen Abend aus: Während draußen der Schneesturm tobt, turtelt ein junges, seit wenigen Monaten verheiratetes Pärchen entspannt auf der Couch. Über die kleinen Macken seiner Frau Olivia (Mascha Obermeier) kann der etwas biedere Robert (Johannes Holubar) großzügig hinwegsehen. Keine Frage, die zwei sind frisch verliebt, die erste Saison in ihrem einsam gelegenen Landhotel in den Bergen ist gut gelaufen, jetzt haben sie es ganz für sich. Alles perfekt? »mehr
    
    

WÜRZBURG
Spielberg: Wenn eine Wärmflasche zu Käpt'n Ahab wird

Tock, tock, tock. So klingt es, wenn Käpt'n Ahab mit seinem Walfischknochen-Bein über das Deck der „Pequod“ schreitet. Wer einmal die Moby-Dick-Verfilmung mit Gregory Peck gesehen hat, wird sich wohl immer an dieses Geräusch erinnern. Norbert Böll ist schon sein halbes Leben lang fasziniert vom Wahnsinn des alten Mannes und seinem Kampf gegen den weißen Wal, der ihm ein Bein abgebissen hat. Jetzt hat der „Puppenprinzipal“ vom Würzburger Theater Spielberg die Geschichte in einer Bearbeitung für das Figurentheater auf die Bühne gebracht. Die Zuschauer können sie inklusive Livemusik und Drei-Gänge-Menü genießen. Und auch wenn der Käpt'n hier nur eine Unterarmlänge groß ist – sein „Tock, tock“ dürfte ihnen auch hier Schauer über den Rücken jagen. »mehr
    
    

ESSEN
Medienkünstler für Deutschland bei der Biennale

(dpa/hele) Fünf Medienkünstler mit kritischem Blick auf die Gegenwart gestalten den deutschen Pavillon für die Biennale in Venedig 2015. Beteiligt sind der documenta-Teilnehmer Olaf Nicolai, die Filmemacherin Hito Steyerl, der Fotograf Tobias Zielony sowie die in Kairo lebende Filmemacherin Jasmina Metwaly und der Ägypten-Blogger Philip Rizk. Das gab der Kurator des deutschen Pavillons, Florian Ebner, in Essen bekannt. »mehr
    
    

BERLIN
Gericht gibt Suhrkamp grünes Licht

Nach einem beispiellosen gerichtlichen Hickhack kann der angeschlagene Suhrkamp Verlag sein Sanierungskonzept umsetzen. Das Landgericht Berlin gab dem Traditionshaus endgültig grünes Licht für die geplante Umwandlung von einer Kommandit- in eine Aktiengesellschaft. Das geht aus einem Beschluss hervor. Der Mitgesellschafter Hans Barlach, der 39 Prozent am Verlag hält, verliert damit weitreichende Mitspracherechte. Der Hamburger Medienunternehmer, Enkel des Bildhauers Ernst Barlach, ist mit Verlagschefin Ulla Unseld-Berkéwicz zutiefst zerstritten. Die Witwe des einstigen Firmenpatriarchen Siegfried Unseld hält 61 Prozent der Anteile. »mehr
    
    

Als angeblich Hexen tanzten - Neues von Julius Echter

Einzigartiger Fund: Ein Historiker entdeckt im Wertheimer Staatsarchiv unbearbeitete Dokumente. Sie bringen das gängige Bild zum Wanken: War Fürstbischof Echter gar kein unerbittlicher Hexenverfolger? »mehr
    
    

HIN UND WEG:
Kino 1: Fahrradtour ans Sterbebett

Die Suizide Prominenter wie des Fußballstars Robert Enke oder der Schauspiel-Ikone Robin Williams haben die Diskussion zum Thema „selbstbestimmtes Sterben“ angeheizt. Nun überrascht der Spielfilm „Hin und weg“ mit einer tragikomischen Wortmeldung zum schweren Thema. Erfolgsschauspieler Florian David Fitz („Vincent will Meer“) spielt den sterbenskranken Hannes, der seinem eigenen Tod entgegeneilt. Dazu nutzt er die alljährliche Radtour mit Freunden. Für ihn wird es die letzte sein. Doch das wissen außer ihm zunächst nur wenige, etwa seine Frau Kiki (Julia Koschitz). »mehr
    
