Karsbach

Wasser in Weyersfeld muss weiter abgekocht werden

Noch immer ist die Ursache der teilweisen Verkeimung des Weyersfelder Trinkwassers nicht gefunden. Das Bild zeigt den Karsbacher Gemeinderat beim einer vor einiger Zeit erfolgten Besichtigung im Weyersfelder Hochbehälter
Foto: Helmut Hussong | Noch immer ist die Ursache der teilweisen Verkeimung des Weyersfelder Trinkwassers nicht gefunden. Das Bild zeigt den Karsbacher Gemeinderat beim einer vor einiger Zeit erfolgten Besichtigung im Weyersfelder Hochbehälter

Das Abkochgebot für das Trinkwasser im Ortsteil Weyersfeld besteht vorerst weiterhin. Denn die Kommune ist dabei die Chlorzugabe zu reduzieren und dann komplett abzustellen. "Bei der zweimal wöchentlich stattfindenden Untersuchung des Trinkwassers werden teilweise immer noch in einzelnen Proben wenige Keime festgestellt", informierte Bürgermeister Martin Göbel in der jüngsten Gemeinderatsitzung.

Göbel zeigte dem Gremium die detaillierten Messprotokolle, "um darzustellen, dass das Problem nicht so einfach ist". Nachdem seit Mitte September kein Befund war, fanden sich im Oktober erneut in verschiedenen Proben mal im Hochbehälterzulauf oder im Hochbehälterablauf als auch an einer Messstelle im Ortsnetz wenige Keime. Noch immer ist unklar woher diese Verkeimung kommt. Man sei mit verschiedenen Fachleuten und dem Gesundheitsamt in intensivem Austausch, sagte der Bürgermeister.

Keine Keime mit Chlorung

"Es gibt im Landkreis Main-Spessart sieben und im Landkreis Schweinfurt neun Wasserversorger, die die gleichen Probleme wie wir haben", stellte Göbel fest. Mit Chlorung gebe es keine Keime. Sobald die Chlorung reduziert oder komplett eingestellt werde, tauchen wieder vereinzelt Keime auf. Doch die Intensität sei bei weitem nicht so hoch, dass sie besorgniserregend sei. Man werde auch in dieser Woche nochmals Gespräche zur Ursachenfindung und über die weitere Vorgehensweise führen.

Im Zuge ihrer Garagensanierung hat eine Weyersfelder Familie hierauf eine Dachbegrünung angebracht. Da Begrünungsmaßnahmen ein wichtiger Baustein seien, um den Folgen des Klimawandels zu begegnen, erkundigte sich die Familie nach einer entsprechenden Fördermöglichkeit durch die Gemeinde. Eventuell könne das Gremium auch über eine mögliche Förderung konstruktiv diskutieren, hieß es in dem Anschreiben.

"Wir leben auf dem Land in einem kleinen Ort, da gibt es überall viel Grün mit Gärten um uns herum", sagte Bürgermeister Martin Göbel dazu. Für viele größere Baumaßnahmen würden Ausgleichsfächen in der Nähe geschaffen. Eine Förderung entsprechender Begrünungsmaßnahmen mit entsprechenden Satzungen gebe vor allem in Großstädten. Grundsätzlich seien Begrünungsaktivitäten zu begrüßen, fand auch der Gemeinderat. Jedoch sei eine Förderung durch die Kommune in einer ländlichen Umgebung nicht erforderlich.

Neue Trennwand für den Gemeindesaal

Die Trennwand im Gemeindesaal in Karsbach ist defekt und soll ausgetauscht werden. Dafür lagen jetzt Angebote für zwei unterschiedliche Lösungen vor. Der Einbau einer massiven schalldämmenden Trennwandanlage würde demnach rund 18 600 Euro kosten. Ein Raumtrennvorhang mit Thermomaterial käme nur auf knapp 1800 Euro. Das Gremium tendierte zur kostengünstigen Lösung. "Der Schallschutz muss jedoch auch gegeben sein", erklärten sowohl die Gemeinderäte Martin Strohmenger und Bernhard Mennig. Denn die Feuerwehr halte hier regelmäßig, getrennt durch die Wand, in zwei Gruppen Unterrichtsabende ab. Zur Klärung wollen sich die Karsbacher Gemeinderäte nochmals mit dem Anbieter vor Ort treffen.

Für eine bessere Ausfahrt von der Bonnländer Straße in die Höllricher Ortsdurchfahrt soll in der Nähe der gegenüberliegenden Bushaltestelle ein Verkehrsspiegel angebracht werden. Das Gremium entschied sich für die ein Meter große beschlag- und vereisungsfreie Variante mit kosten von rund 1120 Euro.

Auch der vorhandenen Betonfläche, die ursprünglich im Weyersfelder Bauhof für die Aufstellung eines Streusalzsilios vorgesehen war, soll nun eine Unterstellhalle errichtet werden. Das Gremium verglich dabei die beiden Ausführungsweisen im Stahlbau (45 600 Euro) und Holzbau (26 600 Euro) und entschied sich schließlich den Auftrag an die Firma Rehwald (Heßdorf) für die Ausführung in Holz zu vergeben.

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