Remlingen

Lückenschluss für Radweg von Remlingen nach Leinach

Nach über zwei Jahren tagte der Marktgemeinderat Remlingen am Dienstag wieder im Rathaus. Für viele Ratsmitglieder, die in der Wahlperiode 2020 bis 2026 neu in das Gremium gewählt wurden, war es die erste Sitzung in den historischen Mauern. Der Umzug ins Feuerwehrhaus war im Frühjahr 2020 nötig geworden, da die geforderten Abstandsflächen im Rathaus nicht eingehalten werden konnten.

Erfreuliche Nachrichten hatte Bürgermeister Günter Schumacher für den Marktgemeinderat. Für einen geplanten Radwegebau Lückenschluss von Remlingen nach Leinach über die Gemarkung Greußenheim wurden drei Förderprogramme in Aussicht gestellt. Für den Ausbauabschnitt mit gut 650 Metern auf Remlinger Gemarkung wurde vom Zweckverband Erholungs- und Wandergebiet Würzburg eine Förderung von zehn Prozent bei einer Ausbaubreite von 2,50 Meter und einer Ausbaustärke (Deckschicht) von 30 Zentimetern in Aussicht gestellt. Der Zuschuss ist auf 50.800 Euro begrenzt.

Auch das Amt für ländliche Entwicklung fördert den Lückenschluss mit 45 Prozent, allerdings nur bei einer Breite von 3,50 Metern und je 75 Zentimetern seitlichem Bankett (insgesamt fünf Meter). Der Landkreis Würzburg hat eine Förderung bei einer Ausbaubreite von drei Metern in Höhe von 35 Prozent in Aussicht gestellt.

Wirtschaftsweg hat die erforderliche Breite

Auf der Gemarkung Remlingen braucht es keine zusätzlichen Flächen, um den Weg auf insgesamt fünf Meter auszubauen da der bestehende Wirtschaftsweg bereits die geforderte Breite aufweist. Anders sieht es auf dem geplanten Lückenschluss zwischen Remlingen und Leinach über die Gemarkung Greußenheim aus. Hier muss die Gemeinde Greußenheim entlang des Weges auf einer Strecke von gut 400 Metern je einen Meter von der angrenzenden Ackerfläche erwerben.

Bernhard Schwab bedauerte, dass der Lückenschluss ohne Entwässerungsgraben ausgebaut wird. Zwar habe der bestehende Wirtschaftsweg auf der Gemarkung Remlingen auf einem großen Teil der 650 Meter langen Strecke bereits einen Graben, aber auf einem Teilstück fehle dieser und werde im Förderprogramm nicht berücksichtigt. Er befürchtet, dass es bei der beabsichtigten Versiegelung des Wirtschafts- und Radweges bei Starkregen zu Bodenerosion in den Feldern kommen wird.

Ausbau nur mit Fördermitteln möglich

Bürgermeister Schumacher versprach, das Planungsbüro Dieter Sendelbach, das mit der Planung beauftragt wurde, auf dieses Problem hinzuweisen. Die fehlenden Gräben sollen durch Drainagen ersetzt werden.

Einstimmig beschloss das Gremium die Förderanträge bei den jeweiligen Ämtern zu stellen. Sollte der Markt Remlingen keine Förderung erhalten, werde der Radwegelückenschluss nach Leinach auch nicht ausgebaut, da für den Ausbau auch keine Gelder im Haushalt 2022 eingestellt wurden

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