    

COMING IN:
Kino 2: Schwuler verliiebt sich in eine Frau

Wie ein Model auf dem Laufsteg stolziert er durch seinen Berliner Salon, Küsschen hier, Küsschen da. Tom Herzner (Kostja Ullmann) ist ein heiß begehrter Starfriseur, fast schon ein Dressman. Brav geoutet hat sich der schwule Beau auch schon. Jetzt gilt er als Galionsfigur der Szene. Als sein Manager Robert (gespielt von Ken Duken) den feschen Friseur zu Studienzwecken in einen piefigen Kiez-Salon ins multikulturelle Neukölln schickt, verliebt sich der coole Tom unsterblich in die chaotische Friseurin Heidi (Aylin Tezel). »mehr
    
    
Die netten Monster aus dem Untergrund

BOXTROLLS:
Kino 3: Die netten Monster aus dem Untergrund

Für die Trickfilm-Hits „Coraline“ und „ParaNorman“ bekam das kleine Studio Laika in Portland im US-Bundesstaat Oregon riesigen Publikumszuspruch und viele Preise, jeweils gekrönt von Oscar-Nominierungen. »mehr
    
    

WISH I WAS HERE:
Kino 4: Zach Braff wurstelt sich so durch

Mit seinem Regiedebüt „Garden State“ landete Zach Braff vor zehn Jahren einen überraschenden Independent-Hit. Die neue Produktion des US-Schauspielers, Regisseurs und Drehbuchautors heißt „Wish I Was Here“ und ist ein dem Erstling seelenverwandter Film. Auch hier steht ein erfolgloser Schauspieler, den Zach Braff erneut selbst spielt, im Zentrum der Geschichte. »mehr
    
    

NORTHMEN:
Kino 5: Hau-Drauf-Spektakel

Wikinger sind schwer im Kommen. Nun huldigt der Schweizer Claudio Fäh, der schon wegweisende Werke wie „Hollow Man II“ und „Sniper: Reloaded“ realisierte, mit „Northmen“ dem mord- und brandschatzenden Völkchen auf der großen Leinwand. Gedreht wurde in Südafrika, obwohl die Story in Schottland angesiedelt ist. Nach einem Sturm mit meterhohen, computergenerierten Wogen stranden dort Asbjörn (Tom Hopper) und seine Mannen, die von ihren Landsleuten nach einem blutigen Machtkampf verbannt wurden. An der Küste lauern schottische Soldaten, womit der Startschuss für das erste Gemetzel gegeben ist, dem noch viele weitere folgen werden. »mehr
    
    

MÜNCHEN
München zeigt Kunst aus Göring-Besitz

Engel und Ritter, Heilige und Madonnen: Nazi-Größe Hermann Göring hatte eine Vorliebe für christliche Kunst. Sogar ein Bischofsstab und ein Messgewand gehörten zu seiner mehr als umfangreichen Kunstsammlung, die diesen Namen eigentlich gar nicht verdient, weil ein Großteil Opfern des Nationalsozialismus geraubt oder abgepresst wurde. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges brachten die Amerikaner Görings Sammlung, die er in einem Bunker in Berchtesgaden versteckt hatte, in den Central Collecting Point in München. »mehr
    
    

ZÜRICH
Che Guevara machte ihn berühmt

Er war einer der größten Fotografen des 20. Jahrhunderts. Vor allem seine Porträts des rauchenden Revolutionärs Che Guevara machten ihn weltberühmt. Am Montag ist der Schweizer René Burri 81-jährig zu Hause in Zürich gestorben, wie sein langjähriger Freund, der Berner Fotograf Michael von Graffenried, bestätigte. Medienberichten zufolge starb Burri, der vor allem in Paris gelebt hatte, an Krebs. »mehr
    
