Gräfendorf

40 Jahre Dorferneuerung: Gräfendorf hat profitiert

Pflanzung einer Linde mit von links Bürgermeister Johannes Wagenpfahl, Landrätin Sabine Sitter, Behördenleiter Jürgen Eisentraut und Franz-Josef Lang
Foto: Wolfgang Schelbert | Pflanzung einer Linde mit von links Bürgermeister Johannes Wagenpfahl, Landrätin Sabine Sitter, Behördenleiter Jürgen Eisentraut und Franz-Josef Lang

Das Vorzeigeprojekt "Saaletalhöfe" mit einem Bauvolumen von 3,9 Millionen Euro und dessen Aufnahme in das Förderprogramm des Bundes "Nationale Projekte des Städtebaus" nahm das Amt für ländliche Entwicklung zum Anlass, das 40-jährigen Bestehen der "Dorferneuerung in Bayern" mit einem Festakt in der "Neuen Mitte" am Platz der zukünftigen Saaletalhöfe durchzuführen. Im Rahmen der bayernweiten Pflanzaktion "40 Jahre Dorferneuerung – 40 Linden" luden Franz-Josef Lang, der Vorsitzende des Vorstands der "Teilnehmergemeinschaft Gräfendorf 3" und Bürgermeister Johannes Wagenpfahl alle maßgeblich Beteiligten zu einer Ehrungs- und Dankesstunde mit Pflanzung einer Linde ein.

Mit dem Dorfentwicklungsprogramm hat der Bayerische Landtag 1981 den Grundstein für die Förderung der ländlichen Regionen gesetzt. Nach Angaben des Amts für Ländliche Entwicklung (ALE) haben rund zwei Drittel aller bayerischen Gemeinden und Dörfer die Dorferneuerung inzwischen genutzt und davon profitiert. Dass Gräfendorf profitiert hat, bestätigten Behördenleiter Jürgen Eisentraut vom ALE Unterfranken, Landrätin Sabine Sitter und Bürgermeister Johannes Wagenpfahl in ihren Reden zum Festakt "40 Jahre Dorferneuerung" und zur Aufnahme der Saaletalhöfe mit hoher baukultureller Qualität zur Vorbildwirkung in das Förderprogramm des Bundes.

Landrätin Sabine Sitter bei der Festrede, vorne Jürgen Eisentraut vom ALE
Foto: Wolfgang Schelbert | Landrätin Sabine Sitter bei der Festrede, vorne Jürgen Eisentraut vom ALE

Neue Mitte wird Gesundheitshaus und Nahversorgungszentrum

Die Gründung des Dorfladens 2011, das Seminar des Gemeinderates "Innenentwicklung eines Dorfes" im Jahr 2012 und die Aufnahme der Gemeinde Gräfendorf in das Bayerische Dorferneuerungsprogramm im Jahr 2017, alles auf Betreiben des jetzigen Altbürgermeisters Alfred Frank und mit Unterstützung und Beratung durch das ALE, waren nach Informationen des amtierenden Bürgermeisters Johannes Wagenpfahl die Voraussetzungen für den Entscheid des Wettbewerbs zugunsten der Saaletalhöfe.

In den Saaletalhöfen der Neuen Mitte entstehen nach dem Abriss mehrerer leerstehender Gebäude zwischen der katholischen Schutzengelkirche und der evangelischen Michaelskirche ein kommunales Gesundheitshaus zur langfristigen Sicherung der medizinischen Versorgung in neuen Praxisräumen, ein Nahversorgungszentrum mit Dorfladen und ein sozialer Treffpunkt mit Gemeinschaftsgebäude für Ausstellungen und Vereinsleben. Das Architekturbüro Katrin und Winfried Spahn aus Rieneck wurde mit der Planung des Projektes beauftragt und in vielen Arbeitsstunden mit dem Arbeitskreis wurde das oben genannte umfangreiche Konzept erstellt.

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Begleitet wurden die Planungen von den Landschaftsarchitekten Natascha Back und Valentin Dietz aus Elfershausen. Jürgen Eisentraut zeigte die Fördermaßnahmen des Freistaates Bayern seit 40 Jahren auf und dankte den Abgeordneten des Bayerischen Landtages für die bewilligten Fördermittel für allein schon 30 Anträge von über 120 Tausend Euro in Gräfendorf. "Der ländliche Raum ist das Potential der Zukunft" sagte er über die dörfliche Entwicklung und den Zuzug von Menschen aus den Ballungsräumen in das nahe Umfeld der Städte.

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