Haßfurt

Grüne fordern tragfähiges Konzept für den Flugplatz

Der Flugplatz in Haßfurt wird künftig nicht mehr von der Firma SKF für Shuttleflüge nach Göteborg genutzt.
Foto: René Ruprecht | Der Flugplatz in Haßfurt wird künftig nicht mehr von der Firma SKF für Shuttleflüge nach Göteborg genutzt.

Schon seit etlichen Jahren kritisiert die grüne Kreistagsfraktion immer wieder das Finanzierungskonstrukt des Flugplatzes in Haßfurt, so die Stellungnahme der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Rita Stäblein aus Eltmann. Stäblein kritisiert nach der nun bekannt gewordenen Aufgabe der SKF-Flüge von Unterfranken nach Schweden vehement die prekäre Finanzsituation der Haßfurt Flugplatz GmbH.

Stäblein betont in der Verlautbarung weiter, dass die gesamte Finanzkonstruktion der Gesellschaft mittlerweile der aktuellen Situation in keiner Weise mehr angepasst sei, und fordert deshalb zeitnahe Änderungen.

Regelmäßig in den letzten Jahren hätten die grünen Politiker im Kreistag die Finanzierung des Flugplatzes zum Thema gemacht. Auf ihren Antrag hin sei auch im Oktober letzten Jahres über die angespannte Finanzsituation des Flugplatzes Haßfurt ausführlich im Kreistag informiert worden, heißt es weiter in der Mitteilung. Bereits seit März 2018 wickele die Schweinfurter Firma SKF ihre täglichen Geschäftsflüge zum Hauptsitz nach Göteborg nicht mehr über den Flugplatz in Haßfurt ab. Dadurch seien erhebliche Finanzierungslücken entstanden.

Buchstäblich der Kragen sei den Grünen geplatzt, als die Flugplatz GmbH den jährlichen Betriebskostenzuschuss des Landkreises von bisher 25 000 auf 50 000 Euro habe aufstocken lassen wollen. Die grünen Kommunalpolitiker, so Rita Stäblein in ihrer Stellungnahme, sahen die Belastungsgrenze der Kommune nun endgültig erreicht. „Der Landkreis berappt jetzt 50 000 Euro jährlich und die zusätzlichen 25 000 Euro müssen an anderen Haushaltsstellen eingespart werden“, moniert Rita Stäblein.

Aus Sicht der grünen Kreistagsfraktion sei durch die aktuelle Situation, dass SKF nicht mehr an den Haßfurter Flugplatz zurückkehren werde, nun der Punkt erreicht, nicht mehr nur über Veränderungen des Finanzierungskonstruktes nachzudenken. „Jetzt müssen zeitnah konkrete Änderungen eingeleitet und umgesetzt werden“ fordert Fraktionsvorsitzende Stäblein in dem Schreiben.

Bei den letztjährigen Beratungen für den Haushalt des Jahres 2019 hätten die Grünen ihre Forderungen zur Verteilung der Finanzbelastungen auf mehr Schultern konkretisiert. Sie hätten gefordert, auch die Wirtschaft, die vom Flugplatz am stärksten profitiert, bei der Finanzierung stärker in die Pflicht zu nehmen. Die grüne Kreistagsfraktion habe eine Zustimmung zum Haushalt für das Jahr 2020 unter anderem davon abhängig gemacht.

„Mit salbungsvollen Worten, leeren Versprechungen und dem ,Prinzip Hoffnung' alleine wollen wir uns nicht mehr zufrieden geben“, stellt Stäblein in ihrer Stellungnahme heraus und fordert, dass nun endlich Taten folgen müssten. (wos)

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