    

MÜNCHEN
Neues Buch vom Nobelpreisträger

Das neue Buch von Literatur-Nobelpreisträger Patrick Modiano kommt schon am 10. November auf den deutschen Markt. Ursprünglich war der Erscheinungstermin für den Roman „Gräser der Nacht“ für das Frühjahr 2015 geplant gewesen. Als dem 69-jährigen Franzosen Modiano dann Anfang Oktober der Nobelpreis zugesprochen wurde, beschloss der Münchner Hanser Verlag, das Buch vorzuziehen. »mehr
    
    

PARIS
Ein Museum wie eine Wolke aus Glas

Glaswolke, Eisberg oder magisches Schiff: Von den Namen, mit denen die Fondation Louis Vuitton, der neue Museumsbau des Stararchitekten Frank Gehry am Rande von Paris beschrieben wird, ist einer fantastischer als der andere. Spektakulär ist der über 100 Millionen Euro teure Kunsttempel für die Privatsammlung des französischen Milliardärs Bernard Arnault allemal. »mehr
    
    

NEW YORK
Proteste gegen angeblich antisemitische Oper

Straßenproteste draußen, einige Buhrufe und Störungen im Saal, aber am Ende viel Applaus – die als antisemitisch kritisierte Oper „The Death of Klinghoffer“ hatte am Montagabend in New York Premiere. Nach monatelangen Protesten und auch Drohungen gegen die Veranstalter hob sich der Vorhang an der Metropolitan Oper mit nur wenigen Minuten Verspätung, wie die „New York Times“ berichtete. »mehr
    
    

WÜRZBURG
Kit Armstrong im Trio

Mit einem Abend der wunderbaren Begegnungen feierten Kit Armstrong (Klavier), Andrej Bielow (Violine) und Adrian Brendel (Violoncello) die Gattung „Klaviertrio“ im 2. Würzburger Meisterkonzert der Musikalischen Akademie. Im nur lückenhaft besetzten Großen Saal der Hochschule für Musik bezog das Ensemble 20. Jahrhundert auf Wiener Klassik und Romantik auf Barock: Gleich in der ersten Programmhälfte stieß Maurice Ravels Klaviertrio auf Joseph Haydns delikates und doch handfestes C-Dur Trio Hob. 27. »mehr
    
    

WÜRZBURG
Ein Abend mit dem Brenner

„Ob du es glaubst oder nicht“: Wolf Haas, österreichischer Krimi-Autor, schreibt auch Gedichte für Kinder. Eine Leseprobe lieferte er im Würzburger Saalbau Luisengarten und rezitierte aus dem kalauernden Werk von der „Gans im Gegenteil“ („nicht böse, sondern Frisöse“), bevor er seine Zuhörer mit bewährter Privatdetektiv-Brenner-Kost aus seinem neusten Roman „Brennerova“ begeisterte. »mehr
    
    

WÜRZBURG
Mainfranken Theater: Sturm in der Spirale des Grauens

Da sitzt man an der Bar des Würzburger Mainfranken Theaters und schaut dem Krieg zu. Beobachtet aus sicherer Distanz, wie einer einen Schützengraben aushebt, eine Zigarette raucht, sein Gewehr durchlädt, den Stahlhelm überzieht, über sich und seine Situation nachdenkt: „Lieber fünf Minuten feige als ein ganzes Leben lang tot.“ »mehr
    
    

WÜRBZBURG
Punkrockband Broilers im Interview: Punk statt Pink Floyd

Erfolgreiche Alben, erfolgreiche Tourneen – mit der Düsseldorfer Band geht es steil bergauf. Sänger und Gitarrist Sammy Amara stand Rede und Antwort. »mehr
    
    
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